OH_MEIN_GOTT! Oder: man lernt doch niemals aus…

…frau auch nicht!

Gestern bin ich über DIESEN LINK *KLICK* gestolpert: ACHTUNG!!! Hier werden Bilder einer Wassergeburt gezeigt. Nicht, dass jemand jetzt versehentlich auf meiner Homepage gelandet ist und vielleicht kein Wasser sehen kann oder so… ;)

Aber zurück zum Link und oben genannter Seite – ich gebe zu, ich war ein bisschen baff. Und habe beim anschauen der Bilder gemerkt, wie sich mir in wohligem Grusel die Nackenhaare stellen. Nicht, weil ich das Gesehene nicht gut finde – DAS weiss ich noch gar nicht genau, wie ich es finde. Nein – weil ich mir vorstelle, wie es ist, bei solch einer Zwillings-Beckenendlagen-Geburt der verantwortliche Arzt zu sein. Verzeihung: Zwillings-Beckenendlagen-HAUSgeburt! Also zwei Babys, beide falsch herum, mit dem Po zuerst, und in der heimischen Badewanne.

OKAY – ich HABE es mir überlegt. Ich hätte Angst. Was sage ich da – Panik hätte ich! Panik in Großbuchstaben. Denn mir würden permanent Horrorfilme vor meinem inneren Auge herunterlaufen – Kopf von Baby 1 bleibt stecken. Kopf von Baby 2 bleibt stecken. Babys verhaken sich ineinander und keines wird geboren. Frau blutet. Nicht nur ein bisschen – Frau blutet viel. Uaaaaaaaah…. *InPanikWegrenn*

Versteht mich nicht falsch – ich finde es TOLL, die Bilder und wie sanft und schön alles aussieht. Und die gute Frau sitzt da ja jetzt auch nicht allein herum – eine Hebamme war dabei, eine Hebammen-Assistentin, eine Hebammenschülerin, eine Doula UND ein Arzt. In der Badewanne dann noch der Mann und hinter der Linse der Fotograf.

Aber wenn ich jetzt NOCH mal drüber nachdenke… *UAAAAAAAAH* – ich renn dann lieber. Solche Sachen sind nichts für konservativ erzogene, deutsche Gynäkologen-Schisshasen. Die meisten Chefs bekommen hierzulande ja schon Schnappatmung bei ganz normalen Einlings-Beckenendlagen-Entbindungen IM Krankenhaus. Aber zwei! daheim! in der Badewanne!!!…

Whatever. Was ich Euch damit sagen wollte?

Mein Name ist Josephine und ICH bin ein Schisshase :)

P.S.: Die Familie ist übrigens extra von Florida nach North Carolina gezogen, um diese Geburt so durchziehen zu können. Hat man auch selten, dass eine Schwangere so 1000% weiss, was sie will…!

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88 Kommentare zu “OH_MEIN_GOTT! Oder: man lernt doch niemals aus…

    • Naja, ist sicher riskanter als eine Einling-Schädellagen-Geburt. Ich hätte auch Respekt und finde die Entscheidung mutig. Jedoch, und das wurde ja auch schon geschrieben, ist auch ein Kaiserschnitt kein Garant dafür, dass alles gut geht. Es gibt sogar Stimmen, die fordern, dass auch Beckenendlagen als Normallagen angesehen werden sollten. Zumindest bei Einling-Geburten ist die Gefahr nicht höher als bei Schädellage. Da wird auch einfach viel Angst verbreitet. Außerdem fehlt die Erfahrung bei vielen Helfern. Ich bewundere diese Familie.

      • Ich möchte sehr gerne noch einmal auf dieses Thema zurückkomen – spontane Beckenendlagen sind nur unter einer einzigen Voraussetzung einer Schädellage gleich zu setzen: Das die Geburtshelfer (Arzt UND Hebamme) Erfahrung damit haben!!!
        Das haben aber die wenigsten heutzutage. Ich komme in meiner kompletten Laufbahn auf gerade mal ein Dutzend BEL, die Hälfte davon bei einem zweitgeborenen Zwilling, was meist nicht wirklich zählt, da die quasi auch fast quer herausrutschen. Und in der Geburtshilfe sind 10 wie nichts. Dreiviertel meiner Oberärzte haben NOCH NIE eine spontane BEL begleitet, mehr als die Hälfte „meiner“ Hebammen auch nicht – da sieht die ganze Sachlage dann schon wieder ganz anders aus.
        Sicher kann das Kind auch einfach so herausrutschen, wenn man einfach die Finger weg lässt. Aber es müssen gewissen Grundvoraussetzungen gegeben sein, um das Risiko zu minimieren: Das Verhältnis Kind zu mütterlichem Becken muss passen, die Geschwindigkeit des Gebursvorganges, das CTG muss okay sein, etc. pp.
        Insofern finde ich es okay, wenn eine Klinik mit vergleichsweise wenig Erfahrung dieses gegenüber ihren Schwangeren auch zugibt. Das hat dann nichts mit „Angst verbreiten“ zu tun, sondern gibt der Frau ggf. die Möglichkeit, sich nach einer anderen Örtlichkeit umzuschauen…

    • Sorry, Deinen Kommentar finde ich ziemlich frech!
      Du kennst die Familie und die Beweggründe ihrer mutigen Entscheidung nicht. Vielleicht haben sie unglaublich gute „Geburtsinstinkte“ und wissen genau, was sie tun. Immerhin sitzen da schon zwei gesund und fröhlich aussehende Kinder im Familienbett :-)
      Was man sich selber nicht traut, muss man nicht bei anderen verteufeln.
      M.

