Gerücht oder Wahrheit

In den Antworten auf mein letztes Blogpost wurde mir mal wieder klar, dass es noch viele ungeklärte Dinge zwischen medizinisch tätigen Menschen und Schwangeren samt deren Umkreis gibt. UNGLAUBLICH viele Dinge! Hier der Versuch, ein wenig Licht in diese unendliche Diskussion zu bringen… :)

Gerücht: Frauen werden gezwungen, während der Geburt auf dem Rücken liegend zu entbinden!

Wahrheit: Die meisten Frauen landen früher oder später freiwillig auf dem Rücken! Und zwar völlig ohne Zwang durch Hebamme oder Geburtshelfer(in). Wenn ich für jedes Wort, dass ich gegeben habe, um eine Schwangere zum Entbinden in den Vierfüssler zu bekommen, oder auf den Hocker, oder wherever – einen Euro bekommen hätte, ehrlich, ich bräuchte nie wieder arbeiten gehen!

Gerücht: Alle Frauen bekommen aus lauter Bosheit/ Langeweile/ dümmlicher Bürokratie Blut abgenommen und Braunülen gelegt!

Wahrheit: Über das Blut kann man eventuell streiten, solange die Frauen tatsächlich eine komplett unkomplizierte Schwangerschaft hinter sich haben. Manchmal ist es jedoch gar nicht schlecht, auch bei solchen Frauen ein Vergleichslabor zu haben. Zum Beispiel bei vorzeitigem Blasensprung, um rechtzeitig eine aufsteigende Infektion abzuschätzen. Oder weil der Anästhesist zum Legen der PDA gerne noch mal auf die Gerinnung geschaut hätte. Was die Braunüle angeht – ja, die meisten Frauen brauchen sie nicht. Aber wer schon einmal bei einer Frau im akuten (Blutungs)schock, oder kurz vor Notsectio versucht hat, schnell-schnell eine Viggo (= venöser Zugang) zu legen, oder wer weiss, wie lange es dauern kann, dieses vermaledeite Ding drin zu haben, wenn sich die kindlichen Herztöne gerade im Sinkflug befinden und man leider keine Bolus-Wehenhemmung spritzen kann, der ist auch bei diesem Thema eher unumgänglich…

Gerücht: Alle Frauen können ohne PDA entbinden!

Wahrheit: Stimmt! Oder besser gesagt: alle Frauen könnten ohne PDA entbinden. Haben unsere Vorfahrinnen immerhin tausende von Jahren hindurch getan. Die Wahrheit ist: es gibt immer noch mehr als genug Schwangere, die partout NICHT ohne PDA entbinden WOLLEN! Die schon nach dem Anästhesisten brüllen, bevor sie überhaupt den Kreißsaal erreicht haben. Die weder in die Badewanne noch laufen noch hocken noch sonst etwas wollen – NUR Schmerzstillung. Denen kannst Du die Geschichte vom Pferd erzählen, oder dich auf den Kopf stellen und mit den Ohren wackeln – völlig egal! Die sind absolut unzugänglich für jedwede Zuwendung.

Gerücht: „Im Krankenhaus kann AUCH viel schief gehen!“ (Bezug nehmend auf Hausgeburt vs. Krankenhausgeburt)

Wahrheit: Bei Geburten schlechthin kann IMMER etwas schief gehen. Es gibt keinerlei Garantie auf komplikationsloses Entbinden, egal, wie schön die Schwangerschaft davor war, wie groß oder klein das Kind, wie oft Mama schon geboren hat und wann und wie. Geburt ist wie spazieren gehen auf der Autobahn (DANKE für diesen Vergleich :)), aber wer im Krankenhaus entbindet, spaziert im von der Polizei abgesicherten Bereich. Selbstverständlich kann auch da jederzeit ein verrückter Raser oder ein schlafender Brummifahrer in einen hineinkrachen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass es gut geht, liegt einfach deutlich höher!

WENN bei einer Geburt im Krankenhaus etwas schief geht, dann ist es meist menschliches Versagen – weil keiner gemerkt hat, wie schlecht es dem Kind geht. Weil zulange zugewartet wurde. Gefahrensituation nicht erkannt, etc. pp.

Wenn bei einer Hausgeburt etwas schief läuft, dann ist es oft Schicksal: Vorzeitige Lösung, Nachblutung, Kind passt nicht, Nabelschnurvorfälle – so etwas eben. Dinge, die für die hohe Säuglingssterblichkeit der vergangenen Jahrtausende verantwortlich waren. Ich habe schon etliche Geburten miterlebt, wo das Kind tatsächlich nur deshalb wohlbehalten zur Welt kam, weil man eben die Möglichkeit hatte, binnen Minuten einen Kaiserschnitt durchzuführen. Weil der Nabelschnurknoten sich zugezogen hatte. Oder der Mutterkuchen vorzeitig gelöst war. Oder die Nabelschnur vorgefallen. Undenkbar, wenn man in solch einer Situation erst mit der Frau in den Rettungswagen müsste, dann ins Krankenhaus, dann in den OP, dann Anästhesie….

Ich bin kein Gegner der Hausgeburt – wer es möchte, darf es gerne tun. Aber man muss sich einfach darüber im klaren sein, das ein größeres Restrisiko für Komplikationen besteht, als bei einer Krankenhausgeburt. Klar – wenn es gut geht, sind alle froh, aber wehe, es passiert etwas…

Gerücht: Ärzte machen gerne Kaiserschnitte.

Wahrheit: Jein. Ärzte operieren vielleicht gerne – aber mal ernsthaft: eine Sectio ist nach dem gefühlt zwanzigsten Mal nicht mehr so richtig spannend. Also – vom operativen Anspruch her. Okay – Anfänger finden das noch super, aber die finden es auch super, einen Eiterpickel so richtig mit örtlicher Betäubung und scharfen Löffel aus dem Hintern zu prockeln. Da wird alles, was nicht bei drei aus dem Haus ist, operiert. DIE dürfen aber noch garnicht alleine entscheiden, ob sectioniert werden soll und wenn ja, ob SIE auch operieren dürfen. Fakt ist: etliche Frauen kommen und WOLLEN eine Sectio. Wegen des schönen Geburtsdatums (6.6., 7.7., 8.8., usw), der Wetterlage, des Gatten Urlaub, des Sternzeichens, oder auch simpel weil „kein Bock mehr!“.

„Und wenn SIE das nicht machen, dann gehen wir eben ins Krankenhaus ans andere Ende der Stadt!“ – Jawoll, ist recht! Sieht leider nicht jeder Chef so, denn…

Gerücht: …Sectiones bringen mehr Geld als Spontangeburten

Wahrheit: Stimmt! Aber wenn überhaupt, hat nur der Chef etwas von dieser Regelung. Und heutzutage eigentlich auch nicht mehr wirklich, denn die OPs werden über das Haus abgerechnet und beeinflussen das Chefgehalt nur in Bezug auf den Privatpatientenstatus. ICH zumindest habe noch nie einen Gehaltsscheck erhalten, auf dem „Zweitausend Euro Extra-Zahlung wegen zahlreich durchgeführter Kaiserschnitte“ gestanden hätte…

Gerücht: Gynäkologen sind schnell mit der Sectio bei der Hand, wenn es was schwieriger wird.

Wahrheit: Das Showbiz ist ein gefährliches Pflaster. Und es gibt Situationen, in denen nicht klar ist, wie die ganze Nummer ausgeht. Beispiel: Kleine Frau, bisschen muckelig, erstes Kind, 4000 g geschätzt. Geburtswege eng. Jetzt ist nach langem hin und her der Muttermund vollständig, aber das Köpfchen noch SAUWEIT hoch. Dafür wird das CTG gerade seltsam, die PDA lässt nach und Frau schreit nach Entbindung. Was jetzt? Ziehen oder schneiden? Die Frau will spontan, allerdings JETZT und SCHNELL und am besten auch noch ganz schön schmerzfrei. Aber was, wenn die Glocke abreisst? Die Schulter stecken bleibt? Wenn das Köpfchen gar nicht tiefer kommt? Oder tiefer kommt, und man DOCH sectionieren muss? Wer schonmal ein Köpfchen von Beckenboden zurück auf Sectio-Höhe geschoben hat, der weiss, wie unangenehm das ist. Vor allem für das Kind…

Und wenn man dann doch von unten probiert und es geht schief und dem Kind passiert etwas? DANN wird geklagt. Weil man doch der Arzt ist. Und es besser hätte wissen müssen. Und die Frau unter Geburt sowieso völlig entscheidungsunfähig ist. SUPER ist das – und im Zweifel steht man mit einem Bein IMMER im Knast…

Gerücht: Einmal komplikationslos geboren – IMMER komplikationslos geboren!

Wahrheit: Ähm ja – einmal auf der Autobahn spazieren gegangen und beim zweiten Mal trotzdem überfahren worden…

Gerücht: Je mehr Kinder eine Frau geboren hat, desto unkomplizierter wird alles

Wahrheit: Leider nicht. Das Risiko einer steckenbleibenden Schulter oder schlimmen Nachblutung steigt tatsächlich mit der Anzahl der vorausgegangenen Geburten.

Gerücht: Es gibt keine geplanten Kaiserschnitte an Wochenenden und Feiertagen, außerdem auf gar keinen Fall nach 16 Uhr, weil Ärzte faule Arbeitsverweigerer sind.

