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Von innen sind wir alle gleich…

Wer auch immer sich die Spezies Mensch an einem Frühlingstage vor langer, langer Zeit ausgedacht hat – er-sie-es hat das definitiv grossartig hin bekommen! Einzigartig von aussen – und erschreckend einheitlich von innen.
Denn brokelst du Oppa Werner, Couisine Elfriede, dem Mutti und Klein-Frieder jeweils eine endoskopische Kamera durch den Bauchnabel und schiesst anschliesend ein Foto in alle vier Himmelsrichtungen – man könnte ad hoc nicht sicher sagen, welches Foto jetzt welcher Person zuzuordnen ist.

AAAAAABER – hör ich schon die ersten Zwischenrufe kommen – der Oppa und Klein-Frieder sind ja nun Kerle, die haben was, was du nicht hast…! Ällebätsch, sofort erkannt!
Nee, nett gedacht aber falsch umgesetzt! Denn schau ich in den Bauch hinein, fällt mein erster Blick auf glänzendes, schweinchenrosa Darmgewimmel. Und ähnlich der wogenden See verbirgt dieses 8-10m lange Hohlorgan die Sicht auf alles, was da noch in der Tiefe schlummert…

Darm per se ist sowieso ein tolles Zeug – das Gross der Menschheit kennt ihn jetzt ja nur als Pelle für die lecker Wurst am Samstagabend, oder adrett trapiert und mit reichlich FilmBlut versehen aus amerikanischen PathologenSendungen. Dort schaut es dann auch aus wie die Saumagenwurst von vorgestern – angegraut, unappettitlich und verdammt steif. Richtige „lebende“ Darmschlingen hingegen sind warm und beinahe samtig anzufassen – ich konnte es bei meiner ersten OP gar nicht glauben, wie sauber das Zeug im Bauchraum aussieht.

Packt man das ganze Gekrösse und Geschlinge nun beiseite, kommen nach unten hin Blase – sowie Gebärmutter & Eierstöcke bei der Frau – und nach oben Leber, Magen und Gallenblase. AnatomieExkurs Ende!
DAS ALLES ist von MutterNatur wirklich liebevoll und höchst effizient in uns verbaut worden, jedes einzelne Teil hat seine ihm zugewiesene Funktion, schaut gut aus und arbeitet in den meisten Fällen auch einwandfrei.

Aber eben WEIL wir so strikt konform gebaut sind, fällt jede Abweichung von der Norm sofort ins Auge: der Darm – statt glänzend rosa und sich geschmeidig windend – pappt willenlos und starr wie in Zement gegossen auf den übrigen Innereien, welche Ihrerseits von zahllosen, Stecknadelkopf- bis Erbsengrossen Minimetastasen überzogen sind.
Ich frage mich immer wieder, wie etwas, was so wunderbar perfekt angelegt und tadellos umgesetzt ist, sich auf solch hässliche Art und Weise selbst vernichten kann?! Wie Zellen, die ein Leben lang nichts weiter getan haben, als klaglos Teil eines rechten Eierstocks zu sein, oder ein Blutkörperchen, oder samtigrosa Darmgekrösse – von heute auf morgen bösartig werden – wuchern, zerfressen und zerstören bis nichts mehr übrig ist von all der wunderbaren Perfektion.

Der Mensch ist ein Wunder – 60 Schläge Pro Minute pumpt das Herz im Schnitt Blut durch uns hindurch, 60 Minuten Pro Stunde, 24 Stunden am Tag. JEDEN Tag, ein Leben lang. Mercedes, Porsche und Co würden ihre Seele verkaufen um einen Motor zu konstruieren, der nur annähernd so tadellos läuft.
Und wenn Steve Jobs könnte, würde er uns allen einen angebissenen Apfel auf die Stirn tätowieren – denn schlußendlich wird kein Computer jemals so gut sein, wie iBrain…

Wie komm ich drauf? Tagesgeschäft: Frau aufgemacht, rein geschaut, Frau zu gemacht… – da drin war nichts mehr seidig-rosa-glanz-Gewoge. Von aussen immernoch die Selbe, aber innen nichts mehr, wie es einmal war…!

Traurig, das…

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UMFRAGE: Die iPad-optimierte-WordPress-Variante …

In meinem tiefsten Inneren bin ich ein Spielkind. Und deshalb steh ich – ÜBERRASCHUNG!!! – auf Spielzeug!

Mein aktueller Dauerbrenner, gerade während endloser Dienstnächte, in der Bahn oder zu langweiligen Elternabenden: Das iPAD!!!!

Nein, heute mal keine vitaminreichen Hymnen auf angebissenes Obst, es geht mir schlicht und ergreifend um ein Feature, welches mir kürzlich auf meinem DashBoard ins Auge gesprungen ist und selbstredend sofort in Gebrauch genommen werden musste:

die iPad-optimierte WordPress Variante! Kurz: Onswipe!

Whoooow – grosses Tennis, muss ich haben! To make a long story short: Muss ich NICHT!!! Ist nämlich ganz grosser Käse – sozusagen die Sparversion für teure Technik! Ist wie 30er Jahre stumm-schwarz-weiss-Film via BlueRay auf’m 50Zoll LED-Fernseher schauen: kann man machen, bringt aber nichts!

Das Cover ist….ähm, ja! Irgendwie Trauerflormässig (vor allem mässig… *hust*). Die jeweiligen Links sind ALLE WEG, „innen drin“ (= nach dem Cover) gibt es nur einfarbig bunt, hier und da mal ein Bildchen (mies) eingepasst, und überhaupt funktioniert die ganze Nummmer nur vernünftig im HOCHFORMAT!

