Erschreckende Erkenntnis – in die Notaufnahme zur Geschlechtsbestimmung

Jeder Gynäkologe (ich schliesse die weiblichen Gyns selbstverständlich mit ein!), der schon einmal in einer klinischen Ambulanz seinen Dienst getan hat, wird dieses Phänomen kennen. Ich allein habe unzählige Blog-Post darüber geschrieben – dennoch ist sogar für mich diese Antwort von MaraEnd auf meinen Post Google sucht Josephine Chaos beinahe erschreckend:

Eure Meinung dazu würde mich dann doch einmal sehr interessieren!

LG, Josephine (die schon seit 1000 Jahren kein Baby mehr im Dienst geoutet hat. Wohl wissend…)

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53 Kommentare zu “Erschreckende Erkenntnis – in die Notaufnahme zur Geschlechtsbestimmung

  1. Es gibt da echt Frauen, die rennen deswegen in die Notaufnahme, sitzen sich den Hintern platt und stehlen den Ärzten die Zeit? Und geben das auch noch als besonderen Tipp weiter? Ächt jetzt?!?

    Das ist mir völlig unverständlich! Beim ersten Kind haben wir das Geschlecht erst zur Geburt erfahren, beim zweiten fragte ich meine Gyn relativ spät in der Schwangerschaft (um die 32. Woche) nach dem Geschlecht, weil wir echt Schwierigkeiten mit der Namensfindung hatten und das Ergebnisfeld um 50% eindämmen wollten ;) Der Rest der Familie hat es trotzdem erst nach der Geburt erfahren.

    • Hallo Frau Chaos! Habe 4 Geburten hinter mir. Klar ist es für viele werdende Mütter interessant zu wissen ob jetzt ein Mädel oder ein Junge geboren wird. Solche Aktionen finde ich allerdings derart daneben! Hätte mich im Leben nicht getraut ins KH mit einer Lüge zu kommen. Irgendwo ist es eventuell ein Notfall wo der Arzt ernsthaft gebraucht wird und nicht wegkommt weil da eine schwangere simutiert.

  2. Der Kommentar meiner Kollegin war immer : „Das kann das Gerät Nachts/am Wochenende nicht!“
    Vielleicht werden die Eltern ja von der Fifa geschickt, die verlangen doch auch einen Geschlechtsnachweis bei den Spieler/innen.
    Liebe Grüße

  3. Als selbst langjährig in der Ambulanz tätige Gynäkologin kann ich das so bestätigen. Passiert seeeehr oft. Oder auch beliebt: mein Mann hat das Baby ja noch nie gesehen, tagsüber muss er ja arbeiten. Prinzipiell habe ich nach 16 Uhr NIE das Geschlecht gesehen!

    • Dafür bekommt man doch diese Bildchen (bei meinem Gyn waren es sogar Filme auf CD gebrannt), damit man sie dann dem Ehemann/ der Schwiegermutter/ der halben Welt zeigen kann. Und wenn das Baby beim Gyn unkkoperativ war, dann wird es das nachts in der Notaufnahme doch vielleicht auch sein, deswegen schlag ich mir doch nicht den Abend in Wartezimmer um die Ohren. Ich find’s gut, dass ihr das verweigert, wenn sich das rumspricht ist wieder mehr Platz für echte Notfälle.