Wahrheit: Jein! Es gibt diese geplanten Sectiones tatsächlich nicht innerhalb o.g. Zeiten. Was aber nichts mit ärztlicher Verweigerung zu tun hat (schließlich sectionieren wir ja auch ungeplant an Sonn- und Feiertagen) sondern damit, dass außerhalb der regulären OP-Zeiten eben nur die Notbesetzung da ist. Und zwar nicht nur bei uns, sondern auch im OP und bei der Anästhesie. Und die alle haben hin und wieder tatsächlich auch anderes zu tun – wie Unfallopfer operieren. Oder gestürzte Rentner. Platzende Blinddärme, Darmverschlüsse, Knochenbrüche. Ja, es gibt auch ein Leben ausserhalb des Kreißsaals!

Gerücht: Das Geburstpersonal in jeder beliebigen (deutschen) Klinik ist schlussendlich nur darauf aus, es den Schwangeren so unangenehm wie möglich zu machen! Hinterrücks überfallen wir die wehrlosen Frauen mit Nadeln und Zugängen, werfen sie aufs nächste Kreißsbett, wo sie in Rückenlage gefesselt und ans CTG gekettet werden. Nach spätestens zwei Stunden erfolgt die Überführung in den OP, wo schnellstmöglich ein Kaiserschnitt durchgeführt wird. IMMER in Vollnarkose. Anschließend hauen wir unsere durch diese heimtückische Aktion unfair erworbenen Millionen in der Kneipe gegenüber auf den Kopf.

Wahrheit: Okay – ihr habt uns durchschaut… ;)

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91 Kommentare zu “Gerücht oder Wahrheit

  1. *g* Ärzte: Im Rudel mörderischer als eine ganze Armee…

    *duck*
    OK OK OK…bin schon still und geh ja wieder.. musst mich nicht gleich mit ner Bettpfanne verhauen…. ;-)

    • *Schmunzel*
      Meine Mutter war 40 Jahre lang Klinikhebamme. Ich finde viele Ihrer kleinen Bemerkungen in dem Text wieder. Und ich hab bei meinen Entbindungen ähnliche Erfahrungen gemacht. :-D
      Frau Dr. Chaos: Weiter so!

  2. Schön geschrieben, ich hab gelacht :-D

    Zu dem Thema „früher haben die Frauen auf dem Feld entbunden und dann weiter gearbeitet“, wie es einige ja immer wieder sagen, hat eine Kollegin mal sehr schön in zuckersüßem Ton geantwortet: Ach, und wenn Du Dir das Bein brichst, soll ich es Dir dann wie früher mit nem Ast und nem Strick schienen, oder möchtest Du doch lieber ins Krankenhaus?
    Hat gesessen .:-D

    • Ja, diese „auf dem Feld geboren“-Sprüche kenne ich auch. Man kann die recht einfach über Statistiken über Kinder- und Müttersterblichkeit von „früher“ entkräften. Oder diese Nicht-Impftheorien mancher… Danke, ich bring lieber ALLE meine Kinder bis zum Erwachsenenalter durch.

  3. Danke für den post, ich wusste schon gar nicht mehr was ich zu den vielen kommentaren deines vorhergehenden eintrags sagen sollte…
    Den Vergleich mit der Autobahn fand ich auch gut… Bei mir hätte es auch gecrasht.

  4. Ja, nicht zu vergessen:

    Ich habe schon 3 Kinder bekommen… Ich war bei allen Geburten meiner Frau/Familie/Enkel/Schwestern usw… dabei und weiß deshalb Bescheid.

    Ja, ich war schon mind 50x beim Friseur und habe auch oft dabei zugesehen wie andere frisiert wurden, trotzdem will niemand wirklich von mir ne Frisur gefärbt, gewickelt und geschnitten bekommen. Außerdem bin ich auch schon xmal in Urlaub geflogen (mit den schönen neuen Frisuren) und trotzdem lässt mich niemand ins Cockpit um den nächsten Urlaubsjet Richtung Malle zu fliegen.

    Ehrlich, liebe Kundinnen: persönliche Erfahrungen befähigen zu NIX.

    eine Hebamme :)

  5. Ich bin bei meiner ersten Entbindung (2003) tatsächlich mehr oder weniger dazu verdonnert worden auf dem Rücken liegend zu entbinden. O-Ton Hebamme „das geht jetzt nicht mehr anders wegen der PDA“. Es war ätzend. Kind 2 und 3 kamen auf dem Gebärstuhl/ bzw halb stehend OHNE PDA auf die Welt. Das war 1000x besser. Mich hat man bei den letzten beiden Entbindungen erst nach der Geburt ins Bett und auf den Rücken bekommen.
    Danke für die Aufklärung und liebe Grüße!

    • Ich hätte auch liebend gern auf der Seite liegend entbunden. Wurde mir nicht gestattet. „Müssen Sie jetzt schon pressen? Na, dann drehen Sie sich mal auf den Rücken!“ – „Och nee!!“ – „Doch!!!“ Es war entsetzlich, ich habe keine Luft mehr bekommen, konnte deshalb kaum pressen, und letztendlich kam das Kind mit der Saugglocke. Nicht schön.
      Nie wieder in DIESES Krankenhaus…

  6. Servus, fehlt in diesem Satz hier: „Wenn ich für jedes Wort, dass ich gegeben habe, um eine Schwangere zum Entbinden in den Vierfüssler zu bekommen, oder auf den Hocker, oder wherever – ehrlich, ich bräuchte nie wieder arbeiten gehen!“ nicht irgendwo so etwas wie „1 EUR bekommen hätte“?

      • Aber der Vergleich hinkt schon. Ich habe beide „Berufe“ geliebt. Die außerklinische Hebamme und die klinische. Die Mütter der beiden Gruppen zu vergleichen ist wie Äpfel und Birnen zu vergleichen. Die außerklinischen Mütter sind so ausgewählt im Gegensatz zu den klinischen. Außerdem, wenn wir ehrlich (unter uns Fachleuten :) ) sind, zeichnet sich oft früh durch kleine Nickligkeiten ab wo es unter der Geburt haken könnte. Und da muss man draußen eben ehrlich zu sich sein und sich nicht überschätzen. Das heißt eben auch in Kauf nehmen das einen die Eltern während dessen oder auch nachher verfluche weil man ihre Träume nicht umsetzen konnte. Ja, alles schon dagewesen. Aber es heißt eben Geburt und nicht Wunschkonzert.
        Und innerklinisch… na ja. so viele Pathologien sind so was von „Hausgemacht“. Und damit meine ich nicht die KRHs sondern die geforderten mediz. Standards in der Geburtshilfe überhaupt. Das weißt du und ich und jeder der damit zu tun hat. Dieses System wird finanz. so zusammenbrechen und die Frauen werden das ausbaden….

  7. Liebe Josefine, danke für diese schöne Aufklärungsseite. Besonders zum letzten Thema Gerüchte möchte ich noch meinen Senf dazu geben. Bei uns in der Klinik ging es noch schlimmer zu: wenn man den Schilderungen glauben darf, gab es in all den Jahren – ich war immerhin 8 Jahre dort – nicht eine unklompizierte, „normale“ Entbindung. Entweder wurden die Frauen mindestens 3 Tage lange bei Wasser und Brot (oder ohne alles) ans Kreissbett gefesselt oder wir haben sie an der Türe abgewiesen und sie haben dann keine 5 Minuten später auf dem Parkplatz alleine und ohne Hilfe ihr Kind bekommen, und das nur, weil wir keine Lust hatten, Ihnen zu helfen.
    Bitte weiter so, das Buch habe ich nahezu ohne Pause durchgelesen und hatte anschließend Muskelkater vom Lachen. Liebe Grüße von Claudia, die heute DIenst in der Gynäkologie einer Notfallpraxis schiebt ……. ein interessantes Terrain für weitere Kapitel.

  8. Hihi, im ersten Gerücht/Wahrheit-Paar hab ich mich sooooooo wiedererkannt. Die Hebamme meinte noch zu mir „Versuch doch mal Vierfüßler, da kannst du besser mitdrücken.“ Und ich nur „Neeeeeeeeeeein, ich bleib hier liegen, komme was wolle, es hat 35 Grad und es drüüüüüüüüüückt so schlimm, ich beweg mich KEINEN Zentimeter.“
    Und er war auch so dann recht schnell und problemlos draußen.

  9. so, dann weiß ich bescheid.. ;-)) danke, dass du es auch mal aus deiner bzw. der mediziner-sicht geschildert hast.
    und wie jetzt, ihr fesselt nicht jede gebärende aufs bett…sach mal *tststs* :-)

    als ich bei meiner 5. geburt eine pda wollte – die erste wohlbemerkt!!! – hat mir der seeeehr nette *ironie* russische gyn im kreissaal einen vortag gehalten, dass ja wohl andere frauen das auch ohne können und/oder gleich auf dem feld gebären…ähm JA! danke auch, genau DAS wollte ich in der situation hören…danach hat er mich übrigens gefragt, ob wir mitglieder einer sekte wären, in der die verhütung verboten ist…weil das doch schon unser 5. kind sei…..!!! HÄÄÄÄ?
    da wollte ich dann gerne gehen – fand ich irgendwie gar nicht so witzig!
    jetzt kann ich da schon eher drüber lachen! in den wehen war ich da ein wenig humorloser…

    ich fand den beitrag mal wieder sehr amüsant!
    DANKE und nen schönen abend,
    heike

  10. Ok, ich als „noch nicht Mutti“ sag jetzt erstmal DANKE, vielleicht ist die ganze Sache nur halb so schlimm wenn man weiß was auf einen zukommt. Aber ich glaub das ist wie Diplom machen. Alle sagen es sei furchtbar, aber man weiß erst wie furchtbar es ist, wenn man es selbst gemacht hat. Nichts desto trotz, weiter so Frau Chaos, ich bin Fan…(P.S. ich glaub der Vergleich mit Diplom geht ganz gut, erst geht man durch die Hölle und am Ende hat man ein „Baby“)

  11. man muss Dich einfach lieben… ;-))))

    Dein Buch war natürlich auch ein „Muss“ für mich… köstlich… kann ich nur jedem empfehlen…

    GLG

    Andrea

  12. na mal was zum lachen….
    aber bei den hausgeburten möchte ich das nciht so stehen lassen… eine erfahrene hebamme kann ein risiko gut abschätzen und komplikationen bei der entbindung zuhause sind sehr sehr gering! also dass da mal was passiert, kommt äußerst selten vor. und wie josephine ja gesagt hat, auch in der klinik kann das vorkommen.