      • „Geburtsinstinkte“?! Das klingt so als hätte da jemand bei der eigenen Geburt nicht genug Sauerstoff gekriegt. An so einer Hausgeburt ist nicht mutig, es ist einfach nur dumm und hat nicht mit „trauen“ zu tun. Es käme ja auch keiner auf die Idee zu behaupten, jeder der nicht aus dem Fenster springt und lieber die Treppe nimmt wäre zu feige.
        Wenn man selber so mit seinem Leben umgehen will, schön, ohne natürliche Selektion gäbe es uns nicht, so einen Schwachsinn aber auch noch im Internet zu propagieren und damit andere auf solche Ideen zu bringen ist unverantwortlich.

  1. Ich nehme mal an ihre Alternative war ein Kaiserschnitt. Zumindest würde man in Deutschland wohl erstmal eine Klinik finden müssen, die diese Geburt auf normalem Wege durchführt. Wahrscheinlich wäre man dann zumindest ans Bett gefesselt und von 20 Ärzten bewacht. Ich finde es mutig, kann es aber sehr gut verstehen. Und bitte schreib uns doch mal die Risiken bei Kaiserschnitt auf, das wird doch gerne mal vergessen ;-).

  2. Für mich auch nichts… die Bilder fand ich klasse – und die Frau hat ja schon ein paar Geburten hinter sich, vielleicht erklärt das ihre Ruhe…. Meine Geburten fanden immer in einer Klinik mit angeschlossener Neonatologie statt……. weil ich auch ein Schisser mit Pschyrembel im Schrank und leichter medizinischer Vorbelastung bin ;-)

  3. Ich reihe mich dann mal in die Schisshasen-Fraktion ein. K1 wurde im Krankenhaus im Wasser geboren, das war gut so und bitte nicht zu Hause (wer bitte macht da die Sauerei weg ;-) )

    • Ich bin auch ein Schisshase und habe drum mein Kleines daheim geboren :-) Die Sauerei machte übrigens mein Liebster weg.

  4. Boh allen Respekt. Ich spreche jetzt mal aus der Sicht einer Zwillingsmama deren Kinder ordentlich lagen, so wie es gehört, eine normale Entbindung wollte ich das war ja klar, aber zu Hause? Nee sorry da hatte ich einfach Schiss. (war auch gut so, Komplikationen gab es dann als die Babys draussen waren)
    Nee nee es ist gut das es Schisshasen gibt und man dann doch lieber im Krankenhaus entbindet.

  5. gut, dass nix schief gegangen ist!

    für mich wäre das nix gewesen…wer hätte mir denn dann meine pda verabreicht… ;-)

    gruß, heike

  6. Als alte Gyn-KS kann ich nur sagen wenn es richtig blutet,dann ist das so,als wenn man einen Wasserhahn aufdreht.
    Ich finde das grobdumm fahrlässig.Und ich habe selbst vier Kinder geboren,kann also mitreden.
    Nur so gesagt,falls hier jetzt eine Zwillings Beckenendlagen Mama auf leichtsinnige Gedanken kommt.
    Nicht alles was möglich ist,muss zwangsläufig richtig sein.

  7. Na klar, sowas kann auch gutgehen. Spaziergänge über die Autobahn können auch gutgehen. Und einen Sechser im Lotto haben mehrere hundert Leute pro Jahr.

    • perfekter vergleich! einfach nur verantwortungslos, im doppelten sinne. (hätte man auch so euphorisch „toll“ geschrien, wenn was schiefgegangen wäre?)

      • Vergiss nicht: im Krankenhaus kann auch sehr viel schief gehen. Hier waren Arzt und mehrere Hebammen anwesend. Das einzige was fehlte ist der OP. Aber Medikamente und sicherlich auch ein Skalpell hatten die auch da. Jede Hausgeburtshebamme hat auch Oxitocin u.v.m. etc dabei, das wird in den USA nicht viel anders sein als hier.

  8. Puh, das wäre mir viel zu gefährlich. Ich habe ein Kind spontan aus BEL geboren, das war völlig okay. Die Ärztinnen waren begeistert, dass ich keinen KS wollte und die Geburt selbst nicht viel anders als die beiden anderen Geburten vorher, es waren halt zwei Oberärztinnen dabei und nicht nur die Assistenzärztin.
    Als die Kleine dann bei mir auf dem Bauch lag, meinten die Ärztinnen nur, dass sie einer spontanen Geburt nicht zugestimmt hätten, wenn sie vom Gewicht gewusst hätten (sie hatte gut 3800g).
    Aber Zwillinge und beide in BEL, das ist meiner Meinung nach fahrlässig (und ich habe das bei meiner BEL- Geburt durchaus auch zu hören bekommen).

  9. Pfff, ist ja schön, dass es gut gegangen ist. Aber dieser Hype um eine „natürlich“ Geburt regt mich uff!!!!!
    An alle lieben Erstgebärenden, es kommt nicht darauf an wie es raus kommt! Hauptsache alle sind gesund am Ende.
    Im Übrigen zu den Risiken des Kaiserschnitts: Klar gibt’s die, aber die Sterblichkeit von Frauen durch Geburten war noch nie so niedrig wie heute (zumindest in den sog. westlichen Länder), weil wir eben auch die Möglichkeit zum Kaiserschnitt haben. Romantisierung von den tollen, natürlichen und angeblich schmerzärmeren Geburten, weil Frau natürlich zu Hause in der Badewanne hockt, machen mich erstmal nur wütend. Und erzählt jemand den vaginal Enbindenden vorher von schlecht verheilenden Dammrissen, Problemen beim Pinkel, Stuhlgang, Sitzen, Gehen, S*e*x? Nö, weil das muß ja so sein…. (ich weiß, auch hier gibt es Frauen, die keine Probleme haben!), aber meist werden diese Probleme gerne unter den Teppich gekehrt, während fröhlich über die Probleme und Risiken des Kaiserschnitts geplaudert wird.
    So, soviel dazu!