  4. Das erklärt Einiges… Bin beim 1. Kind abends gegen 21 Uhr in die Notaufnahme weil ich seit Stunden weder Wasser noch sonstwas in mir behalten konnte und es mir oben und unten rauskam. Dazu hatte ich Bauchkrämpfe, konnte kaum laufen und hatte einfach Schiss das Baby würde mir das ganze irgendwie übel nehmen und vorher ausziehen wollen. Also Notaufnahme. Bei der Anmeldung wurde ich bereits weitergegeben mit den Worten „Da ist ne Schwangere die sich anstellt!“ Die junge Assistenzärztin nahm mich auch bereitwillig mit ins Untersuchungszimmer und setzte direkt ohne zu fragen was denn wäre, den Ultraschall an. Und ja, ihre ersten Worte während sie meinen Bauch schallte waren „Möchten Sie wissen was es wird?“
    Meine Antwort war etwas zickig „Nee, das weiß ich schon seit Wochen. Ich will einfach nur wissen ob es meinem Baby gut geht!“
    Damit hatte sie anscheinend nicht gerechnet und schickte mich mit ner Vomex A wieder nach Hause. Mein Frauenarzt schüttelte darüber am nächsten Morgen erstmal den Kopf und legte mich netterweise an den Tropf durch den es mir im Nu wieder besser ging. Aber wahrscheinlich wurde ich in der Notaufnahme nicht ernst genommen weil eben andere Schwangere Bauchschmerzen vorschieben um Baby TV mit Geschlechtsbestimmung zu bekommen. Danke dafür!

  5. Mein Sohn hat sein Geschlecht zwar wirklich erst bei der Voruntersuchung im KH geoutet, geplant war das aber nicht – der Bengel hatte nur vergessen, sich, wie sonst immer, geschickt zu platzieren, sodass die Ärztin uns fragte, ob wir denn schon wüssten, was es wird, sie könne es uns sonst sagen ;).

    Generell würde ich aber nie auf die Idee kommen, dafür extra ins KH zu gehen bzw. finde so ein Vorgehen unmöglich. Als ob die da nichts Besseres zu tun hätten…..

  6. Im dienst erkenn ich auch kein Geschlechtt. Sorry. Letztens hatte ich die frage tatsächlich in der 8. Woche…

  7. Wie wärs denn mit dem Spruch dass die Geschlechtsbestimmung eine IGEL-Leistung ist, die nach einer bestimmten Uhrzeit oder am Wochenende mit Nachtarbeitszuschlag bzw mit Wochenendzuschlag berechnet wird?
    Und das entsprechende Schild dezent am Eingang der Notaufnahme plazieren – „klein“ und „unauffällig“ :-)

  8. Ein CT?!? Geht’s noch??? Bei der Strahlenbelastung ist auch schon egal was es mal war. Danach ist es ein Alien!

  9. Ich war selbst noch nie schwanger – habe deshalb wahrscheinlich zu allen Dingen die mit dem Thema schwanger sein und Babys zu tun haben eine etwas andere Sicht der Dinge (und werde in ein paar Jahren bestimmt auch so eine anstrengende Mami sein).

    Jedenfalls ist es für mich absolut unvorstellbar, warum das Geschlecht des Babys etwas so wichtiges sein sollte, dass man dafür irgendwen unnötig belästigt. Hauptsache das Kind ist gesund – das erfahre ich während der regelmäßigen Untersuchungen.
    Und was es wird weiß ich dann ja spätestens, wenn das Kind auf der Welt ist. Da kann sich nämlich nichts mehr verstecken. Und dann kann ich mir immer noch all die kleinen Dinge besorgen, auf die ich geschlechtsspezifisch irgendwie Wert gelegt habe.
    Zur Namensfindung: da würde ich mir auch bei bekanntem Geschlecht immer für das jeweils andere auch schon einen Namen überlegen. Man weiß ja nie was da so für Überraschungen auf einen warten…

    • Bezüglich der Namensfindung haben wir natürlich auch überlegt, wie wir denn das Kindlein nennen können, falls die Ärztin beim US daneben lag, aber so ein richtig toller das-isser Name wollte uns einfach nicht einfallen, da hätten wir uns vermutlich erstmal das Kind angeschaut und geguckt, ob es eher nach einem Klaus oder nach einem Dieter aussieht ;)

  10. Ich arbeite ja auch in einer Einrichtung des Gesundheitswesen (Reha) und wundere mich seitdem über nicht mehr so viel, aber so was?! Ich deklariere mich als „Notfall“ um im KH das Babygeschlecht zu erfahren weil der/die Gyn nicht genug Baby-TV betreibt (oder laut „Hebi“ eh unfähig ist)?
    Klar, die Solidargemeinschaft muss ja zahlen und andere eben warten.
    Ich gehe mich mal übergeben. Ohne Notarzt und RTW. Oder ITW. Wenn schon, denn schon.