Zu meinem Leidwesen mußte ich nun im letzten Dienst feststellen, dass immer mehr Blogger-Kollegen dieser Schiene ebenfalls aufgesessen sind und sich nur noch im Einheits-Trist präsentieren – aber wahrscheinlich WEISS das Gross gar nichts davon, weil es schlicht und ergreifend ohne iPad (ihr armen Menschen… ;)) ist???

Und somit möchte ich hier gerne – Achtung, Prmiere! *TrommelWirbelPompomsSchwing* – meine allererste Blogumfrage starten! In der Hoffnung, bald wieder freien Zugriff auf ALLE Angebote meiner LieblingsBlogs zu habe! Auch vom iPad aus!

von i-Föns und vag-HEs…

Welch wunderbarer Tag!

Dabei sieht es Anfangs noch nicht mal im entferntesten nach einem solchen aus. Denn: Irgendwer (KEINE AHNUNG, WER!!!) hat tatsächlich Dr. Malucci zum Oberarzt befördert! Ich glaub es nicht! Der Welt faulster Klugschei**er wird jetzt fürs ungefragte verbreiten drittklassiger Halbwahrheiten auch noch besser bezahlt – man möchte weinen ob solcher Ungerechtigkeit auf Erden. Doch immerhin – er hat sich jetzt erstmal für 2 Wochen in den Urlaub verabschiedet, direkt im Anschluß bin ich dann für weitere zwei Wochen out of service, d.h. bis wir uns wieder sehen, hab ich ausreichend Zeit, diesen Schock zu verdauen. Oder zu kündigen. Mal sehen… ;)

Die zweite dunkle Wolke an diesem April-Wetter-tropischer-Regenwald-Klima-Tag verwandelt sich im Laufe des Vormittags urplötzlich in ein wunderschönes, himmelblaues Sonnenscheinchen: eine waschechte vaginale Hysterektomie für Dr. Josephine – einziger Wermutstropfen: meine geliebte Oberärztin steht als erste Assistenz auf dem OP-Plan, und hier fängt mein Problem an:

Dr. O. ist kompliziert. Menschlich und beruflich gesehen. Wie das geht? Okay, Beispiel: Normalerweise schaff ich eine primäre Sectio bei einer erstgebärenden Patientin in ungefähr 30 Minuten. Bauch auf, rein, Kind raus, Bauch zu – Pflaster drauf. Das ist keine Hexerei, mit ein bisschen Übung bekommt das jeder so hin. Bei der OÄ läuft das ganze ein wenig anders: „Koagulieren sie hier!“ „Schneiden sie da! -Nein, nicht so, lieber so. Oder doch so! Nein – ganz anders! Nee, so auch nicht!“ „Die Naht hierhin. Fünf Millimeter weiter rechts! Noch einen Millimeter! Nein – einen halben zurück!“… *indietischkantebeiss*

Sie meint es nicht bös und will auch niemanden ärgern – sie hat es nur gerne GANZ GENAU! Und somit dauert eine Sectio bei ihr nicht selten 1 bis 1 1/2 Stunden. Macht nichts, daran hab ich mich mittlerweile gewöhnt, ich hab mich sogar schon auf 50 Minuten hochgearbeitet, weil ich langsam weiß, was sie wie von mir will – aber im vaginalen Hysterektomieren bin ich einfach noch unglaublich unsicher – und der Eingriff an sich dauert normalerweise schon was länger. ARRGHL – ich hab Angst!

Und dann – ist plötzlich alles ganz anders: O hat einen guten Tag – und assistiert, daß es ein Traum ist! Erklärt mir jeden Schritt und jeden Schnitt, lobt und feuert an (fast hätte sie die Pompoms ausgepackt… ;)), und nach einer Stunde 25 hab ich einen 250 g schweren Uterus fachgerecht abgesetzt, morcelliert und ausgebaut, die Scheide fachmännisch wieder dort fixiert, wo sie eigentlich hin gehört – und möchte Dr. Omeprazol am liebsten nehmen, und knutschen. Mach ich nicht. Dafür bedank ich mich artig, und hüpf anschließend in Kindergartenkindmanier durch die Umkleide, pralle beim heraustänzeln gegen J.S. Bach, den immer gutmütig grinsenden Oberarzt der Aufschneider und grinse noch glücklich vor mich hin, als ich den 5. Entlassbrief diktiere. OP-Endorphine sind mit die Besten, ich schwöre!!!

Jetzt ist es 19.30 Uhr, im Kreißsaal wartet eine Zweitgebärende mit 6 cm Muttermund und eingeleiteter Wehentätigkeit aufs Entbunden werden, und ich frage mich zum wiederholten Male, WIE die Welt eigentlich all die Jahre ohne iPhone existieren konnte?! Ja, dem geneigten Leser mag wohl jetzt akut mein Macken-Blog-Eintrag einfallen: Okay, ich gestehe – ich hab ´nen Elektronik-Spleen. Und eben dieser – gepaart mit meiner großen Liebe für Schönes im allgemeinen und Apple im speziellen, hat mich pünktlich zu Beginn des deutschlandweiten 3GS-Verkaufs zum Erwerb eines ebensolchen genötigt (okay, ich hatte vorher auch schon eines – aber das war ein Erstgeneration-Gerät. Dat zählt nisch…!!!). Und dank dieses wunderschönen Spielzeuges kann ich jetzt IM DIENST Tetris spielen. Oder mit „WorldView“ durch die WebCams meiner Lieblingsstädte tingeln. Ich kann jederzeit Bilder und Videos schauen, E-mails checken, noch kurz vorm Kreißsaal meine Lieblingshits grölen – und wenn ich den Weg ins Gebärzimmer mal nicht mehr finden sollte, lotst mich GPS-MotionX sicher und komfortabel bis vors Kreißbett! Noch Fragen? Immer her damit – mein iPhone kann auch Wikipedia…. *gggg*