    • Einspruch!

      Es kommt eben DOCH AUCH darauf an wie es raus kommt!

      Denn auch das entscheidet darüber, ob am Ende wirklich beide, Mutter und Kind, heil und gesund aus der Geburt herausgehen. Oder würdest du eine sektionierte Mutter mit Dammschnitt und psyhischem Trauma als „heil“ bezeichnen??

      Was für eine bestimmte Frau gut ist, kannman aus der Ferne nicht prognostizieren, und selbst vor Ort weiß man das nicht 100%ig.

      Wenn bei der Frau im Video nur eine klinische Geburt mit maximalem Eingriff bzw. Sektio zur Debatte stand, wundert mich ihre Entscheidung nicht…

      Wer weiß, wie viele klinikverängstigte Frauen vielleicht doch die Klinik als sicheren Hintergrund akzeptieren würden, wenn sie sicher sein könnten, in der Klinik so interventionsarm wie möglich gebären zu können und wirklich nur im Notfall mit klinischen Eingriffen zu rechnen hätten? ich denke da an provisorische Zugänge, Dammschnitte, Geburten in Rückenlage, zuviel Personal drumrum, wechselndes Personal…

  10. O_O
    Ich oute mich als Schisser. Echt jetzt. Josephine, warte, ich bin net so schnell!
    Meine Zwillis lagen vor 3 Wochen in SL, also „richtig rum“, aber die haben noch Zeit um Blödsinn anzustellen ;) Aber wenn sich dann ne BEL abzeichnet, nehm ich lieber Kaiserschnitt. Und wie Freyda sehr richtig schreibt, gibt es auch bei Vaginalentbindungen Probleme. Und über die redet keiner. Weil is ja so.
    Ich mag nicht urteilen über die Frau, ich hoffe, sie wusste was sie tat. Und beide Kids scheinen gesund. Hoffentlich bleiben sie es :)

    • Das große Problem ist auch die Gesellschaft. Da sind vag. BEL nämlich leider zum allergrößten Teil verpönt!

      Und dann ganz wichtig(!) man braucht erfahrene Hebammen und erfahrene Geburtshelfer (keine Geburtsmediziner)!
      DANN sind BEL was ganz feines!!!
      Geduld, Ruhe und Vertrauen.
      Interventionsarme Geburtshilfe!!!

      Leider sehr sehr selten in Deutschland in den Klinik geworden.

      Ich bin sehr froh und glücklich
      eine Klinik gefunden zu haben wo ich so arbeiten darf!

      Und Josephine ist doch gut das du für dich erkannt hast das DU so nicht arbeiten kannst.

      Andere haben die Erfahrung und können so arbeiten.

      Herzliche Grüße

  11. Locker bleiben.
    Und großen Respekt an die Frau. Sie hat getan, was sich für sie richtig anfühlt und sich das passende „Personal“ gesucht, das sie dabei unterstützt hat und das Risiko mitgetragen hat.
    (Und klar, wer auf Kaiserschnitte steht, ist in Deutschland gut aufgehoben.)

    • Du weisst aber schon, dass die Amerikaner eine deutlich höhere Kaiserschnittrate haben, als wir bösen Deutschen? Die Brasilianer auch. UND die Italiener. Und, und, und…

      • Die KS-Rate haengt mitunter davon ab in welchem US-Staat man sich befindet und in welchem KKH die Geburt stattfindet/stattfinden soll. Einen Arzt zu finden, der eine natuerliche Geburt bei risikoarmen Folgeschwangerschaften nach KS bei der Erstgeburt unterstuetzt, ist dann auch so ne Sache…

        Eine Hausgeburt waer nichts fuer mich. Ich hab dann lieber Deine Kollegen in Rufnaehe „if the shit hits the fan“. Aber solange sich die Eltern ueber die Risiken bewusst sind und sich dann auch ne vernuenftig ausgebildete und registrierte Hebamme organisieren, sollen die mal machen. Was ich allerdings gar nicht nachvollziehen kann ist dieser Trend zur Hausgeburt mit ohne Hebamme und allem, also die sog unattended home birth. Dann schuettel ich dann nur noch den Kopf.

  12. Ich habe meine Zwillinge vaginal im Krankenhaus (Uniklinik) entbunden. Das erste Kind lag in Schädellage, das zweite in Beckenendlage. Es war mir sehr wichtig, keinen Kaiserschnitt zu bekommen. Mindestens genauso wichtig war mir, darauf vertrauen zu können, dass, wenn irgendwas nicht wie geplant läuft, schnell ein Kaiserschnitt gemacht wird und es eine Neonatologie gibt. Der Preis war, dass ich an ein DoppelCTG-Gerät gebunden war und wirklich fast keinen Bewegunsspielraum hatte. Den BEL-Zwilling musste ich auf dem Rücken liegend gebären. Es war also keine besonders selbstbestimmt Geburt. Aber eine sichere. Und ich bin sehr froh, dass es noch Ärzte gibt, die auch schwierigere Geburten wie Beckenenlagen oder Zwillinge vaginal entbinden können, und die mir eine „normale“ Geburt ermöglicht haben.
    Übrigens weiß ich, dass es in „meiner“ Klinik auch schon vaginale Zwillingsgeburten gab, bei der beide Zwillinge in Beckenendlage waren.