      • „Dieser eine Fall“ kannst du genau so in der Klinik sein. Oder wenn du die Straße überquerst. Oder deine Gardinen aufhängst. Es gibt im Leben keine Garantien. Für gar nichts.

      • @imjuli: Ich meinte, wenn du zufällig dieser eine Fall wirst, willst du dann daheim oder in der Klinik sein? Willst du der eine Fall sein wie in dem anderswo verlinkten Artikel, wo man etwas hätte retten *können*, wenn du nur in der Klinik gewesen wärest? Klar, die Wahrscheinlichkeit ist gering, aber irgendwen trifft die Statistik eben. Und wenn ich schon nicht verhindern kann das ich das bin dann versuch ich wenigstens die Folgen abzumildern.
        Hast du einen Blitzableiter am Haus?

      • Das ist leider die uninformierte Meinung darüber, dass bei außerklinischen Geburten bei ab- und unabsehbaren Problemen weise Frauen ein Bündel Weihrauch schwenken, um alles wieder in den Griff bekommen. Natürlich bleibe ich mit einem Baby in Querlage nicht zu Hause zur Geburt. Genauso wenig, wie ich mich bei Gewitter in den nächsten See werfe, um schwimmen zu gehen. Aber die „Wahrscheinlichkeit der Statistik“ kann dich eben auch in der Klinik treffen. Da wird nur nicht so genau nachgefragt, woran es denn nun gelegen hat, wie bei einer außerklinischen Geburt.

      • Verzeihung, aber die letzte Aussage ist KOMPLETTER Unsinn! Wann immer ein Kind unter Geburt verstirbt wird sehr genau geschaut, WO das Problem lag! Unabhängig ob es sich um eine Haus- oder Klinikgeburt handelt!
        Man sollte – egal zu welcher Art der Geburtshilfe man persönlich tendiert – doch bitte sachlich bleiben!

  13. Liebe Josefine, danke für diesen super post – ich habe mich königlich amüsiert.
    Und auch ich gehöre zu der spezies, die drei Kinder auf dem Rücken liegend oder eher sitzend geboren hat. Keine zehn Pferde hätten mich aus diesem Bett heraus gebracht.
    Aber was in dem letzten Post und auch hier nicht erwähnt wird und mich wirklich interessiert: In vielen Häusern wird noch standardmäßig bei allen Gebärenden ein Einlauf gemacht. Mir ist das glücklicherweise erspart geblieben, obwohl ich mir schon vorstellen kann, dass es (zumindest für die Anwesenden) Sinn macht. Wie ist das bei Euch??

    Liebe Grüße
    Julika

    • Ich hab schon den Eindruck, dass zumindest nach außen der Erklärungsbedarf bei einer außerklinischen Geburt, bei der etwas „schiefgelaufen ist“, höher ist. Im Krankenhaus gehen doch alle immer von der optimalen Versorgung aus und die Ärzte dort müssen den von mir angesprochenen Vorwurf, dass das „im Krankenhaus nicht passiert wäre“, eben nicht entkräften. Dass immer eine Untersuchung der Ursachen erfolgt, ist mir klar, aber darum ging es mir nicht.

      • Wenn in der Klinik etwas passiert, wird allein schon deshalb ganz genau nachgeforscht, weil so etwas heutzutage eben nicht mehr passieren „darf“. Unter besten Bedingungen, Hi-Tech-Medizin mit 7/24-Versorung. Was denkst du, was da los ist? Denn da wollen selbstverständlich nicht nur die Eltern wissen, wo etwas schief gelaufen ist, sondern auch der Chef, der Klinikdirektor, der Klinikträger. Und jeder anständige Geburtshelfer wird versuchen herauszufinden, was hätte anders laufen müssen. Oder eben auch nicht. Es geht hier um ein totes Kind – glaubst Du wirklich, das wäre irgendjemandem egal?
        Was heisst denn „darum ging es mir nicht“? Worum dann? Und warum schreibst du dann Sachen, die so einfach nicht richtig sind? Wieso sollte man in Bezug auf ausserklinische Entbindung seriös diskutieren, wenn die Seite der Hausgeburtler mal eben mit solchen an den Haaren herbei gezogenen Argumenten winken darf? Menschen lesen auch Kommentare und deshalb sollte man auch hier bei der Wahrheit bleiben. Zumindest solange man in seiner Argumentation auch ernst genommen werden möchte.

      • Es ging mir darum, dass bei einer schief gelaufenen außerklinischen Geburt alle unreflektiert aufschreien, weil das im Krankenhaus „sicherlich nicht“ passiert wäre. Und immer wird man sich verantworten müssen, warum man sich – selbst bei unkompliziert verlaufener Schwangerschaft – nicht in die Hände des Krankenhauses begeben hat, selbst wenn sich erweisen sollte, dass das gleiche Unglück auch in einer Klinik passiert wäre. Vielleicht nicht in erster Linie vor medizinischem Personal, sondern vor allen vor Leuten, die sich gerade in solchen Blogs tummeln und Kommentare lesen. Und das müsstest du doch fantastisch wissen, das ist doch hier nicht anders. Und nur weil ich nicht völlig unkritisch an klinische Geburtshilfe herantrete, sind meine Argumente nicht „an den Haaren herbeigezogen“. Das gilt wohl eher für den hervorragenden Autobahn-Spaziergang-Vergleich.

  14. Wegen des Autobahn-Vergleichs…. Hm, ich weiß, ich bin voreingenommen, aber ich finde, er hinkt. Wenn ich mir die Daten der Quag (http://www.quag.de/downloads/DatenundFakten2010.pdf) angucke, sehe ich nicht, dass jemand, der außerklinisch gebären möchte, irgendwie fahrlässig handelt. Das „Absperren“ der Autobahn durch eine Hebamme oder ein Hebammenteam scheint also auch völlig auszureichen. ;-)
    Klar gibt es vieles, was während einer Geburt passieren kann. Ich will eine Geburt nicht als harmlosen Spaziergang im Wald hinstellen. Das ist sie nicht. Und ich weiß auch, dass du nicht zu den Gyns gehörst, die eine HG als potentielle fahrlässige Tötung sehen. Denn das ist sie auch nicht. ;-) Aber die Wahrscheinlichkeit, spazierengehend auf einer Autobahn vom Auto erwischt zu werden, ist schon weitaus höher als eine vorzeitige Lösung oder eine Uterusruptur.

    • genau das habe ich auch gedacht, ein spaziergang auf der autobahn geht wahrscheinlich in 90% der Fälle schief, das kann man von einer geburt doch so schwerlich sagen finde ich…

      • Die Frage ist doch, gibt es eine Statistik, die belegt, wieviele Frauen, die im Krankenhaus entbinden, noch in ein anderes Krankenhaus verlegt werden müssen?

        Das Spazieren auf der Autobahn wird doch von dem, der es plant, auch gut vorbereitet und dann in einem günstigen Zeitpunkt durchgeführt (z.B. nachts)…. erst neulich sah ich übrigens jemanden über die Autobahn marschieren und es scheint gut gegangen zu sein… (ich find den Vergleich immer noch gut)

  15. Oh, wie mir dieser Eintrag gefällt. Ich bin immer wieder fassungslos, wie „lachs“ viele mit dem Thema Geburt umgehen. Und es SEHR LAUT vertreten. Bei allem anderen, am liebsten 2 Wochen Krankenhaus und gerne auch 24 Stunden Überwachung. Aber eine Geburt soll doch was „natürliches“ sein?! In meinem Bereich rufen auch alle gerne nach der Spritze… Nur weil 2000 Jahre der Zahn ohne Betäubung und gerne öffentlich gezogen wurde (es sollten schließlich alle Spaß haben) ist GAR NICHTS daran natürlich, heute auch so zu verfahren…oder?!
    Ich war immer sehr dankbar für ein Krankenhaus rund um meine Geburten und bin froh um jede rechtzeitige Braunüle gewesen!

  16. ja, vielen dank für diesen artikel, post, wie auch immer man es nennen mag. fand es sehr mühsam, mich durch die kommentare des vörgänger-artikels zu lesen und finde es auch erschreckend, wie manche so denken. aber gut, ist wohl so wie beim impfen, das lässt man ja auch sein, weil es so schädlich ist und nimmt dan leiber einen evtl .masern-tod in kauf…hauptsache schön natürlich.

  17. Ich habe Sohnemann auch liegend auf dem Rücken im Bett entbunden – wäre anders auch etwas schwierig gewesen, da zum Ende hin Hebamme und Ärztin auf meinem Bauch Sohnemann Richtung „Ausgang“ gedrückt haben. Die Herztöne ließen unschön nach bzw wurden sehr unschön – und außer einer Sectio (doof, weil er schon auf dem besten Wege raus war) war das die schnellste und beste Methode, ihn aus meinem Bauch zu schmeißen. Ich bin beiden heute noch sehr dankbar dafür!
    Und auch dafür, dass sie mich nur einmal gefragt haben, ob ich anders entbinden will – ich sollte einfach Bescheid sagen. Da der MM aber schon bei der ersten Untersuchung im Kreißsaal komplett verstrichen war (?!), es eben diese komischen Herztöne gab und ich fürs Liegen einfach nur dankbar war – siehe oben.
    Aber es kommt wirklich unheimlich auf Krankenhaus, Arzt, Hebamme, … an.