  11. Begriffsdefinition: Zuerst ne echte „Not“, will heißen
    1.) besonders schlimme Lage, in der jemand dringend Hilfe braucht
    2.) durch ein Gefühl von Ausweglosigkeit, durch Verzweiflung, Angst gekennzeichneter seelischer Zustand, unter dem der davon Betroffene sehr leidet; Bedrängnis
    3.) belastendes [Not verursachendes] Problem; Schwierigkeit, Sorge
    und dann erst gibt es die „Aufnahme“. VORHER NICHT! „Leichte Bauchschmerzen“ fallen da wohl nicht drunter!!!!!!! “
    Das müsste man mal als grossen Zettel an die Tür zur Aufnahme kleben!
    ECHT!

  12. Ich tu jetzt noch als Kerl meinen Senf dazu:
    Anscheinend haben diese werdenden Kinderverzieherinnen (mir graut es schon jetzt vor deren Blagen) in all ihrer Egozentrik vergessen, wofür das „Not“ in „Notaufnahme“ steht. (Oder auch nicht vergessen, sie haben es ja anscheinend dringend „nötig“. *seufz*)

    Mich interessiert bei meinem Nachwuchs nur, was medizinisch für Mutter und Kind (sorry, in der Reihenfolge!) relevant ist, das Geschlecht ist, angesichts der jüngst bekanntgewordenen Zunahme öffentlich gewordener Transgenderpersonen, ohnehin bis zur Pubertät völlig egal und danach im Zweifelsfall sowieso ein anderes.

    Ich kann mich erinnern, daß die Feuerwehr bei bewußter Fehlalarmierung richtig viel Geld verlangt. Ebenso, wie übrigens bei fahrlässiger Fehlalarmierung durch einen automatischen Feuermelder, der vor entsprechenden Arbeiten nicht deaktiviert wurde. Vielleicht sollten die Ambulanzen und Notaufnahmen in solchen Fällen einfach ähnlich horrende Preise verlangen…
    Wo ich darüber nachdenke, könnte ich allerdings vermuten, dass die in Frage kommende Klientel am Ende ohnehin nicht über die finanziellen Mittel verfügt… Aber vielleicht kann man sie ja zu ein bißchen Sozialdienst nach der Entbindung heranziehen. So als Wiedergutmachung an der Gesellschaft…

    • NEIN! Hier breche ich tatsächlich eine Lanze für die Schantalles und Tscherrie-Maiers dieser Welt – es sind durchaus auch die Akademikerinnen dieser Welt, die – subtile Gründe vorschiebend – aufschlagen. Und DIE wollen dann oftmals noch den Privatversicherten-Joker ausspielen, frei nach dem Motto: privat darf alles…!

  13. Nie im Leben wär ich auf die Idee gekommen wegen ner Geschlechtsbestimmung im KH aufzuschlagen. Für mich vollkommen bekloppt. Und sich dann vermutlich am Besten noch beklagen, dass man ja ach so lange warten muss………. während wirkliche Notfälle dann auch im schlimmsten Fall wegen solcher idiotischer Ding warten müssen.
    Als ich famuliert hab, kam mal ne Schwangere mit Zahnschmerzen mit RTW…… Und sie hatte wirklich nix außer leichter Zahnschmerzen, die mit ner PCM behebbar waren.

    Als Gynäkologin-to-be merk ich mir auf jeden Fall mal den Spruch, dass das Sonogerät nachts und am WE bei akutem Nichts keine Geschlechter erkennt. Das find ich sehr gut.