  13. Hut ab vor soviel Lebensvertrauen. :-) Ich bin selbst Zwillingsmutter und sehr dankbar, dass ich damals im KH entbunden habe und somit evtl. Komplikationen in sofortigen kompetenten Händen waren.

  14. Na ja, man betrachtet solche Sachen (wie fast alles) ja immer eher vom Ergebnis her- wenn es gut gegangen ist, hat die Mutter ganz mutig auf ihr Gefühl gehört, wenn es schief gegangen ist, war sie verantwortungslos…
    Unsere Zwillinge sind jetzt schon 17, sectio gab es erst, als sie sich nicht einigen konnten, wer den Vortritt haben sollte (das ist irgendwie so geblieben :-) )
    Bei der Vorstellung, das wäre zu Hause passiert, wird mir jetzt noch ganz schwummerig (und ich bin nur Vater… ).
    Ich bin schon ganz froh, dass da die volle Mannschaft vor Ort war.

  15. wassergeburt ist ja an sich eine tolle sache. aber ich würde niemals nicht zulassen, dass mein mann hinter mir im nicht-tinti-gefärbten wasser sitzt…

  16. Ich bin neidisch. Ganz ehrlich. Wir haben vor der Geburt unserer Zwillinge überlegt in die Niederlande oder in die USA zu fahren, für eine Wasser-/Geburtshausgeburt. Toll fand ich in den USA (findet man über Y0utube) eine Zwillingsgeburt, wo die Kinder neun (zehn?) Stunden auseinander waren und alle ganz entspannt gewartet haben, denn Mutter und Kind ging es gut – warum künstlich beschleunigen? Hier in Deutschland wird ja spätestens nach zwei/drei Stunden der Arzt panisch. Denn mit Zwillingen darf man ja heutzutage gar nicht mehr außerhalb des KKHses gebären. Die Versicherungssätze für die Hebammen sind da so hoch, das sie sich das nicht leisten können. Schade. Ich bin nicht der Meinung, das jede Frau „normal“ gebären soll. Aber ich fände es schön, wenn jede Frau es sich aussuchen könnte.

    • Es darf jede Frau versuchen normal zu entbinden. Kein Arzt steht da und verbietet es einer Schwangeren. Sie raten davon ab, klären auf und versuchen den werdenden Eltern verständlich zu machen welche Risiken es gibt. Die Entscheidung WIE entbunden wird, treffen immer noch die Eltern.

      Zwillinge aus BEL zu entbinden – wow – ich bin wirklich beeindruckt! WIRKLICH! Hut ab vor dieser Frau (die aber glücklicher Weise schon zwei Kinder – vermutlich vaginal- entbunden hat).
      Zwillinge aus BEL zu HAUSE entbinden… das hätte ICH als Mutter und Ärztin im Leben nicht gewollt. Allein beim lesen von Josephines Beitrag kamen mir ohne das ich nachdenken muss all die möglichen Komplikationen einer solchen Hausgeburt in den Sinn. Allein der Gedanke einer Blutung – bis der Rettungsdienst da, die Mutter aufgeladen und im KH im OP ist, ist sie vermutlich tot. Ein Graus, für alle Beteiligten.

      • Es ist ja immer eine Frage wie man aufklärt!!!!
        Wenn man nicht die Erfahrung hat, ggf. noch Angst, Panik, Ungeduld
        dann kommen solche Aufklärungen dabei raus das die Frau oder das Paar sich freiwillig für eine Sectio entscheidet…
        Wie oft mußte ich sowas miterleben, wie oft höre ich das von anderen…
        Und da ist es egal wie gut eine Assistentin ist, ohne vernünftigen Hintergrund hat man ein echtes Problem, leider!

        Lieben Gruß

      • Nun, ich hab mal über einen Fall einer deutsch Mutter in den USA gelesen. Die wollte ne natürliche Geburt, aber unter Beobachtung, also in der Klinik … Irgendeine Kleinigkeit kam dazwischen, etwas, das als „auch in den USA lösbar“ bezeichnet wurde, vielleicht bezog man sich sogar auf die Klinik, nur fühlte sich das Ärzteteam dem nicht gewachsen und hat, teilweise gegen die Indikation, auf einen Kaiserschnitt umgeschwenkt …

  17. Ich musste erst einmal Doula googlen! ( und ich bin sicher nicht die einzige!)
    Für mich wäre das auch keine Alternative gewesen, aber es ist die Entscheidung der Frau! ( meine Freundin hat ihre Zwillinge auch zu Hause am Termin entbunden, und ja, ich habe versucht das mit ihr zu diskutieren! Aber eine sozpäd kann sowas von diskutieren!) und alles hat wunderbar geklappt! Ich weiß, dass sie sich in Krankenhäusern einfach nur unwohl fühlt, und das muss man akzeptieren!