  18. just my five Cent. (als Noch-nicht-Mutter)

    Ich kann viele Argumente für oder gegen dieses oder jenes verstehen. Allerdings habe ich irgendwie Schwierigkeiten mit dem CTG. Warum soll ich „stundenlang“ mit dem Gurt um den Bauch „rumliegen“, mein Baby anstubsen, welchen Mehrwert haben die Geburtstbegleiter davon? In welcher Einheit wird denn die Stärke der Wehen gemessen? Kann ein
    Wa

  19. ….geht noch weiter.

    Kann ein erfahreren Geburtshelfer nicht auch den Herzschlag mit einem Stethoskop rauskriegen und die Muskelkontraktioenen mit „Handauflegen“? Das ist gar nicht so öko gemeint, wie es vieleicht klingt.
    Aber wenn Du Frau Öko wirklich gezwungen hast: entweder mit CTG oder gar nicht -> ich wäre gegangen.

    • Lieber Sprinterfreund.
      Es steht dir durchaus frei zu gehen. Das meine ich ernst. In Deutschland herrscht – wie bereits mehrfach gesagt – freie Wahl der Örtlichkeit. Und es gibt immer noch Hebammen (z.B. in Geburtshäusern) die die kindlichen Herztöne über Höhrrohr (nicht Stethoskop) kontrollieren. Und die Wehen durch Hand auflegen. Und generell liegt man auch in der Klinik nicht „stundenlang“ am CTG herum, sondern darf zwischendurch auch ohne CTG laufen oder schlafen oder was auch immer.
      Such doch über die Archivfunktion mal nach CTG, falls es dich wirklich interessiert – ich habe schon etliche Posts zu diesem Thema geschrieben. Vielleicht hilft dir das ein wenig weiter.
      So long!

      • Hier ist mal was, das ich nicht verstehe: Bei meiner Kreissaalführung (Kleinstadt im Münchener Speckgürtel) wurde sogar extra betont, dass die Gebärenden sich bewegen können und sollen, weil man drahtlose CTGs hätte. Hab ich da aus Wunschdenken was falsch verstanden oder sind die Dinger so ungewöhnlich? Wenn hier ständig vom ans CTG „fesseln“ die Rede ist…
        Außerdem sind die Kabel ja nun auch nicht so kurz und das Gerät nicht so groß, dass Frau nicht trotzdem einigen Bewegungsspielraum hätte. Wenn sie natürlich von den versammelten weißen Kitteln eingeschüchtert ist und nichtmal darauf kommt zu fragen, ob man den kleinen Kasten da auch woanders hinstellen könnte, sind anderthalb Meter Kabel natürlich nicht so viel…

      • Wir haben Funkknöpfe und nutzen sie auch. Dennoch bleibt es dabei – ab dem Moment, wo man sie nutzen könnte, wollen viele Frauen sich einfach nicht mehr bewegen oder können es wegen PDA nicht mehr adäquat…

      • Bei meinem ersten, konnte ich den CTG-Gurt nicht ertragen, bzw. hätte ich mich umdrehen müssen, damit die Herztöne hörbar gewesen wären. Ich wollte aber so liegen bleiben, wie ich war. Stattdessen haben sie dann die Werte des Kindes am Kopf des Kindes genommen (da weiß Frau Chaos wohl besser wie das geht. Ich hab’s ja nicht gesehen). Man ist also nicht zwangsläufig ans CTG gefesselt.

      • Ja, aber das geht erst, wenn auch die Fruchtblase geöffnet ist und der Muttermund so weit geöffnet, das man auch ans Köpchen (oder den Po) ran kommt. Nennt sich „Kopfschwartenelektrode“ und ich mag sie irgendwie gar nicht gern, weil man zur Befestigung eine Art Draht in die Kopfhaut des Babys schraubt. Kann mir nicht vorstellen, dass das gut tut, aber manchmal ist es tatsächlich die einzige Möglichkeit, eine ordentliche Ableitung zu bekommen!

    • Also in der Klinik, in der ich entbunden habe (und ich voraussichtlich demnächst wieder entbinden werde), gab es die erwähnten Funkknöpfe fürs CTG. Damit konnte ich rumlaufen, wurde nur gebeten, die Station nicht zu verlassen (okay, das hätte ich ohnehin nicht mehr ohne Hilfe geschafft ;-), konnte damit auch in die Wanne… . Also es kommt auf die Einrichtung an, dann kann von „Fesselung“ echt nicht die Rede sein.

  20. Ich finde ja, man sollte noch unterscheiden zwischen einer Geburt zuhause mit Hebamme und einer Alleingeburt ohne irgendwelches Fachpersonal. Kannst du noch was zu schreiben? :)

    achja, ich will noch was zu deiner Liste hinzufügen
    Gerücht: im Krankenhaus gibts Funk-CTG, mit dem man sich toll frei bewegen kann.
    Tatsache: Bei 2 Geburten hing ich immer am Kabel. Niemand hat gesagt „sie dürfen sich auch bewegen“ im Gegenteil. Jedesmal wenn ich mich nur umgelagert habe und der blöde Knopf dabei verrutscht ist oder das Kabel zu kurz war, motzte die Hebamme weil sie die Herztöne neu suchen musste. Klasse.
    Kind 2 wäre übrigens fast eine Alleingeburt IM Krankenhaus geworden. Zuviel los im Kreißsaal und die Hebamme, die mein Klingeln nicht ernst nahm weil sie aufgrund fehlender Schreie dachte, mein Muttermund wäre maximal 3cm offen. Sie kam dann, als ich schon presste und musste erst noch mehrmals rausrennen, weil in dem Wehenzimmer wo ich war, kein Geburtsset war. Bei einer Hausgeburt wäre die Betreuung engmaschiger gewesen. ;) Die Ärztin kam dann später um das erste Foto zu schießen und mir zu gratulieren.

    • OK, nächstes Mal lese ich alle Kommentare, bevor ich was schreibe … Dann bin ich aber beruhigt, dass ich mir die Funk-CTGs nicht zusammenfantasiert habe :-)

  21. Wir haben vor Jahren mal intensiv Familienforschung betrieben (knapp 450 Jahre zurück haben wir geschafft), und nach all den Einträgen in den Kirchenbüchern und Tauf- und Sterberegistern mit Kindern und/oder Müttern die bei der Geburt gestorben sind, kann ich jedem der was von „natürlicher Geburt“ und „ging doch früher auch ohne“ erzählt leider nur einen Vogel zeigen.

    (Natürlich kann es damals wie heute reibungslos klappen, logisch, sonst wären wir schon ausgestorben, aber wer würde denn heute noch mit dem schier unfassbaren Gottvertrauen und der Schicksalsergebenheit früherer Generationen ein Kind nach dem anderen zu Grabe tragen?)

  22. Danke für den Post! Ich bin zwar in einem anderen Bereich der Medizin tätig (gsd! Gyn war immer der Horror schlechthin ;-) )…aber dieses „natürlich“ und „pfui, Antibiotika“ und „doppel-pfui-Kaiserschnitte“ REGEN MICH ECHT AUF! Jeder 3te dieser Natürlichkeitsfetischisten wäre doch selbst gar nicht mehr auf der Welt, hätte man auf die böse, böse „moderne“ Medizin verzichtet (hohe Kindersterblichkeit, nicht zu behandelnde „banale“ bakterielle Infektionen, Kinderkrankheiten ohne Impfungen und -achtung- Herdenschutz!)…jeder Eiterzahn (von denen es mehr gäbe, weil kein Zahnarzt) könnte einen dahinraffen…jeder eingetretene Splitter, jeder Knochenbruch…falls man die Geburt tatsächlich überlebt hätte und nicht an einem banalen Infekt oder Tbc gestroben wäre, bevor man das 5te Lebenjahr erreicht hätte…
    Ich habe bei solchen Geschichten bisher noch die Haltung wahren können (sind meine Patienten doch Erwachsene, die dürfen gerne selbst entscheiden…wenns Kinder oder Ungeborene wären…das wäre für mich nicht tragbar, deshalb kam auch Päd nicht in Frage)…aber der nächste wird im Ötzi-Outfit im Wald ausgesetzt…es lebe die natürliche Selektion (oder, ist doch so gewollt, nicht?).