  14. Ich kann das als Hebamme nur bestaetigen. Da wird gerne auch der Verdacht auf vorzeitigen Blasensprung geaeußert- Sonntags nach einem gemuetlichen Fruehstueck oder zur Primetime….

  15. Leider musste ich diese Erfahrung selber machen.
    Ich saß in der 10. SSW mit schweren Blutungen am Wochenende abends im KH. Im Wartebereich saß eine weitere Mutter, die lebhaft ihrem Freund von den Vorzügen der dortigen Geräte ggü. dem Gerät des Frauenarztes vorgeschwärmt hat. Man würde viel mehr erkennen können und so eine Untersuchung zu bekommen wäre mit einer kleinen Ausrede doch recht einfach.
    Für jemanden, der direkt daneben sitzt und um das Leben des eigenen Kindes bangt, war es mehr als der blanke Hohn!

  16. Wer in der Notaufnahme aufschlägt, um:
    – das Geschlecht seines Kindes zu erfahren
    – schneller dranzukommen
    – Sonntags morgens um 3 weil seit 4 Wochen unklare Bauchsmerzen, die mal dringend abgeklärt werden müssen
    hat nur eines verdient: nen ordentlichen Einlauf vom behandelnden Arzt!
    Ich verstehe ja, dass man manchmal als medizinischer Laie einfach Angst hat, weil irgendwas nicht so ist, wie es sein sollte, aber Notaufnahmen missbrauchen geht einfach mal gar nicht!

  17. Ist es denn wirklich so, dass die im Krankenhaus das Geschlecht des Ungeborenen überprüfen und dann mitteilen müssen? Wie wollte man eine solche Verpflichtung denn begründen? Außerdem würde ich vermuten, dass die Gynäkologinnen im Krankenhaus auch nicht mehr sehen als die niedergelassenen. Will heißen, wenn die Hausgynäkologin das Geschlecht nicht erkennen kann, wird die Gynäkologin im Krankenhaus das doch aller Wahrscheinlichkeit auch nicht können.

    Dass es standardmäßig daran scheitert, dass die Hausgynäkologen nicht fünf Sekunden länger hinschauen wollen, bis das Kleine sich vielleicht nochmal bewegt und man mehr sehen kann, kann ich mir nicht vorstellen.

    Dass man das Geschlecht vorher wissen will, kann ich verstehen, aber es ist trotzdem ein Luxusproblem. Ich finde es absolut unmöglich, mit solchem Tüddelkram die Notaunahmen zu verstopfen, erst recht wenn es danach zu Erlebnissen wie dem von tanteepa kommt.

  18. Es kommen auch Menschen nachts um drei in die Notaufnahme mit:
    – juckendem Mückenstich – da kann ich nicht schlafen Frau Doktor….Danke, ich jetzt auch nicht mehr!
    – verstopfter Nase – mit verstopfter Nase kann ich nicht schlafen….schon mal Nasentropfen versuch? Nee, wieso?
    *Kopftischkante* gefällt mir in diesem Zusammenhang besonders gut! ;-)
    Ich liebe diesen Blog!

  19. Als Rettungsdienstler wundert einem (fast) gar nichts mehr.
    Trotzdem kann ich den Wunsch, das Geschlecht voher zu wissen, gar nicht nachvollziehen. Das ist mit ziemlich wurscht, Hauptsache, der Bub ist gesund ;-)
    Wir mussten und müssen uns auch jetzt wieder ständig rechtfertigen, warum wir das Geschlecht NICHT wissen wollen.
    Und ich war noch in keiner Klinik, deren Sonogerät in der NA mit dem unserer Frauenärztin mithalten kann.

  20. Ich glaube auch, dass das kein spezielles Frauen mit Baby im Bauch Problem ist. Eine Freundin, die Notärztin ist, wurde neulich beim RTW direkt mitangefordert, angeblich wegen Luftnot. Stellten sich dann als Schmerzen wegen eines (Achtung kein Witz!) eingewachsenen Zehennagels raus (Puls und Vitalzeichen völlig unauffällig). „Aber das tut so weh, wissen Sie, ich kriege wirklich kaum Luft deswegen, mir geht es ziemlich schlecht“.