  18. Hatten letztens eine vaginale Entbindung von Zwillingen in Richterswil (Schweiz) auch beide in BEL und soweit ich weiss ging alles gut (war bei der Entbindung nicht anwesend, kenn nur die Mutter flüchtig) Aber grundsätzlich spricht – bei normal verlaufener Schwangerschaft (absolut grossgeschrieben!) doch nichts gegen eine Spontangeburt bei BEL, zumindest bei Eingingen und ich finde es sehr schade, dass viele Hebammen, wie auch die Gynäkologen nicht mehr wissen, wie ein Kind in BEL zu entwickeln ist. Wir haben Dozentinnen, die völlig gelassen von tollen BEL Geburten erzählen, einfach weil das damals NORMAL war!
    Selbstverständlich ist es auch möglich ein BEL Kind per Sectio zu gebären, das ist weder schlechter, noch böser noch verwerflicher. Einfach eine Alternative. (Allerdings würde ich mich nie mehr über steigende Krankenkassenprämien auslassen, wenn ich eine Sectio gewünscht hätte. – Natürlich auch hier nur bei komplikationsloser Schwangerschaft und ohne sonstige Risiken!)

    Über die Bilder will ich mich nicht gross auslassen – der Fall ist mir nicht bekannt. Offensichtlich hat sich das Paar ausreichend mit der Geburt und seinen diesbezüglichen Möglichkeiten auseinandergesetzt – gefällt mir persönlich besser, als Paare, die einfach mal eins kriegen. Wenn die Entscheidung für die Hausgeburt sauber abgewägt und aufgrund einer ausgedehnten vorsorglichen Abklärung erfolgte und gleichzeitig ein neonatalogisches Team für allfällige Komplikationen p.p. bereit stand…warum nicht? Klar vorausgesetzt sind in diesem Falle sowohl eine komplikationslose und ausreichend lange (!) Schwangerschaft, sowie die Erfahrung und Bereitschaft des begleitenden Teams. Liebe Josephine, wenn du in deinem Berufsleben schon viele BEL vaginal entbunden hättest, wäre die Angst kleiner, oder?

  19. ochMensch…hört doch mal mit der Panik auf.Ich finds großartig.
    Ich habe 2 Kinder aus BEL bekommen und es war ein Klacks.
    Und wir alle wissen dass Hausgeburten eh viel entspannter sind…
    mittlerweile darf man sogar bei einer BEL im Krankenhaus anders gebären und nicht nur in Käferchenstellung.
    Der dritte den ich bekomen habe war eine Schädellage und ich hatte im Leben nicht solche Schmerzen.Verdammt noch mal das tut weh wenn so ein Schädel ins Becken rammt

  20. Ich oute mich auch als Schißhäsin – und zwar insofern, als daß ich nicht wüßte, ob ich, käme es noch so weit, den „üblichen“ operativen Zirkus mitmachen wollen würde, der durch das englische Wort „delivery“ (Lieferung) so treffend beschrieben scheint. Ich habe zwei Risikoschwangerschaften im Bekanntenkreis gehabt, bei meiner Schwester ist es irgendwie auf dem natürlichen Weg gelaufen. Meine Mutter durfte nicht stillen, das fände ich für mich ähnlich schrecklich wie eine Operation bei der Entbindung. Aber ich kann nicht wirklich mitreden.

  21. @Frau Doktor Chaos.
    Für Wassergeburten braucht man auf jeden Fall ein? – Handtuch!
    Und wenn man dann noch den passenden Lesestoff dabei hat, der das Vorgehen bei so einer Geburt genau und Schritt für Schritt erläutert (sofern die Mistkerle von Verlag auf Ursa Minor Beta den Artikel nicht zusammengestrichen haben auf die zwei Worte „größtenteils unspektakulär“), braucht man nur noch auf die robuste, freundliche und weiße Plastikhülle des „Readers“ zu schauen, auf der in großen beruhigenden Buchstaben steht: KEINE PANIK!

    Und schon ist Frau Dr. Chaos der Frood schlechthin! ;-)

  22. Ich finds gut, dass sie einen Kaiserschnitt vermeiden wollte. Ich finds gut, dass sie sich genügend Fachpersonal dazugeholt hat (wurde hier schon die Geschichte von der ach so natürichen Geburt im Wald erwähnt?). Was ich nicht verstehe ist, warum man das ganze nicht in einem Krankenhaus machen konnte wo zur Not ein OP daneben ist.

    Ich hab meine beiden Kinder spontan geboren, ohne PDA, aber zumindest beim zweiten wäre es fast schiefgegangen weil der kleine Brocken steckengeblieben ist. Bis dahin war nur die Hebamme und mein Mann bei mir, wir hatten Zeit und Ruhe und niemand hat mir reingequatscht, aber als es kritisch wurde standen da dann eben plötzlich noch zwei Ärzte und haben ihn rausgehebelt. Man kann doch auch einfach auf nicht notwendige medizinische Eingriffe verzichten, sie aber durchaus als Backup haben wenn sie denn nötig sind.

    • Das Problem ist, daß – im Vergleich zu DE – gerade in den USA viele OB/Gyns oder ganze Abteilungen sehr kaiserschnittfreundlich bzw. Spontangeburt-unfreundlich sind, und gewissen Müttern normale Geburten u.U. gar nicht „erlauben“. Das kann man natürlich nicht pauschal für alle sagen, aber je nach Stadt und Staat kann man dort echt Pech haben. Diesen selbstverständlichen Luxus, den Du, Josephine und auch ich zu kennen scheinen, mit Patienten und Ärzten, die im Konsens handeln soweit möglich, den haben eben nicht alle. Ich gehe davon aus, daß die beteiligten im Video sich gut informiert haben und ggf. schlechte Alternativen hatten. Von daher möchte ich gar nicht urteilen, ob die Entscheidung fahrlässig war oder nicht, ohne den gesamten Hintergrund zu kennen. Die Verantwortung hätte *ich* aber auch nicht gerne getragen. Ich bin ja ein großer Freund von Geburtshäusern auf dem KH-Gelände, wo der Arzt nur drei Minuten vom GH entfernt ist. In manchen amerikanischen Staaten sind Geburtshäuser übrigens verboten… Ich bin schon froh, wie viel Auswahl wir hier haben! Echt!

