„Es gibt leider Tage, an denen es nichts zu lachen gibt“

Selten stimme ich mit Stefan Raab überein, heute schon (siehe Zitat-Überschrift).

Dieses Foto fand ich heute beinahe das Schlimmste im grausamen Sammelsurium der Geschehnisse um den Absturz des Germanwings-Airbus:

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Wie unvorstellbar, am Flughafen zu stehen, voll Vorfreude auf den Mann, die Schwester, den Freund, die Mutter, das Kind – und die Maschine kommt nicht. Nicht mehr. Nie mehr.

Meine Gedanken sind bei den Familien und Freunden der 144 Passagiere und 6 Crew-Mitglieder.

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10 Kommentare zu “„Es gibt leider Tage, an denen es nichts zu lachen gibt“

  1. Das Allergrausamste ist: jeder ist in seinem Leid erstmal allein. Jeder der Angehörigen. Trotz aller Anteilnahme kann der größte Wunsch dieser Menschen, die Angehörigen wieder lebendig zu sehen, nicht erfüllt werden. Das ist furchtbar!

  2. Den schlimmsten Kommentar habe ich heute von jemandem gelesen, den ich für einen Soziopathen halte.

    „Doing the Happy Dance. Finally another plane crash. I love them. I’m so happy right now. Do you know what happened?“

    Auf meine Bemerkung, dass das mehr als nur ein wenig unpassend angesichts von 150 Toten ist, kam zurück: „Ich geb nen Scheiß auf Moral. Kannste behalten“

    Hab ich dann auch. Via Blockfunktion.

  3. Was mir nach der Nachricht, dass eine Schulklasse an Board war vorhin ständig durch den Kopf ging ist dieses grausame Gefühl, dass die Eltern haben müssen – sich vorzustellen wie die letzten Momente der Kinder waren, welche Angst sie ertrage mussten und man selbst konnte nicht da sein, gar nichts tun. Wie grausam, einfach nur unbeschreiblich schlimm. Ich habe ein sehr krankes Kind zuhause, das auch dem Weg der Besserung ist. Aber er hat Krebs (Morbus Hodgkin) und die Angst ist immer da. Ich habe mir schon so viele Szenarien vorgestellt, wenn ich es nicht schaffe es weit wegzuschieben. Aber ich kann auch im schlimmsten Fall da sein, ihn halten, ihn begleiten – man kann Abschied nehmen, wenn es zum Äußersten kommt. Das können all diese Menschen nicht – das finde ich am allerschlimmsten.

    • Genau das dachte ich auch. Unvorstellbar schlimm, und diese Gedanken verfolgen einen wahrscheinlich lebenslang. Ich weiß noch nicht einmal, ob ich es tröstlich fände, Überreste zu erhalten, oder ob es das Ganze noch schlimmer machen würde… das ist einfach unglaublich bestürzend.

  4. Da hast Du mit wenigen Worten den Nagel auf den Kopf getroffen.
    Ich bin selber Flugbegleiterin und finde keine Worte für das, was da heute passiert ist.
    Genau das Bild von der Anzeigetafel hat mir auch die meiste Gänsehaut über den Rücken gejagt.
    Der Flug wird niemals ankommen.
    Niemals niemals.
    RIP 4U9525

  5. Flugzeugunglücke sind grausam – so selten, und wenn, treffen sie mit voller Wucht.

    Ich hoffe, dass die Ursache(n) für diesen Flug gegen die Berge gefunden wird/werden. Das macht zwar niemanden lebendig, hilft aber hoffentlich, weitere Opfer zu vermeiden.

  6. Pingback: *** 4U9525 *** | Spätlese trocken

  7. Auf die Gefahr hin, dass ich mich unbeliebt mache:
    Der Absturz ist eine große Katastrophe, und wie es den Angehörigen geht, mag ich mir nicht vorstellen – eine gute Freundin ist diese Strecke nur kurz vorher auch geflogen, da wird es einem anders. Aber auch wenn der Copilot der Verantwortliche dieses Unglücks ist – seine Verwandten, Freunde, Bekannten sind es, die mir am meisten Leid tun. Jeder andere kann sich mit dem Gedanken trösten, dass es ein Unglück war. Aber wie gehen diese Leute jetzt mit dem Unglück um? Sie werden sicher trauern, denn auch sie haben ein Kind/einen Freund/einen lieben Menschen verloren. Aber wer soll bitte ihnen helfen? Auch wenn es Trauerbegleitungen gibt und Selbsthilfegruppen – es kann doch niemand hingehen und sagen „Ich trauere um mein Kind, dass willentlich in seinen Suizid noch 149 weitere Menschen hineingezogen hat“. Und auch wenn der Name eventuell/hoffentlich in den Medien verändert wurde – das Umfeld wird sich seinen Teil denken können. Und die Schuld wird auch immer bleiben, man hätte eventuell ja etwas bemerken können.
    Irgendwann werden die Angehörigen der unzähligen Opfer auch wieder auf schöne Zeiten mit ihren Lieben zurückblicken können, auf glückliche Erinnerungen. Und dies wird der Familie nie vergönnt sein. Denn er war es, der eine Schulklasse in den Tod stürzte.
    Ich weiß nicht, ob ich mit solchen Gedanken, der gefühlten Schuld, leben wollen würde oder könnte.

    … und diese Menschen werden vergessen. Denn auch wenn ihr Kind/Freund den Absturz verursachte, einen geliebten Mensch verloren auch sie.

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