    Ich persönlich denke: Als Schwangere, die auch noch nicht weiß, was es wird, es aber diesmal wissen wird: wie bekloppt muss man sein?

  21. Mein frühestes war ein ganz junges Pärchen (natürlich im Nachtdienst…), die 2 Tage nach dem Geschlechtsverkehr wissen wollten, ob sie schwanger ist und wenn ja, was es denn würde…. Was lernen die Kinder heute eigentlich im Bio-Unterricht?!?

  22. Unmöglich! Geht aber auch anders rum. In der 27., 28. Woche schwanger bekam ich vom Gyn eine Überweisung zum Fein-US in die Uniklinik. Zuhause las ich als Diagnose „V. a. intrauterine Mangelversorgung“ – hä? Davon hat er mir nix gesagt?! Ich war total durch den Wind, sah mich schon mit Kaiserschnitt und Extremfrühchen, hab noch mal in der Praxis angerufen und bekam zur Antwort „Wissen Sie, wir müssen da halt was draufschreiben. Freuen Sie sich doch, der Fein-US ist echt toll!“ *kinnladeklapp*
    Das WAR dann auch die Gyn-Praxis meines Vertrauens…

  23. Als eine, die in der 18.SSW mit Blutungen ins Krankenhaus kam und zwei Wochen dort verbringen musste, inklusive weiteren 4 Wochen auf dem heimischen Sofa kann ich nur sagen… nein, eigentlich kann ich dazu gar nichts mehr sagen. Mir verschlägt es die Sprache! Ich wäre so froh gewesen, dass Krankenhaus während der Schwangerschaft nur von weitem zu sehen und war natürlich froh, dass ich (tränenüberströmt) so nett und freundlich aufgenommen und sofort untersucht wurde – Wie kann ich mich dann, wenn ich nur das Geschlecht wissen will, als Notfall deklarieren und den ÄrztInnen Zeit und Geduld und den letzten Nerv rauben?!?
    Ich habe mich auch immer gewundert, warum ich bei den Ultraschalls, die ja in den zwei Wochen öfter kamen, immer gefragt wurde, ob ich schon weiß, was es wird: Ja, wusste ich, war mir aber egal! Ist nett, dass sie fragen, aber schauen sie bitte lieber, ob alles ok ist und das Baby da noch sehr lange drin bleibt!

  24. Bin auch gerade völlig schockiert, dass es so etwas wirklich gibt!
    Ich kann den Wunsch schon nachvollziehen, das Geschlecht des Kindes zu erfahren und ich hab mich auch über jeden Ultraschall, CTG etc gefreut, aber nur weil ich dann sehen konnte, dass es dem Kind gut geht. Aber deswegen rumzulügen oder in die Notaufnahme zu rennen, da fall ich echt vom Glauben ab. Wie dreist kann man sein!

  25. Über die Dreistigkeit, Beschwerden vorzuschieben, möchte ich mich jetzt gar nicht weiter auslassen, sowas geht natürlich gar nicht.
    Was aber grundsätzlich die KKH-Ärzte angeht, habe ich andere Erfahrungen gemacht.
    Beim ersten Kind war ich im Urlaub in der 16. Woche im KKH wegen akuter Beschwerden. Die Ärztin meinte, ohne dass ich irgendwas davon gesagt hatte, dass sie das Geschlecht leider noch nicht sicher erkennen könnte. Ich hatte den Eindruck, wenn die SS weiter fortgeschritten gewesen wäre, hätte man es mir ungefragt verraten.
    Beim zweiten Kind war ich in der 26. Woche wegen Verdacht auf Wehen im örtlichen KKH, da meine Ärztin Urlaub hatte. Beim Ultraschall wurde gefragt ob ich denn das Geschlecht schon wüsste und dann auch nochmal das Outing meiner Ärztin bestätigt.
    Ehrlich gesagt verstehe ich es auch nicht: Wenn eine Schwangere offenkundig wirklich einen berechtigten Grund hatte, im KKH aufzuschlagen, warum man dann partout trotzdem das Geschlecht nicht verraten will. Was vergibt man sich denn als Arzt dabei, wenn man einer Schwangeren zuerst (hoffentlich) ihre Sorgen nehmen kann und ihr im Anschluss auch noch eine Freude macht?