  23. Noch was, was mir aufgefallen ist, auf dem Familienbild sind dann noch zwei ältere Kinder, die auch ziemlich nach Zwillingen ausschauen… also wenn die Dame schonmal welche geboren hat, warum dann nicht nochmal? Und in BEL?? Ich glaube, dass die Angst einfach daher kommt, weils einfach zu selten vorkommt (vorkommen darf in Deutschland). Wobei Amerika natürlich eine viiiiiel viel schlechtere Geburtshilfe bietet… *grusel*

  24. An die Geschichte im Wald habe ich auch sofort denken müssen – auch, wenn es wirklich ein vollkommen anders gelagerter Fall war. Und auch ansonsten kann ich Dir nur vollkommen zustimmen.

  25. Ich finde die Geschichte nicht halb so dramatisch wie einige Vorschreiber/innen. Sie hatte nun wirklich reichlich Fachpersonal dabei, sie selbst ist offenbar geburtserfahren und vielleicht lag ja eines der vorherigen Kinder auch in BEL (sind die ersten zwei auch Zwillinge?). Hausgeburtshebammen haben diverse Medikamente immer dabei und ich meine nicht Globuli! Sondern das, was man bei einer Geburt am ehesten braucht, u.a. Oxitocin und so weiter. Diese Frau hat sich sogar noch einen Arzt mitgebracht und der kam sicher nicht mit leeren Händen sondern hat sich ein Notfall-OP-Besteck mitgebracht. Der müsste sich ja auch in Amerika sicherlich vor Gericht verantworten, wenn was schief ginge, da wird er sich schon gut vorbereitet haben. Das einzige was fehlt ist der OP. Aber vielleicht hat sich der Arzt auch was halbwegs steriles gebastelt, wissen wir das? Wissen wir, wie weit weg die nächste Kinderklinik war? Vielleicht war die direkt im Nachbarhaus?

    Ich selbst hätte das wohl nicht ausprobiert aber ich kann die Frau verstehen, im Krankenhaus hätte sie einen garantierten KS bekommen. Den hätte ich auch nicht unbedingt gewollt.

    • Naja, jetzt müssen wir aber schonmal ein bisschen auseinanderklabaustern, worüber wir hier genau reden:

      Not-OP ist nicht wie Picknick, wo es reicht, dass ich ein Körbchen mit zwei, drei Messern und eine Decke drin habe.
      In der Klinik habe ich im Notfall einen Anästhesisten, samt Pfleger, zwei OP-Schwestern, einen weiteren gynäkologischen Kollegen (oder meinetwegen den Chirurgen) und im besten Fall ein bis zwei Pädiater. Außerdem ein Gerät zur Blutstillung, zum Blutabsaugen, Blutkonserven, etc. p.p.
      Darunter wird heute nur noch im Krieg operiert (selbst da hat man meist mehr) oder extrem armen Ländern. Und eine Zwillings-Notsectio ist schon unter optimalen Bedingungen kein Spaziergang.
      Wer macht denn die Narkose? Wer kümmert sich um die Kinder? Die Hebammenschülerin? Der Fotograf? Schließlich sind es gleich zwei.

      Wie auch immer – ich hätte die Verantwortung nicht tragen wollen…

      • Und außerdem kann man auch nicht sagen: der Arzt muss sich dann dafür vor Gericht verantworten… Das haben die Eltern so für sich nach reiflicher Aufklärung entschieden, und sicher einen Haftungsausschluss unterzeichnet….

      • na, das wäre doch mal ein neuer trend in der geburtsbewegung: haus-kaiserschnitt. ist bestimmt (trotz aller risiken, obwohl, die sind ja sowieso ALLE nur herbeigeredet oder hausgemacht) viel, viel weniger traumatisch für alle beteiligten als so eine olle klinik-sectio ;-)

    • Wenn ich die aktuelle Gesetzeslage hier in North Carolina richtig verstehe, „musste“ der Arzt sowieso anwesend sein, da Hebammen (CNMs (certified nurse midwives)) Hausgeburten nur unter Aufsicht eines Arztes durchfuehren duerfen oder sich ansonsten strafbar machen.

      • Dies war in Bezug auf die Aussage „Diese Frau hat sich sogar noch einen Arzt mitgebracht“.

  26. Ich freu mich für die Frau, dass Sie und die Kinder alles gut überlebt haben und es für sie genau die Geburt war, die sie wollte.
    Mir persönlich wäre das nichts und solche Geschichten bauen aus meiner Sicht unnötigen emotionalen Druck auf werdene Mütter auf. Ich wollte auch gerne mein erstes Kind in BEL natürlich entbinden. (Man liest ja so viel…) Die Klinik machte das prinzipiell auch, aber nach einmal Röhre und wiederholtem „zu klein“ Messen wurde uns eine Sectio doch sehr empfohlen und letztendlich auch gemacht. Uns beiden geht es gut, das Kind ist topfit und hat keine der angeblich typischen Kaiserschnittnebenwirkungen, ich war eigentlich mit der Geburt und vor allem der Nachbetreuung im Krankenhaus im reinen.
    Doch das emotional Schwere kam erst danach. Es war nicht die Sectio oder die Schmerzen dadurch, sondern so tolle Menschen (meine Nachsorgehebamme) die meinten, das hätte doch die perfekte Geburt werden können: perfekte Kindsgröße (2.900g, zierlich), Blasensprung und spontane Wehentätigkeit…oder Kommentare anderer Mütter, dass in dem oder dem anderen Krankenhaus doch für das ihrige 2!. Kind nach normalen 1. eine BEL spontan möglich gewesen sei…all das nagt dann doch irgendwann
    Bei all dem „natürliche, selbstbestimmte Geburt“-Gerede/Hype wird gerne vergessen, was passiert wenn es nicht gut geht: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/hausgeburt-eine-mutter-verliert-ihr-kind-a-889615.html da werde ich dann doch sehr nachdenklich und bin froh über mein gesundes Kind (auch wenn das zweite doch bitte normal kommen soll)
    Ich habe vorher nie verstanden, warum sich Mütter mit Sectio eventuell nicht als vollwertige Mütter fühlen könnten. Meiner Erfahrung nach liegt das weniger an der „nicht erbrachten eigenen Arbeit/Anteil“ als vielmehr an Druck und dummen Kommentaren der Umwelt… das ist das eigentlich traurige an der Sache.

