Familienausflug zum Gynäkologen

Das Eltern – wie HIER beim Kollegen Kinderdoc beschrieben – zu den U-Untersuchungen (heissen laut Wikipedia wirklich so! Warum eigentlich? Ist doch doppelt gemoppelt… *grübel*) gerne mal im Doppelpack auftreten, verstehe ich gerade noch so. Speziell Jungeltern sind ja noch sehr aufgeregt, und dann will der Papa auch mal wissen, wie das geht, und emanzipiert sein, sich engagieren. Find ich toll, wirklich!

Aber warum man (also: MANN) PLUS drei Kinder, männlich UND weiblich, im Alter von 3 bis geschätzt 10 Jahren mit Mama zur Krebsvorsorge kommen müssen, und Erstgenannter sich dann noch nicht einmal mit der Brut im Wartezimmer verweilen kann, sondern alle vier der Mama verträumt von unten in die … – na, ihr wisst schon – schauen müssen…

KopfkinoOn

„Papa – was MACHT die Frau da? Papa? Was tut die Frau der Mama da in die…“

KopfkinoOff

… DAS, ihr Lieben, versteh ICH NICHT! Wirklich nicht. KEIN bisschen!

Musste mal gesagt werden!

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26 Kommentare zu “Familienausflug zum Gynäkologen

  1. War die Brut m oder w? :D Bei den Mädels könnt ich es noch ansatzweise nachvollziehen, so nach dem Motto: Guck, tut nich weh! Aber bei Jungs? Und Mann a noch? Neee… könnt ihr die nicht rauskomplimentieren wenn es Muttern schon nicht tut?
    *kopfschüttelnd erstmal was trinken geht auf den Schock* :P

  2. *ieks* Ächt??? Ich schleppe meinen Anhang nirgendwo mit hin – weder zum Frisör, noch zum Zahnarzt, geschweige denn zu solchen Terminen. Ein wenig Privatsphäre – gerne auch ein wenig mehr – ist mir wichtig. Ich stelle es mir einfach nur fürchterlich vor, den ganzen Tag aufeinander zu hängen und den Partner dabei zu beobachten, wie er sich die Zähne putzt (ok, das geht zur Not noch) oder die Fußnägel schneidet. Und mal abgesehen davon hätten meine Familienmitglieder auch gar keine Zeit für solche „Ausflüge“ – wir haben zwar viel Familienzeit, aber zum Glück auch alle ein Eigenleben.

  3. Das frage ich mich auch so manches mal ;) Vielleicht sollen die Kinder auch mal Ärzte werden, und bekommen schon mal eine kostenlose Anatomiefortbildung.

  4. ich bin mama von drei kindern (inzwischen erwachsen) und Oma eines 18 Monate alten Jungen.
    Ich liebe meine Kinder und mein Enkelkind, nein ich LIEBE sie!!
    Aber… mal ehrlich am Klo und beim Gyn. das sind beides so Sachen da würde ich gerne den Mamamodus kurz wegzoomen und mal für ein paar Minuten nur ich sein :D

  5. Mag zwar merkwürdig erscheinen, aber vielleicht wird hier den Kindern nur vorgelebt, dass gesundheitliche Vorsorge völlig normal ist und selbstverständlich und angst- und schamfrei zum Leben gehört. Meins wäre es auch nicht, der gemeinsame Gyn-Besuch. Aber unsere Zahnarzt- und Friseurbesuche finden auch stets im Rudel statt und Kind 1-3 reißt je brav von Beginn an das Mäulchen auf bzw. sitzt still und erträgt stoisch das Geklappere mit der Schere.

    Ansonsten: die Vorsorgeuntersuchungen werden U1 bis U 8 benannt, dann die Jugend-Vorsorgeuntersuchungen. Diese Vorsorgeuntersuchungen sind also die „Us“, die U-Untersuchungen, o.k.?😉

  6. Vielleicht sollte ich spezifizieren: die anderen vier bekommen gemeinsam den Haarschnitt. Ich gehe alleine…

    • Ich hab auch immer alle mitgenommen, heute gehen sie längst allein oder miteinander ohne mich überall hin (Frisuer, Zahnarzt, Impfungen, Vorsorgeuntersuchungen), das Vorbild hat gewirkt ;)
      … und frau kann die Kinder ja auch am richtigen Ende positionieren, und so die Aussicht üben statt des Einblicks.

  7. ….iiieeehhh…ächt jetzt?? Ich gehe noch nicht mal mit allen fünf Kids + Mann zum Aldi einkaufen.. ;)) Sachen gibt’s!!!

  8. UAH! Gruselige Vorstellung! Mir hat es gereicht, dass mein Mann teils in der Schwangerschaft mit dabei war. Ihm aber glaub ich auch :D

  9. Hallo😳
    Das reicht wenn der/die gyn da hin/rein schauen!!!!!
    Und die Vergleiche Zahnarzt/Friseur ich bitte euch das ist doch was anderes!!!!!!😏
    Wenn ich richtig gelesen habe war das Kinder im Alter zwischen 3-10, selbst wenn es nur Mädchen waren braucht man denen das in dem alter wirklich noch nicht zeigen das da nix weh tut.

    Für mich ist das wie wenn ich zu Toilette gehe, das wird man wohl mal alleine dürfen.😏

    Meine Hebamme hat immer gesagt sie wüsste nicht warum Männer unter der Geburt bei dem Satz“ der Kopf ist zu sehen „immer hin schauen müssen anstatt das sie den Bereich so in Erinnerung behalten wie sie ihn doch kennen.
    Geh ja auch nicht mit zur Prostatauntersichung!!!!
    *kopfschüttel*

    • Vielleicht wollen die Papas ja auch das allererste Fitzelchen vom neuen Kind sehen? Und ganz ehrlich, wer eine natürliche Geburt und dafür vorher notwendige Aktivitäten in die gleiche Gehirnschublade tut, lädt sich noch ein paar mehr Probleme auf.