    • Und woher weiss ich, WER Sorge hat und wer einfach nur neugierig ist? Steht am Patient leider nicht dran….

  26. Leute, vlt. braucht das Internet einfach ein paar „Gegengeschichten“ zu denen die MaraEnd gefunden hat. Oder sagen wir ergänzungen. .Vlt. Gehören in diverse Foren wo solche „Tipps“ gegeben werden einfach ein paar aktuelle Erfahrungsberichte mit “ hab den tipp versucht, musste ewig in der notaufnahme warten und die ärztin hat auch nix gesehen. War totale zeitverschwendung und irgendwie schon peinlich (….) zwischen den echten notfällen zu sitzen denen es echt nicht gut ging.“ Vielleicht stimmt ja sogar noch die ein oder anderen zu, dass es ihr auch so erging.
    Sowas zu schreiben geht genauso schnell wie hier einen kommentar zu hinterlassen und könnte entgegen der reinen empörumg vlt. Wirklich noch jemanden davon abhalten vieler leute zeit zu verschwenden.. :-)

  27. Oh ja, diese Supertipps habe ich in meinen Schwangerschaften zur Genüge gesehen. Leider waren sie denen, die sich offen dagegen aussprachen, zahlenmäßig überlegen. In der 1. SS musste ich auch mal nachts in der Klinik aufschlagen – so üble Schmerzen, dass ich dachte, das Kind schafft’s direkt durch die Bauchwand. Angerufen, sollte vorbeikommen. Bis wir da waren, hatten sich die Beschwerden deutlich gebessert, was mir unheimlich peinlich war, obwohl ich nichts dafür konnte. Niemals hätte ich da noch nach dem Geschlecht gefragt! Schon allein, um nicht mit eben jenen Damen auf eine Stufe gestellt zu werden. Mich hat damals nur irritiert, dass eine Schwester meinte, wir sähen „nicht so“ aus, was ich nicht ganz verstand, aber mit dem BabyTV-Hintergrund ist das wohl gut erklärt. Immerhin war man im KH so clever, mehr als nur die Bauchvorderseite zu schallen und so trotz, dass die Akutsituation vorbei war, eine Diagnose zu stellen. Wäre bei der Hausgyn leider nicht passiert.

  28. Wundert mich nicht. Meine Frauenärztin meinte zu mir das ich ja „entspannter als die durchschnittliche Schwangere bin“
    Dabei hab ich lediglich das Kassen-Vorsorgeprogramm durchgezogen + Vorsorge bei der Hebamme. Und ich wollte kein CTG „weil man das halt so macht“.
    Wenn einen das schon heraushebt, herzlichen Glückwunsch.

  29. Naja, ich gebe zu, die Frage hab ich in so ner Situation auch schon mal gestellt, aber: Eigentlich wollte ich nur zu ner normalen FÄ um nachschauene zu lassen, dass das Krümelchen (18.Woche) den Stress der letzten Tage (Tod des Schwiegervaters, versuchte Rea, ihn dafür noch eigenhändig aus dem Bett gewuchtet) gut verkraftet hat. Hab mich da natürlich schon wegen leichter Bauchschmerzen verrückt gemacht. Die FÄ, die ich angerufen hatte (waren natürlich auch nicht im Heimatort, sondern 500 km entfernt) meinte auf die Schilderung hin, ich solle doch lieber ins KH. Gut sind wir dort halt hin, und NACHDEM klar war, dass alles OK ist hab ich dann doch mal gefragt, ob man zufällig was erkennen konnte. Vorher hatte ich echt andere Sorgen – aber neugierig ist man halt trotzdem.
    Ich hoffe, das hat damals niemand in den falschen Hals gekriegt…