    • dieser link sollte PFLICHTLEKTÜRE für alle werden, die zuhause entbinden wollen. es kann eben auch schiefgehen. und dann ist es meist schon zu spät. „hinterher ist man schlauer“. aber zu welchem preis? zu wissen, dass mein kind hätte im krankenhaus gerettet werden können, würde mich umbringen!

    • Es sind leider fast immer die anderen Mütter, die den größten Druck auf andere Mütter aufbauen. Wenn man arbeitet, ist man eine Rabenmutter, bleibt man zu Hause, die bedauernswerte Glucke. Entbindet man mit PDA nicht belastungsfähig, mit Kaiserschnitt … siehe ApfelPhi. Es tut mir immer wieder leid, wenn ich solche Geschichten, wie die Ihre zu hören/lesen bekomme. Hinterher ist es ja so leicht zu sagen, diese Geburt wäre doch auch auf „natürlichem Weg“ möglich gewesen. Hinterher ist man aber immer schlauer!
      Meine Meinung dazu ist, dass ich dankbar dafür bin, dass es mittlerweile so viele Möglichkeiten gibt, dank der modernen Medizin so viele Leben (der Kinder und der Mütter) zu retten. Ja, ok, das heißt nicht, dass der Kaiserschnitt das Nonplusultra ist. Ich habe auch eine unkomplizierte spontane Geburt (im Krankenhaus, aber nur mit Hebamme) hingelegt. Aber im Zweifelsfall/Notfall wäre es eben ein Kaiserschnitt geworden. Denn auch wenn man hinterher schlauer sein mag und sagen kann, hmmm, wäre vielleicht auch ohne gegangen. Dieses „vielleicht“ kann Menschenleben bedeuten! Und Hand aufs Herz. DAS verantwortet niemand mal so ganz leicht nebenher.

  27. Ich finde ja prinzipiell werden leider viel zu viele Schwangerschaften aus Angst vor Folgen mit Kaiserschnitt beendet, was zur Folge hat, dass auch nachfolgende Gererationen NIE lernen schwierige Geburten „normal“ auf die Welt zu bringen. Es wird also sicher eine Zunahme an KS-Geburten geben, die eigentlich komplikationslos spontan geboren werden könnten. (Soweit ich weiss, wird hier im Umkreis schon bei einer komplikationslosen Zwillingsschwangerschaft zum KS geraten)
    Back to topic ;) ich finde es SEHR riskant, bei mehreren zusammentreffenden Risiken NICHT ins KH zu gehen, es kann alles gut gehen, aber WENN Komplikationen kommen, stehen Leben auf dem Spiel, das finde ich einen recht großen „Einsatz“.
    Ich selbst gehöre auch zu den Angsthasen, habe aber auch Angst vor vorschnellen medizinischen Eingriffen und habe den Mittelweg einer Beleghebamme gewählt.

  28. Ich hatte eine (fast) völlig normal verlaufende Schwangerschaft mit einem ganz normal liegendem Kind, das mit unter 4000g geschätztem Gewicht auch ohne große Probleme zu Hause hätte geboren werden können. Nach 23 Minuten im Kreißsaal war er da – alles soweit gut. Nach 2 Stunden wurde er dann nochmal kurz zum Blutzucker messen abgeholt – und sofort auf die Kinderintensiv gebracht. Da wurde er auch erst nach 7 Tagen entlassen und dann auch direkt nach Hause.
    Hut ab vor jedem/jeder, die zu Hause entbindet, aber für MICH wäre es nichts (und erst recht nicht mit Zwillingen und ohGott ohGott auch noch in BEL.

    • Ja, ich denke, das verdrängen einfach viele, dass auch bei objektiv tollen Voraussetzungen noch viel schiefgehen kann. Bei mir war es das zweite Kind, nach komplikationsloser erster Geburt, Kind lag super, alles lief super, mir ging es blendend bis er eben mit der Schulter hängen blieb. Ich hab mir da in dem Moment nicht viele Gedanken gemacht, unter Wehen neigt man ja nicht so zum philosophieren, aber hinterher ist mir schon aufgegangen dass das sehr hässlich hätte werden können. Erstens hat mein Wohnzimmerboden bisher wenig Tendenz gezeigt, Ärzte daraus erwachsen zu lassen und auch den OP nebenan hab ich bisher noch nicht entdeckt. Ich hatte vorher ernsthaft überlegt, ob ich nicht eine Hausgeburt will, aber jetzt würde ich das nie nie jemandem empfehlen. Wenn man schon in einer gesellschaft lebt, in der es so tolle meidzinische Betreuung gibt, dann sollte man nicht ausgerechnet dann darauf verzichten wenn es um das Leben von ZWEI Menschen geht.