    Kopfschüttelnd ob der Kommentare zum vorangehenden beitrag, LG Lee (selbst 33 SSW, und MIT gepanter Sectio…weil ich sonst einem Schlaganfall erliegen könnte, wäre ja auch nicht schön fürs Kind, gell…)

    • Es ist tatsächlich so, dass etwas zu viele HG oder GH Eltern entweder schulmedizinisch ziemlich un-oder falsch informiert sind (dies ergab meine unrepräsentative Studie während unseres Geburtsvorbereitungskurses). Auch die GH Hebamme kam bei mir und meinem Mann schwer unter Kritik, da sie munter gegen Impfungen wetterte… tz!!!
      Ich hatte eine HG und unser Kind ist TROTZDEM geimpft und wir geben ihm wirksame Medikamente (nein, keine Kügelchen), wenn es welche braucht.
      Für mich war und ist klar, dass ich unter der Geburt eine 1:1 Betreuung einer sehr vertrauten und fähigen Fachperson wünsche. Dazu kommt, dass ich auf jeden Fall eine weitere Fachperson dabei haben möchte, damit ich und das Kind gleichzeitig versorgt werden können. Ich finde diese Art und Weise vernünftig und sicher.
      Und hätte meine Hebamme wirksamere Medikamente als Kügelchen und Nadeln dabei gehabt, hätte ich bestimmt auch nix gegen etwas Schmerzlinderndes gehabt :-) Aber ehrlich gesagt, kann ichs mir nicht vorstellen zu gebären, während ich Teile meines Körpers nicht mehr spüren kann.
      Fazit: Schulmedizin ja, gebären daheim :-)

  23. Ich bin so ne Frau, die nie ohne PDA hätte entbinden wollen – ich seh einfach nicht ein warum ich in der heutigen Zeit Schmerzen haben sollte. Beim 1. Kind hat mir die sehr nette Hebamme die PDA nahegelegt und ich hab sie dankbar angenommen. Hach, was hab ich die Anästhesisten geliebt! Beim 2. Kind wusste ich dann wie toll so ne PDA ist und stand vor der Kreissaaltür mit den Worten „Ich hab Wehen und will ne PDA!“ Hab dann auch prompt eine bekommen und konnte dadurch noch während der Presswehen lachen. Ne schönere Geburt kann ich mir nicht vorstellen…

  24. Tolles Timing, ist doch bei SAT1 gerade jene NCIS-Folge online, in der Gibbs eine Soldatin in einem Auto entbindet, alles ganz komplikationslos natürlich (bis auf die Tatsache, dass wenige Meter entfernt ne Schießerei im Gange ist).
    Kann es sein, dass Frauen im Film *immer* in Rückenlage entbinden?

  25. Also, OP in Vollnarkose, Entfernung der Weisheitszähne mit Betäubung, aber Schwangere sollen unter Schmerzen gebären, weil es immer schon so war? Warum wird hier eine Schmerzlinderung oft ausgeschlossen? Hier ein Artikel: http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/5500/das-marchen-von-der-sanften-geburt/

    Die schmerzhaften Wehen vergesse ich bis heute nicht. Nein, ich bin auch nicht stolz auf die Schmerzen bei der Geburt und ich verfluche das Krankenhauspersonal, welches nur mit Worten auf meine Forderungen nach Schmerzlinderung reagiert hatte, aber weiter nicht darauf eingegangen ist. Eine Gebärende befindet sich in einem Ausnahmezustand, aber sie wird ja beurteilen können, ob sie die Schmerzen aushält oder nicht.
    Wie viele Frauen würden entspannter an einer Geburt herangehen, wenn sie wissen, daß sie jederzeit Schmerzlinderung erfahren können? Und ich bin nicht stolz solche Schmerzen ausgehalten zu haben. Ich bin einfach wütend, weil solche Beiträge ein Bild erzeugen, daß Schmerzen bei der Geburt sein müssten, um etwas geleistet zu haben.

    • Oh, Dein Kommentar spricht mir aus der Seele. Und auch der Bericht in Deinem Link. Die Frau, die das aushalten musste, tut mir echt sehr leid.
      Ich hab mir das nach Geburtsvorbereitungs- und Säuglingspflegekurs auch GANZ anders vorgestellt. Ich bin nicht besonders wehleidig und dachte mir, das werde ich schon aushalten können, andere haben das ja auch geschafft. Die ersten Zweifel kamen mir dann im Krankenhaus, in das ich mich nach dem Blasensprung noch ohne Wehen begeben habe, als ich im Kreissaal jemanden dermaßen brüllen hörte, dass es schon gar nichts menschliches mehr hatte. Da bekam ich dann ein bisschen Angst, die ich aber verdrängte.
      Dann fing es bei mir an schon recht unangenehm zu ziehen, bisschen schlimmer als die Senkwehen, aber die Hebamme lächelte nur milde, als ich fragte, ob das denn schon die ersten Wehen sein könnten? Später erfuhr ich dann, warum.
      Ich habe mir tatsächlich nicht vorstellen können, dass irgendwas auf der Welt so dermaßen weh tun kann. Als die Wehen losgingen, hab mich nach Rat der Hebamme in die Badewanne gelegt und das eine Stunde lang unter lauten Jammern ausgehalten, bis ich so fertig war, dass ich nach einer PDA verlangt habe. Ich bin in den Kreissaal gewankt und habe nur noch gezittert und war völlig verkrampft, weil ich Angst vor der nächsten Wehe hatte. Dann hatte ich dummerweise den Anamnesebogen zu gewissenhaft ausgefüllt (während der Schwangerschaft habe ich ASS 50 genommen und bei „Neigen Sie zu leichter Hämatombildung“ JA angekreuzt) und dachte ich sterbe, als dann die Diskussion losging, ob man die PDA bei mir überhaupt verantworten kann. Gottseidank habe ich sie dann doch relativ zügig gekriegt; ich weiss nicht, was ich sonst gemacht hätte. Das war der zweitschönste Moment in meinem Leben, als die Schmerzen endlich weg waren. Der schönste war dann aber doch, meine gesunde Tochter in den Armen zu halten.
      Long story short, im Nachhinein bin auch auch sehr wütend über das blöde und unrealistische Geschwafel, das mir im Vorfeld der Geburt über die Schmerzen erzählt wurde. Wenn es Frauen gibt, die die Wehen anders empfinden, dann ist das wunderbar und ich freue mich für sie. Aber man sollte doch bitte nicht so tun, als wären Frauen, die das eben nicht aushalten können oder wollen, nicht im Einklang mit sich selbst, ängstlich, ohne Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, kurz: irgendwie minderwertig,

  26. Toller Post, wird gleich mal auf Facebook verlinkt.
    Ich bin übrigens genau die von dir beschriebene schmale kleine Schwangere mit 4100 gr Baby – nach 14 Stunden Wehen war der Gebärmutterhals noch nicht verstrichen, der Muttermund bei 5cm. Der Kopf (37cm) war einfach zu groß und konnte keinen Druck aufbauen.
    Am Ende wollte ich selber einen Kaiserschnitt, auch wenn es Probleme bei der Narkose gab und ich am Ende unter Vollnarkose sectioniert wurde, war es für mich und unser Kind die richtige Entscheidung. Ein Kaiserschnitt ist also nicht per se etwas schlechtes, das einem aufoktroyiert wird.

    Ganz schlimm finde ich auch die genannten Argumente wie „früher wurde auf dem Feld entbunden“ oder auch: „afrikanische Frauen entbinden auch allein im Busch an einen Baum angelehnt“. Dazu kann ich nur sagen, dass meine Schwester auch Gynäkologin ist und ihr PJ in Tansania gemacht hat – sie erzählte nur, wie dankbar die Frauen dort waren, dass es dort ein Krankenhaus gab, in dem sie entbinden konnten und es eben nicht allein im Busch machen mussten..

    Dieses ständige Schulmedizin-Bashing nervt – nicht nur bei der Geburt, auch was etwa das Thema Impfen angeht. Aber das ist ja ein anderes Thema.

    Danke für den tollen Post!

    Liebe Grüße
    Julia

  27. Beim Thema Schmerzlinderung bin ich aufgrund schlechter Erfahrungen in der Familie empfindlich und lebe nach dem Motto „lieber weniger als aus Versehen zu viel“. An den Schmerzen selber werde ich schon nicht sterben, und gegen die Ursachen der Schmerzen tut das Mittel ja auch nichts.
    Für den ganzen Rest der medizinischen Fortschritte bin ich dankbar und vertraue darauf, daß die Fachleute um mich herum wissen, was sie wann machen/empfehlen müssen.
    Bei meiner ersten Geburt (33.SSW, Uniklinik) wurden mir Schmerzmittel fast aufgedrängt, was ich abgelehnt habe, als ich dann aber nachts um drei geklingelt habe, weil ich doch etwas wollte um schlafen zu können, lief die gute Frau gleich wieder zur Tür und rief durch den Flur „Es geht los!“ So habe ich da doch nichts bekommen.
    Bei der zweiten Geburt wollte ich (auch aus weiteren Anlässen)in ein anderes Krankenhaus, in dem alle sehr nett waren. Es war deutlich freundlicher, schon die ganze Atmosphäre, auch die zwischenmenschliche! Dort wurde mir meistens erklärt, was sie machen und wieso, und ich wurde gefragt, ob das so für mich in Ordnung ist. Da hat die Hebamme mich tatsächlich in den Vierfüßler gebracht und nannte es hinterher eine „Bilderbuchentbindung“. Mir war alles egal, wenn sie sagt, daß es dann leichter ist, dann versuche ich das eben. Ich wollte zu dem Zeitpunkt nur, daß die Schmerzen weggehen, aber ohne Medikamente…

    • Je mehr ich hier mit Lese, desto mehr vermute ich, dass genau da der Hase im Pfeffer liegt. Es gibt tatsächlich gute und schlechte Krankenhäuser und auch gute und schlechte Hebammen! Aber auch wenn man im KKH (wenn keine eigene Beleghebamme dabei ist) nicht weiß, an welche Hebamme man gerät, so kann man doch im Vorhinein oft viel über das jeweilige KKH erfahren. Natürlich, jede Geburt ist anders, aber beim „Umhören“ erfährt man doch oft viel, wenn man es schafft, sich nicht an Einzelfällen festzuhalten. Ist eine Wannengeburt möglich (nicht nur theoretisch, sondern gibt es auch tatsächlich mehr als eine Geburtswanne…), wie viele Teams sind im Einsatz, gibt es ein Backup, gibt es Funk-CTG, kann ich eine Hebamme wechseln, wenn es mit uns wirklich so gar nicht klappt,… . Leider weiß man die meistens Fragen, die man stellen muss, aber erst ab dem 2.Kind.
      Und gerne werden KKH-Geburten an und für sich verteufelt, statt sich klar zu machen, dass man für den eigenen „Bedarf“ (Maximal-Arzt-Betreuung oder mit Hebamme allein oder…) eben im falschen KKH war. Zumindest in Großstädten und Großstadt-Nähe ist die Auswahl meist ziemlich groß, auf dem Land mag das oft anders aussehen.