  30. Ja, das habe ich auch schon so einige Male gelesen, eben in den einschlägigen Foren etc. Allerdings kriegen die, die das verzapfen, meist auch dort schon ein Paar deutliche Takte dazu gesagt, bzw. geschrieben. Sind nicht alle doof :-)

    Ich hab mein Outing aber auch im Krankenhaus bekommen als ich zum Feinultraschall dort war. Und zwar nicht mit langweiligem „zwischen-die-Beine-gucken“ sondern durch das Betrachten der inneren Organe meiner Zwillingsdamen. Das war SO cool!

  31. Meine Fresse! Ich war eigentlich das Gegenteil, möglichst wenig Ultraschall, Geschlecht bittedanke erst bei der Geburt erfahren.
    Wegen dünnem Kind und wenig Fruchtwasser und dem darauffolgenden Aktionismus der Ärzte hatte ich dann genug Ultraschalle für fünf weitere Frauen. Das Geschlecht hab ich übrigens tatsächlich erst bei der Geburt erfahren, das konnte man nämlich auch trotz superduper Ultraschall nie erkennen. ;-)

  32. Ich bin auch seit 2 Monaten Assi in der Gyn und mein Problem ist einfach: Ich bin froh wenn ich die Fetometrie (Gewichtsschätzung) einigermaßen hinbekomme, lernt man ja nicht im Studium und die überarbeiteten Kollegen haben auch keinen Bock einem das Ultraschallen richtig beizubringen, dass ich sowas wie das Geschlecht einfach noch nicht sicher erkenne. Mein Spruch ist dann immer: „Kann man leider nix sehen, das Baby hat die Beine über einander oder zu 50% wirds nen Junge.“ :D Dabei bin ich einfach nur zu blöd das zu erkennen.

  33. Sowas würde mir im Traum nicht einfallen. Vielleicht bin ich da zu blauäugig aber ich kanns nicht fassen, dass solche „Tipps“ verbreitet werden.
    Ich musste mal nach nem Sturz vom Pferd auch in die Notaufnahme (schwere Beckenprellung und Verdacht auf innere Verletzungen) und kam mir so doof vor, weil neben mir ein Mann mit blutüberströmter Hand wartete. Von daher neverever als vorgetäuschter Notfall ins KH.

  34. Ich hatte 4 Wochen vor dem errechneten ET ein Ziehen im Bauch. War unsicher, ob ich in die Klinik soll. Am Abend ist es schlimmer geworden, also doch ab in die Klinik. Ich dachte, es geht los. Am CTG – kein Herzschlag gefunden. Kommt vor. Am US – kein Herzschlag. Plazentaablösung. Mein Baby war tot.
    Wenn ich das hier lese, kommt mir echt die Galle hoch!

  35. Bin in der 10. SSW mit Rettungswagen ins Krankenhaus gekommen, weil ich tatsächlich sinnflutartige Blutungen hatte und das Kind dann tatsächlich verloren habe. Aber selbst da hatte ich schon ein schlechtes Gewissen den RTW gerufen zu haben….wenn man dann sowas hört…einfach nur UNGLAUBLICH!

  36. Hi ich habe eigentlich so gar nix mit kindern und so zu tun, aber du schreibst so herrlich, dich muss ich einfach lesen!
    Vielleicht kannst du mich auch verlinken? So gehts patienten in hiesigenr notaufnahme.