  10. ich musste auch erstmal überlegen wie ich das finde, aber tatsächlich stimme ich denen zu, die pro ent-schämen sind. die kinder müssen nicht dem arzt über die schulter schauen – aber vielleicht haben sie neugier geäußert und mama möchte nicht nur ihren töchtern vorleben, dass der weibliche genitalbereich nichts fieses ist (das halte ich für unerlässlich. was bringt, es, wenn die frauen der zukunft im reinen mit sich sind, wenn die männer der zukunft immer noch das weibliche genital für ein mysterium oder den vorhof zur hölle halten?!)
    prinzipiell aber frage ich mich, warum es uns überhaupt interessiert, was für entscheidungen in diesem fall andere eltern fällen? da können wir auch „mein kind dein kind“ schauen. so lange es nicht juristisch relevant ist, kann es uns doch weiß gott egal sein. zwingt uns ja niemand, das gleiche zu machen.

    • WARUM wir das tun?

      Weil es bequem ist, ein bisschen inkognito Voyeur zu spielen.
      Weil wir zuviel Zeit haben.
      Weil wir neugierig sind.
      Who knows?
      Wer weiß denn schon, ob und wer da aus Erfahrung spricht als virtuelle Identität?
      Vielleicht hat „Anna“ noch gar keine Kinder?
      Vielleicht ist sie gar „männlich“?
      Und/Oder kommt aus einem Gesundheitsberuf, findet ent-schämen (hübsches Wort!) sinnvoll und amüsiert sich ansonsten prima, was KollegInnen und Anspruchsgruppen so veröffentlichen?
      … und steckt ihre Energie jetzt wieder in sinnvolle Tätigkeiten? Zwingt uns ja niemand, alles zu lesen und zu kommentieren.
      Purer Luxus.
      *zwinker*

      • Es zahlt nur eben in eine Kultur der Beurteilung und Bewertung von Leben ein – von Entscheidungen anderer, die keinerlei Auswirkungen auf unser Leben haben. Und perpetuiert die besonders unangenehme Praxis des Mütter-Kampfes. Ganz ohne Zwinkern.

  11. Als Alleinerziehende muss ich Mini (5) halt zu jedem Arztbesuch mitnehmen – habe ja selten ohne Mini frei. Aber seit zwei Jahren wird er im Besprechungszimmer mit einem Buch auf einem Stuhl positioniert, die Tür wird angelehnt und er kann mich rufen, wenn was sein sollte (ok, ist nicht toll wenn man beim Gyn ist und Abkömmling ruft „Mamaaaa, muss Pipiiiii“. Erstens fehlt bei ihm immer das Verb *amKopfkratzundsichfragt, woherdaskommt?* und zweitens kann sich ja jeder bildlich vorstellen, dass sich mein Blutdruck mal flugs eine Etage höher angesiedelt hat).
    Egal, mitnehmen ja (muss ja) aber nicht bis zum bitteren Ende durchziehen. Das brauche ich nicht.

  12. Wäre nicht meines … aber ich hab auch nicht Schwiegermutter, Mutter, Schwestern, Tanten, Schwägerin und beste Freundin bei der Geburt des Sprösslings dabei haben wollen …

  13. Bei mir (auch Frauenärztin) hätten Papa und Kinder zu einer normalen Untersuchung nicht mit ins Sprechzimmer gedurft – es gibt Grenzen und genug Platz im Wartezimmer! Keine Diskussion!
    Beim „Babyfernsehen“ (Schwangerschaftsultraschall) ist es was anderes, das finden die Geschwisterkinder meist toll und die Mama ist auch nur „bauchfrei“. ;-)

  14. Seit ich im Internet (ohne eigenes Verschulden…sprich, ich hab nicht danach gesucht) ein Bild gefunden hab, bei dem eine Frau mit frisch rausgeplopptem Säugling in der – augenscheinlich zu Hause aufgebauten – rotbraun gewässerten Geburtswanne hockt…mitsamt Mann und den zwei älteren Geschwistern(5-8 Jahre) geschätzt mit drin….glaub ich alles *umfall*

  15. Falls die Geschichte denn wahr sein sollte: Mich erstaunt viel eher, dass du, Josephine, sie nicht konsequent wieder vor die Tür gestellt. Als Arzt kannst du mitbestimmen, wen du bei der Untersuchung da haben willst/musst, und wen nicht. Wenn es dich stört – ab ins Wartezimmer! Es ist ja deine Praxis oder dein Arbeitszimmer.
    Du bist ja nicht Ms. Rehlein und sonst auch nicht soo wehleidig, oder? Sich dann im Nachhinein im Netz drüber auszulassen, ist naja.
    Es sei denn, du warst zu baff, um überhaupt zu reagieren :D.

  16. Ist es nicht sogar geboten, dass der Arzt oder die Ärztin mal alleine mit der Patientin sprechen kann? Und das auch durchsetzt. Es gibt einfach Themen, die spricht kein Patient / keine Patientin in Gegenwart von anderen an.

    – Ich weiß. es gibt da einen Grenzbereich: Bei meinem ersten Frauenarztbesuch hat sich der Arzt auch danebenbenommen – und das habe ich erst danach so richtig realisiert. Ich kannte ja noch nichts. Da hätte ich mir sicher nicht meine Mutter (oder Geschwister oder oder) dabei gewünscht, aber doch vielleicht eine Assistentin. Dieser Arzt hat mich danach nicht mehr gesehen und ich habe auch keine Traumata davongetragen, das hätte auch anders ausgehen können.

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