      • Letzteres ist eine sehr wichtige Aussage dazu: In meinem Heimatlandkreis gibt es kein einziges Krankenhaus mehr, in dem es einen Kreissaal gibt bzw. wo man ein Kind zur Welt bringen könnte. In vielen Teilen des Landkreises muss man jetzt 45 Minuten mit dem Auto durch die Gegend gurken, bis man überhaupt ein Krankenhaus erreicht, in dem man zur Geburt schreiten darf. Geburtshäuser gibt es zumindest hier im Umkreis von 15 km auch kein einziges (wie es da weiter aussieht, weiß ich nicht). Wir sind schon glücklich, dass es in der Kreisstadt zumindest wieder eine Hebammenpraxis gibt, bei der man Vorbereitungskurse machen kann, die für die Nachsorge kommen usw.
        Aber ganz ehrlich, wenn ich höre und lese, wie schnell es bei einigen Geburten geht, dann muss man sich als Frau ja schon freuen, wenn man es überhaupt rechtzeitig bis zu Hebamme/Arzt schafft. Wenn ich das so überlege, muss ich ganz ehrlich sagen, dass es mir recht egal ist, ob es Geburtswanne oder Funk CTG gibt, ob auf dem Rücken oder bei den dollsten Turnübungen geboren werden soll, ob der Arzt/die Hebamme sympatisch oder ein Drache ist….solange ich überhaupt auf Unterstützung bei der Geburt hoffen darf, muss man sich hier wohl schon glücklich schätzen. Vermutlich sollte man sich um ein gutes Krankenhaus in der nächsten Großstadt kümmern und sich in der Zeit rund um den Geburtstermin in der Großstadt um eine Unterkunft bemühen. Also liebe Mamis, die da Auswahl hatten: Freut euch einfach, dass es so ist und meckert nicht so viel über euer Krankenhaus. Es war sicher besser, als das Kind irgendwo am Straßenrand alleine rauszudrücken ;)

  28. Liebe Josephine, vielen Dank für diesen Beitrag! Ich werde ihn speichern und ggf. weiter empfehlen, wenn mir irgendwann die Lust ausgeht immer wieder die gleichen Fragen zu beantworten.
    Allerdings wollte ich etwas zu den teuren Sectiones sagen. Natürlich ist mir klar, dass die Gynäkologen an diesen Operationen keinen Cent extra verdienen (auch wenn ich euch das gönnen täte, keine Frage xD) Aber dennoch sind es grössere Kosten, die irgendwie vom Gesundheitssystem getragen werden, was (in der Schweiz, keine Ahnung von DE) zumindest teilweise über die Krankenkassenprämien abgewickelt werden, welche auch deswegen steigen und steigen. Dieser Zusammenhang gehört meiner Meinung nach genauso ins Wissen der Gesellschaft, wie alles rund um PDA’s, Positionen und Risiken rund um (Haus)geburten. :-)

  29. Deutlich geschrieben, grins.
    Was bin ich froh, dass ich das alles hinter mit habe.
    Unsere Tochter möchte gern, hoffe, es klappt bald. Aber da beim ersten Versuch eine Sectio sein musste, würde auch beim zweiten Mal eine stattfinden… Das steht fest.

  30. ein sehr gutes Posting, Frau Kollegin.
    Ähnliches könnte ich auch für meine oder andere Facharztgruppen aufschreiben. Leider sind solche Postings in heutigen Zeit notwendig geworden, denn letztendlich geht es um das grösste Gerücht unter allen: Ärzte sind Schweine. Man muss nur wahllos durch die Jauchs und Wills und Maischbergers der letzten Wochen klicken und findet grundsätzlich einmal Aussagen *gegen* Ärzte (am grauseligsten die Hetze zuletzt bei Jauch mit der ansonsten hochgeschätzten Journalistin Mikich). Hier werden alle Ärzte schwarz gezeichnet, obwohl nur ein paar Schafe rumlaufen.

  31. Vielleicht noch als Ergänzung für Noch-Nicht-Eltern das Gerücht, dass Kinder im Krankenhaus von Ärzten entbunden werden und diese dann alle Entscheidungen treffen. Denn normalerweise entbinden auch im KKH Hebammen die KInder! Und versuchen, soweit das in einer solchen Ausnahmesituation für die Eltern möglich ist, mit diesen alles zu besprechen.
    Wenn alles problemlos verläuft, schaut kurz vor der Geburt mal kurz ein Arzt rein, um im Falle des Falles da zu sein (wie hier im Blog schon ab und an beschrieben). Dat wars dann aber auch.
    Wenn man über Hausgeburten ließt, klingt das oft so, als wäre die Alternative ein Raum im KKH, vollgepackt mit medizinischem Fachpersonal. Wenn das der Fall ist, ist aber meist schon Holland in Not.
    Kleine Anekdote von meiner ersten Geburt: mein Mann meinte hinterher, die Ärztin, die bei mir kurz dazu kam, sei echt höflich gewesen, mich so nett kurz zu begrüßen und sich nach wenigen Minuten so freundlich und mit Glückwünschen zu verabschieden, während ihm klar war, dass ich sie nicht mal wirklich wahrgenommen habe. War auch so, unter Presswehen und dann kurz drauf mit Kind auf dem Bauch, habe ich nur schemenhafte Erinnerungen daran, dass da wohl mal ein Arzt vorbeigeschaut hat, weil es so üblich sei. Irgendwie war ich da gerade abgelenkt. ;-)
    Klar, das ist nicht immer so. Aber wenn alles gut geht, spielen Ärzte im Kreissaal eine wesentlich kleinere Rolle, als ihnen immer nachgesagt wird und als es oft dargestellt wird.
    (Und ich gehöre zu denen, die schlicht froh waren, dass im Falle des Falles aber eben ein paar davon Nahe genug gewesen wären, um schnell helfen zu können.)

  32. DANKE Josephine!!! Finde es auch immer wieder sehr schade, wie viel Misstrauen uns als Ärzten im Kreisssaal entgegen gebracht wird – natürlich bei weitem nicht immer, aber erschreckend oft. Wie du schon sagst, angeblich wollen wir immer nur Viggos legen, literweise Blut abnehmen, CTGs für suspekt befinden, sectionieren… kurzum, wir sind BÖSE. Ahhhhh dabei wollen wir doch eigentlich ALLE (Ärzte, Hebammen und werdende Eltern) das selbe: ein gesundes Kind und glückliche frischgebackene Eltern! Wirklich!!
    Und mal ehrlich, darüber dass ein Zugang im Kreisssaal durchaus Sinn macht, darüber mag ich gar nicht diskutieren… im Notfall ist das die Rettung (z.B. bei ner Atonie erst noch nach Venen suchen müssen…?! Na herzlichen Glückwunsch!) und auch sonst prima für Schmerzemittelgaben etc zu gebrauchen! Wie man sich über so etwas simples, aber doch echt sinnvolles aufregen kann, ist mir ein Rätsel..

    Liebe Grüße :-)

    • Das kann ich dir erklären, Anni…
      Ich habe von klein auf panische Angst vor Nadeln. Schon eine Impfung ist mir ein Gräuel… beim Blutabnehmen bin ich regelmäßig umgekippt etc.
      Dann bin ich zu Geburt Nr. 1 im KH aufgetaucht, 35° im Schatten, nix gefrühstückt, zur schönsten Mittagsessenszeit – ich hatte seit morgens 6 Uhr tierische Rückenschmerzen und war deshalb schon gegen 10 Uhr im KH aufgetaucht, einmal CTG schreiben, dann haben sie mich wegen kein-richtige-Wehen und übervoller Kreißsaal wieder heimgeschickt. Auf halbem Weg bin ich wieder umgekehrt… Kurzum: mein Kreislauf war im Keller, ich hing nur noch in der Ecke, und hab dazu noch bei jeder Wehe gekotzt. Also Viggo legen mit Glukose.
      Und wo haben sie den Zugang gelegt? In MEINE ELLBEUGE. „Bitte den Arm ausgestreckt halten.“
      Es waren die schlimmsten 9 Stunden meines Lebens – Wehen, Kreislauf, Hitze, Kotzen und dazu noch der Zugang an unsäglicher Stelle.
      Deswegen bin ich von Zugängen überhaupt nicht begeistert. Zumal die Dinger wehtun.
      Bei Kind Nr. 2 hat der große Bruder hinterher ständig auf dem Ding rumgetatscht (AUAAA) erklär mal nem 1,5 jährigen dass er da bitte-danke die Finger von lassen soll.
      Bei Geburt Nr. 3 ging mir beim Legen des Viggo der Kreislauf völlig in Keller. Das wars dann mit Rumlaufen, Vierfüßlerstand und Co. Bei jedem Versuch bin ich wieder umgekippt.
      Kurzum: ICH MAG DIE DINGER NICHT!!!

  33. Ich bin Fan des Mittelweges. Nein, ich möchte mich nicht an den nächsten Baum zum entbinden klammern. ^^ Das heißt aber nicht das ich zwangsläufig alles gut finden muss was mit der modernen Medizin so einher geht.