    ——————————————————————————————
    Hallo dassteph – Verlinkungen in der Antwort nehme ich generell raus – man kann Deine Homepage bei Verlinkung ja über einen Klick auf Deinen Namen vollführen. Die Bitte um Verlinkung in Blog-Antworten fallen in der Bloggerwelt generell unter „Gegen die Nettiquette“. Nicht böse gemeint! VG, Josephine

  37. Also mein einprägenstes Erlebnis zu dem Thema wie wichtig das Geschlecht für die Eltern ist War wie folgt:
    Frau kommt mit Beschwerden in den KRS die auf Grund der Vorekrankungen auf eine Thrombose und evtl. sogar eine Lungenembolie hindeuteten. …Ärzte und Hebammen dem entsprechend in Alarmbereitschaft….Lebensgefahr wurde aus geschlossen. ..jetzt War endlich Zeit für den Ultraschall…einzige Kommentar der Eltern War ‚Super,dann kann Fr. Doktor ja gleich mal schauen was es wird. Das wissen wir aber noch nicht‘ Ich hab darauf erstmal gesagt das uns das aber mal so garniert interessiert sonder uns es wichtig wäre das es dem Kind erstmal gut geht… unfassbar so was

  38. In unsere Gyn-Ambulanz brachte der RTW spät abends mal ne „leichte Dame“, die mit REGELSCHMERZEN eingeliefert wurde.
    Die RTW-Mannschaft und wir von der Pflege wussten nicht ob wir lachen, weinen oder einfach nur mit den Kuriositäten dieser Welt abschließen sollten.
    Übrigends wurde die Frau untersucht und man fand natürlich nichts (außer Blut *g*).

    • Ich bin auch schonmal mit Regelschmerzen ins KH gegangen (worden). Ich hatte so starke Regelschmerzen, dass ich in Ohnmacht gefallen war, deshalb fuhr mich unsere Beratungsärztin ins KH. Dass dann nichts gefunden wurde, hat mich zwar beruhigt, aber mir war das Ganze unglaublich peinlich. Ich habe mich beim untersuchenden Arzt bestimmt drölfmal entschuldigt…

  39. Jetzt wird mir einiges klar!
    Bei der ersten Schwangerschaft hatte ich in der 19. Woche am Sonntagmorgen plötzlich regelmäßig wiederkehrende Unterleibsschmerzen. Da meine Mutter zwei Babys in der 22. bzw. 24. SSW verloren hatte, war ich alarmiert und ging in die NA. Dort war man zwar freundlich aber sehr reserviert. Alle Untersuchungen soweit ergebnislos – die Stimmung wurde schlechter. Bei der Ultraschalluntersuchung meinte die Ärztin: „Also, es wird ein Mädchen!“ Mein Mann und ich sahen sie ganz entsetzt an: „Aber wir wollten uns doch überraschen lassen!“
    Sie murmelte nur ein „Sorry“ und verschwand. Wenige Stunden später – die Schmerzen waren immer noch da – rief mich jemand aus dem KH an: Ich solle morgen früh gleich
    zu meinem Gynäkologen gehen und mir ein bestimmtes Antibiotikum verschreiben lassen – ich hätte laut Abstrich eine massive bakterielle Infektion.
    Beim dritten Kind (28.Woche) hatte ich zwei Tage lang nach eifrigem Reanimations-Training Unterleibsschmerzen, die teilweise so heftig (und regelmäßig wiederkehrend) waren, wie kurz vor der Geburt des zweiten. Meine Frauenärztin war im Urlaub, ihre beiden Vertreter hatten erklärten mir beide, ich solle doch einfach ins KH… tat ich dann auch. Die Hebamme war nett, die Ärztin allerdings auch sehr verwundert, dass ich nicht wusste, was es wird und auch nicht wissen wollte….
    Ich kann’s einfach nicht verstehen, warum da viele so scharf drauf sind. Oder gar mit dem Gedanken spielen, abzutreiben, wenn es das „falsche“ Geschlecht ist, oder den Arzt zu verklagen, wenn sich das Geschlecht nachher doch noch anders zeigt…(alles schon mitbekommen)

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