    • Ok, das klingt wirklich alles andere als schön… verstehe ich, ehrlich!! Ich find sie ja auch nicht angenehm, keine Frage… aber halt lebensrettend im nun wirklich nicht immer vorhersehbaren Notfall! Safety first :-)

  34. „Ja, es gibt auch ein Leben ausserhalb des Kreißsaals!“
    meinste das im Ernst? äääährlisch? näää, oder? :-D

  35. Wie aucheinemama schon schrieb, in allen Krankenhäusern in Deutschland leitet eine Hebamme eine normalverlaufende Geburt, der Arzt ist Statist, andes siehts natürlich aus wenn was aus dem Ruder läuft… Aber is ja jetzt nicht das Thema.
    Tatsache ist leider aber doch, dass es viele Hebammen und auch Ärzte gibt, die nix anderes als die gute alte Maikäfer-auf-Rücken-Lage tolerieren. Ächt jetzt :-) ich musste schon mit genügend zusammenarbeiten. Ein Arzt schrie immer wenn er zu mir in den KRS kam und die Frau lag eben nicht in oben genannter Lage: Ja um Gottes Willen Frau Hebamme!!! Wir sind doch nicht in Afrika im Busch!!! Jetzt legens die Frau aber sofort aufs Bett!! – Geht nicht, Kopf schneidet ein *gg*
    Sooo viele Frauen haben mir schon nach der Geburt unter Tränen gedankt, dass sie eben nicht die ganze Zeit ans/aufs Bett gefesselt waren, sondern sich so bewegen durften wies ihnen gut tat, das taten allerdings immer nur Frauen ab dem 2. Kind, die eben schon oft so ne negative Erfahrung machen mussten. Es liegt einfach wirklich immer an der Hebamme und/oder Gynäkologen. Wobei es denk ich immer besser wird, die Alten gehen langsam in Rente… :-)
    Und eine Hausgeburt würd ich nicht mit nem Spaziergang auf der Autobahn vergleichen.. vielleicht auf dem Seitenstreifen, und genau da siedel ich auch die Krankenhausgeburt an. Wie auch irgendwo schon erwähnt wurde gilt die eindeutige Aussage dass beide Geburtsorte sicher sind!! Die richtigen Umstände vorausgesetzt…

  36. Ich wurde auch quasi direkt beim Betreten des Kreißsaals und heftigsten Wehen, nahe an Wehensturm, den ich gern stehend überstanden hätte (sagte mir mein Körper so) in die Rückenlage gezwungen. Ich war extrem genervt. Da erzählen die einem im GVK was von tollen Gebärhaltungen, zeigen, wie man sich vom Partner stützen lässt und dann landet man 5 Minuten nach dem Einlauf auf dem Rücken, weil: „Ich krieg sonst kein CTG und kann das Kind nicht überwachen.“ Achja. Muss man das jetzt schon (Blasensprung vor und für mich spürbare Wehen seit knapp 1h – wenn schon auch im 2 min-Abstand) ? Also lag ich da 2 Stunden unnötig rum, denn die Werte von der Lütten waren die ganze Zeit tiptop. Erst danach wurde es langsam beobachtenswert und nach 3h landete ich im OP. Nicht schlimm – aber die Rückenlage während der Wehen fand ich furchtbar! Da half auch kein Betteln: Ich würd gern aufstehen. Nix da. Dafür durfte ich mich dann „hin und herwälzen“, als das Kind sich weigerte, den Kopf so ins Becken zu drehen, dass er auch durchpasst. Ich hab bis heute das Gefühl, wenn ich von Anfang an gestanden hätte, wäre sie von selbst reingerutscht… Aber den Rest unterschreib ich so, was ich nach meinen Erfahrungen beurteilen kann. Braunüle habe ich auch bekommen – weiß gar nicht mehr, wann eigentlich. Aber ehrlich gesagt: Das war mir sowas von egal.

  37. PDA ist aus folgendem Grund kritisch zu sehen: Schmerzen bei der Mama bewirken Endorphin – Ausschüttung bei der Mama. Endorphin (mindert die Schmerzen) erreicht über Nabelschnur das Kind. Kind UND Mutter haben also auf Dauer gesehen weniger Schmerzen… Unterdrückt man jetzt durch PDA die Schmerzen der Mutter, mag das für diese zwar nett sein (ich würde es nicht wollen und war bei meinen bisher zwei Geburten froh, alles unbetäubt zu spüren, was ich da mache), für das arme Kind bedeutet es aber leider ohne Schmerzlinderung da durch zu müssen im wahrsten Sinne des Wortes… Irgendwie hat sich die Natur das alles nämlich nicht ganz so einfach gestrickt ausgedacht und jedes drehen an irgendeinem Rädchen hat eben auch unerwünschte Folgen. Da muss man sich eben überlegen, ob man dem Kind zuliebe nicht einfach die paar Stunden durchhält…

    (Kurzfassung, in echt ein bisschen komplizierter)

      • Quelle: Geburtsvorbereitungskurs bei Kind 2, Sommer 2012.
        Namen der zwei Hebammen und der Klinik, die den Kurs in einer deutschen Großstadt anbietet auf Wunsch per E-Mail-Anfrage an mich, sieht die Blogbetreiberin ja.

        Wer Google mit Stichworten wie „PDA Endorphin Kind Schmerzen Stress“ bemüht, findet jede Menge Texte dazu, die mit dutzenden Quellen versehen sind. Zum Beispiel hier:
        http://www.afs-stillen.de/front_content.php?idart=450

      • Einen Geburtsvorbereitungskurs als Quelle für solch eine These heranzuziehen finde ich schwierig – auch wenn die Hebammen den Kurs in einer „deutschen Großstadt“ anbieten.
        Die Quellen, die ich durchaus auch bei Google gefunden habe, beziehen sich in der Regel auf sehr, sehr kleine Kollektive (von 20-40 Schwangeren auf ein signifikantes Ergebnis für alle Schwangeren zu schließen finde ich – nun, sagen wir mal: mutig!).
        Es gibt durchaus auch Quellen, die das genaue Gegenteil proklamieren:

        Ausserdem frage ich mich, wie genau man die Auswirkung mütterlicher Endorphine auf den Fetus genau nachweisen, bzw. feststellen will, welchen Schmerz das Kind intrauterin empfindet…?! Diesen Versuchsaufbau habe ich gesucht, aber leider nicht gefunden, fündige bitte gerne melden!

        Ich wiederhole es gerne, und wer meinen Blog kennt, weiss es ja auch schon – ich bin KEIN großer Anhänger der Periduralanästhesie, schonmal gleich gar nicht ohne Grund und am besten bei jeder Frau. Aber diese Art des schlechten Gewissens verbreitens, der gerade Hebammen gerne anhängig ist, die kaum noch selbst geburtshilflich arbeiten, geht mir mächtig auf die Makronen!

        Josephine

      • Tut mir leid, da hab ich eben das erste Mal was davon gehört, lässt sich nicht mehr im Nachhinein ändern…
        Die ganzen Risiken und Nebenwirkungen sind ja ganz gut und wissenschaftlich zufriedenstellend erforscht-allein deswegen sollte man sich sowas gut überlegen und nicht leichtfertig machen, nur weil’s grade Mode ist und man Angst vor was hat, dass Millionen andere aushalten und das einen stolz und stärker macht, wenn man sich drauf einlässt.
        Schön auch die gepflegten Vorurteile-wer sagt denn, dass die Hebammen (3 an der Zahl gewesen) kaum noch praktisch entbinden? Es soll Häuser geben, in denen sowohl Kreissaal als auch GV und RB zum Aufgabenbereich der angestellten Hebammen gehört…

      • Werde ich auch stolz und stärker wenn ich mir die Weisheitszähne demnächst ohne Betäubung ziehen lasse? Sollen ja auch Millionen Menschen schon so gemacht haben.

  38. und weil die rauen mengen an koerpereigenen endorphinen ja so gut wirken haben der theorie nach gerade Menschen mit starken Schmerzen ja dann auf die Dauer gesehen wieder weniger Schmerzen, wenn man sie nicht behandelt. Super eigentlich, das fuehrt jegliche Schmerztherapie ad absurdum. Werde ich bei meinem nächsten Schmerzpatienten gleich mal erklären. Die Natur ist schon toll, nur wissen es einfach die wenigsten, interessanterweise erst recht nicht diejenigen die versuchen die Natur des Schmerzes mit (natur) wissenschaftlichen Methoden zu untersuchen.

  39. Meine Schwägerin wurde bei Kind 1 (2010) von der Klinikhebamme aus dem Vierfüßler in die Rückenlage beordert – mit dem Kommentar: „So (also im Vierfüßler) bekommt man keine Kinder.“ Kind 2 kam im Geburtshaus im Vierfüßler, was sie als erheblich weniger schmerzhaft empfand.
    Dass Rückenlage oder wenigstens still liegen verordnet wird, weil sonst das CTG nicht richtig schreibt, habe ich auch schon von vielen Frauen gehört.

    • Ist der springende Punkt hier nicht das Kind – bei Schmerztherapie und Zähneziehen ist ja nur der Patient selbst involviert, aber bei der Geburt geht es um Mutter UND Kind. Wenn es tatsächlich stimmt, dass das Kind von den Endorphinen der Mutter profitiert, spräche das schon dafür, zurückhaltend mit den PDAs umzugehen. Ich habe natürlich keine Ahnung, wie da die Quellenlage aussieht – laut Josephine ja dürftig -, aber dass es wahrscheinlich keinen Spaß macht, den Kopf durch den Geburtskanal gequetscht zu kriegen, klingt nach vernünftiger Annahme. Wenn man das dem Kind erleichtern kann, indem man auf die PDA verzichtet, warum nicht? Vorausgesetzt natürlich, die Mutter hält die Schmerzen halbwegs gut aus.

      Ich habe mein Kind im Stehen und ohne PDA geboren. Das CTG wurde mal immer wieder benutzt, aber die meiste Zeit bin ich durch die Gegend gewandert, was sich wesentlich besser anfühlte als das Liegen. Die Geburtshilfestation galt aber auch als eine der besten im Land, und danach haben wir sie auch ausgesucht. Wer die Möglichkeit hat, informiert sichund wählt ja entsprechend, insofern findet auch eine Abstimmung mit den Füßen statt.

  40. Wie so oft wird es schwierig, wenn zwei Lager aufeinander treffen und Menschen sich in einem dieser Lager glauben verteidigen zu müssen. Das merkt man auch in diesen Diskussionen. Schwierig wird es da immer in den Bereichen Geburten und Kinder, weil diese Erlebnisse, ein Kind zu gebähren und Kinder zu haben, uns einfach so tief im Mark erschüttern und im Innersten berühren. Weil wir Grenzen fallen lassen müssen und irgendwie Naturgewalten ausgeliefert sind. Und fremden Menschen. Ärzten. Hebammen. Später Erziehern. Lehrern.
    Ich glaube nicht, dass das Bestreben nach möglichst absoluter Sicherheit in der Geburtshilfe allen Frauen gut tut. Vor allem nicht, wenn immer die (verständliche) Angst des Klinikpersonals Entscheidungen begünstigt, die möglicherweise der Frau und dem Geburtsverlauf (!) nicht gut tun. Nach eigenen Erlebnissen und unzähligen Gesprächen mit Freundinnen und befreundeten Hebammen habe ich soagr den Eindruck, dass vieles der aktuellen Sicherheitsbestrebungen im Krankenhaus einer komplikationsarmen Geburt entgegen stehen, weil die Frauen so passiv gemacht werden. Das mag für manche Frauen wichtig sein, die Verantwortung abzugeben, sich sagen zu lassen, was gemacht werden muss, sofortige PDA…für andere macht das den Geburtsverlauf komplizierter, die Geburt schwerer.
    Beim ersten Kind hatte ich (nachträglich gesehen) das Glück, in eine völlig überfüllte Entbindungsstation zu kommen. Bis auf ein paar blöde Kliniknebenwirkungen (während schlimmster Wehen irgendwas unterschrieben, dass ich Chefarztbehandlung bezahlen werde, obgleich der Chefarzt nicht im Haus war und ich diesen auch gar nicht wollte) verlief die Geburt schnell und unspektakulär. Im Vierfüßlerstand auf dem Boden. ;-) Alles ging schnell und ich war außerhalb des Radars, was mir gut tat.
    Zweite Geburt von vorne bis hinten fremdbestimmt. Das ganze Programm. Liegend auf dem Rücken 45 Minuten Wehen aushalten müssen, bei jeder Bewegung verrutsche der CTG-Knopf, ich durfte nicht in die Badewanne, weil „der Geburtsverlauf“ dann doch zu weit war, ich musste auf dem Rücken liegen, weil sonst der blöde CTG.Knopf verrutschte. Städnig wollten sie mir einen Zugang legen usw. Dann Fruchtblase geöfnet, dann Wehenhemmer, weil die Geburt plötzlich zu schnell wurde etc. Ich fühlte mich fremdbestimmt. Trotzdem eine wikrlich unkomplizierte Geburt.
    Dritte Geburt im Geburtshaus, das an eine Klinik angeschlossen war. Perfekt. Selbstbestimmung, großartige Hebamme, Sicherheit im Hintergrund, Vertrauen und Ruhe im Vordergrund.
    Die schönste Geburt von allen. Selbst die Schmerzen waren ein Witz gegen die, die ich in den ersten Geburten erlebt habe. Weil eben der Kopf und das Erleben der Umgebung viel mir unserer (Schmerz-) Wahrnehmung macht.
    Trotzdem: Muss jeder gucken, wie er klarkommt.

  41. OK, wenn ich nach zwei Wochen immer noch darüber nachdenke, will ich doch noch meinen Senf zum letzten Gerücht dazugeben. Der große Nachteil für alle Leute, die in Krankenhäusern arbeiten, ist dass sie die Leute eher nicht von der rationalsten und umgänglichsten Seite zu sehen bekommen. Ich schätze, das ist wie bei Polizisten.
    Aus Patientensicht kommt man in ein Krankenhaus mit Schmerzen oder Beschwerden und im Regelfall schiebt man Panik. (Was ist es, wie schlimm ist es/wird es werden, kann man mir helfen, waaah werde ich sterben?)
    Dann trifft man auf ein Riesengebäude voller Leute, die einen Haufen Arbeit und keine Zeit für Erklärungen oder gar Beruhigungsversuche haben. Man kennt die Abläufe nicht und dass man nicht gemacht hat, was von einem erwartet wurde, merkt man erst dann, wenn man vorwurfsvoll darauf hingewiesen wird.
    Hintergrundinformationen und Erklärungen einfordern ist auch nicht so die gute Strategie. Spätestens nach der zweiten Warum-Frage ist man im besten Fall zeitraubend und im schlechtesten schon der widerspenstige Meckerpatient. Die Götter in Weiß gehen zwar langsam in Rente, aber nach langen Diensten und wenn die Frage zum 200sten Mal kommt, haben auch ganz moderne Ärzte, Hebammen und Schwestern, die informierte Patienten bevorzugen, nicht mehr so die Geduld. Verständlicherweise.
    Und auch die altruistischten Ärztinnen und Hebammen müssen die Krankenhausabläufe im Auge behalten, was halt auch heißt, dass die Interessen der verschiedenen Patienten gegeneinander abgewogen werden müssen. Der einzelne Patient bekommt davon aber nur mit, dass er z.B. eiligst irgendwo hinbestellt wird, um anschließend ein, zwei Stunden wartend rumzusitzen.
    Oder dass er in seinem Zimmer liegt und keine Ahnung hat, ob er liegen bleiben muss, aufstehen darf/soll, ob demnächst jemand Wichtiges vorbeikommt oder nicht und an wen er sich wenden soll, wenn er was braucht.
    Oder die Röntgenärztin dreht die Patientin mal eben an der gebrochenen Schulter, weil sie ein besseres Bild braucht.

    Insofern leistest du mit deinem Blog einen unschätzbaren Dienst für die Öffentlichkeit, indem du eben die Warum-Infos lieferst, die man als Patientin normalerweise nicht hat. Ganz ernsthaft vielen Dank dafür!

  42. Ich überlege gerade, diese Seite auszudrucken und in den Vorraum unserer Station zu tackern.
    NEIN! ICH WERDS NICHT TUN!
    Auf den Punkt gebracht. Fertig! Danke!

  43. Super Post!
    Ich habe zwei Kinder im KH geboren – das erste ganz klassisch mit US, Braunüle, CTG und Chefarzt (aber ohne PDA – „Nein, Sie kriegen keine PDA. Sie kriegen jetzt ein Kind!“), das zweite nur mit Hebamme (weil für nichts mehr Zeit war). Die nächste würde dann wohl zu Hause stattfinden. Ich fand die „Unterbrechung“, den Transport in die Klinik, sehr kontraproduktiv. Ich denke, die zweite Geburt hätte daheim noch kürzer gedauert, denn im Krankenwagen setzten die vorher dreiminütlichen Wehen für 10 Minuten aus, bevor sie ohne Unterbrechung kamen und ich rennend in den Kreißsaal geschoben wurde (und ihn 20 Minuten später wieder verlassen und vier Stunden später wieder heimfahren konnte).
    Aber ich weiß auch, dass ich eine erste Geburt niemals zu Hause gemacht hätte. Man lernt halt auch dazu.
    Und ja, auch an mir hätten beide Hebammen und Ärzte gut verdient. Ich WOLLTE mich einfach unter Presswehen nicht mehr bewegen :)

  44. Auch wenn hier schon länger keiner mehr kommentiert hat und durch die Antwort von HeldinimChaos vom 03.06.2013, 10:26 Uhr der Wortlaut des kommentierten Artikels abgeschwächt wird: es wurmt mich einfach!
    Nicht jede Frau kann ohne PDA entbinden!
    In meiner ersten Schwangerschaft habe ich Wehen nur auf dem CTG gesehen. Sahen hübsch aus, gemerkt hab ich nichts. Auch nach fünf Tagen einleiten mit allem was es gibt nicht. Also Kaiserschnitt.
    Bei der zweiten Schwangerschaft hat dann nach dem Ballonkatheter eine einmalige Lage Gel ausgereicht. Dummerweise hat das Kind, oder die Wehen (ich sag nur: Muttermund von 3 auf 10 cm in zwei Stunden), oder beides so stark auf die Kaiserschnittnarbe gedrückt, dass ich dachte, ich kriege das Kind eher Alien-mäßig durch die Bauchdecke. Kommentar der Hebamme dazu: so kann das nichts werden, Sie müssen den Beckenboden entspannen. (HA! Danke dafür nochmal!)
    Ich hab mir dann eine PDA geben lassen und siehe da: fünfundzwanzig Minuten nach der PDA war der Kleine da. Ich hätte mich wegen der Narbe und der Angst, dass sie reißt, NIE soweit entspannen können, dass das normal geklappt hätte.
    Also bitte: wie auch in der Juristerei kommt es hier immer auch auf den Einzelfall drauf an.

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