  29. nicht-tinti-gefärbtes Wasser?? oh gott…

    Probleme beim X, Y und Z??? (Aufzählungen siehe oben)… OHGOTT!!!!!!!

    nach dieser Diskussion hier kann ich mir nicht vorstellen, jemals Kinder zu bekommen…

  30. Nun muss ich doch noch meinen Senf dazu geben.

    Klar, Zwillinge in BEL zu Hause zu entbinden, finde ich auch seeeehr mutig. Aber die Hausgeburt insgesamt hier so zu verteufeln, finde ich nicht in Ordnung. Viele Probleme im KH sind selbstgemacht. Und wer eine Schwangerschaft hat, wo bei der Geburt Probleme zu erwarten sind, darf gar nicht erst zu Hause entbinden (von Alleingeburten rede ich mal nicht).

    Ich hatte vor drei Wochen eine wunderschöne, völlig komplikationsfreie Hausgeburt. Und es gab keinen einzigen Moment, wo ich lieber im KH gewesen wäre. Ich würde es jederzeit wieder so machen!

    (Übrigens, die Waldgeburt, von der hier die Rede war, war eine Gynäkologin^^)

  31. Ach Josephine, aus gegebenem Anlass: Was rietest du denn – rein hypothetisch natürlich, denn Ferndiagnosen per Internet sind ja weder erlaubt noch sinnvoll – einer viertgebärenden, die eigentlich gerne in der Klinik entbinden möchte (Sicherheit und so), aber Bedenken hat, es nicht mehr rechtzeitig ins Krankenhaus zu schaffen? Kind 1,2 und 3 kamen jeweils in 6 h, 2, h und 50 min. Gezählt wohlgemerkt vom ersten überhaupt spürbaren „Ziepen“ bis hin zu „Kind ist da!“. 3 mal unauffällige Schwangerschaft, alle 3 Kinder vaginal ohne Komplikationen, lediglich zwei waren „etwas“ propper (zwischen 4 und 4,5 kg, beide definitiv keine Diabeteskinder). Klinik ist 30 min Autofahrt entfernt. So, nu mal ächt jetzt: Was soll man dieser armen Frau raten, die eigentlich keine Hausgeburt will, aber noch weniger ihr Kind unterwegs im Auto gebären möchte?!

    • Hm – ich würde mir an Deiner Stelle eine Hebamme suchen, die ggf. Zuhause entbinden KÖNNTE. Denn lieber mit Hebamme Zuhause entbinden, als allein.
      Das setzt allerdings voraus, das die Hebamme schneller da ist, als ihr im Krankenhaus seid…

      Die Erfahrung zeigt allerdings immer wieder, das dritte Kinder gerne GANZ ANDERS machen, als Nummer eins und zwei… :)
      Alles Gute

      • mhm… die hebamme wohnt quasi neben der klinik, wenn ich also erst die hebamme hertelefoniere, um nachzusehen, wieweit ich bin, fürchte ich, ist mein hausgeburtsschicksal besiegelt ;o)
        nur: das hier wird kind nr. 4 – das dritte ist ja schon da und hat sich nicht die bohne um den spruch „die dritten lassen sich bitten“ gekümmert sondern eben den rekord im schneller sein noch mal drastisch unterboten … *seufz*

      • Davon kann ich ein Liedchen singen, bei uns war Nr. 3 eine ungeplante Hausgeburt…

        Meine beiden Großen kamen beide per Sekundärsectio nach Geburtsstillstand mit jeweils gut 4,5 kg zur Welt (ich bin „nur“ 1,54m groß und unschwanger 48kg schwer). Nr. 3 sollte deshalb eine geplante Sectio werden, der Termin war für 38+2 angesetzt. Eine Woche vorher ist mir morgens zu Hause die Blase gesprungen, die erste Wehe hat Kind 3 so tief in mein Becken befördert, wie keinen seiner Brüder vorher, nach Wehe 2 habe ich meine Hebamme angerufen. Die hat dann wohl den Rettungsdienst alarmiert, sich sofort ins Auto gesetzt und war vielleicht 10 Wehen später, noch vor dem RTW da. An einen Transport war da nicht mehr zu denken, ein paar Wehen später war das Kind schon da.

        Es ist alles gut gegangen, weder Nr. 3 noch ich haben einen Arzt gebraucht, aber selbst wenn der Fahrer des RTW alles gegeben hätte, er hätte mindestens 10 Minuten ins nächste Krankenhaus gebraucht, ohne Geburtshilfe, das mit liegt bestimmt 15 Sonderrechtsminuten entfernt, von der nächsten Perinatalstation mal ganz zu schweigen…
        *ichmöchtedanochnichtmalnachjetztfastdreijahrenweiterdrübernachdenken*

  32. Danke Nele für deinen Kommentar :-)
    Es ist definitiv bewiesen, dass Hausgeburten GENAUSO sicher sind, wie Klinikgeburten, natürlich nur unter bestimmten Voraussetzungen, das setzt eine absolut unproblematische Schwangerschaft und weitere Dinge voraus. Klar Zwillinge und der führende in BEL fällt wahrscheinlich nicht drunter…. Aber auch mal so: Im Krankenhaus könnnen auch Frauen und Mütter sterben, meistens wegen irgendwelchem hausgemachten Sch****. Einleitung vor/am Termin, viel zu früh das Forcieren der Geburt (Blase auf, Tropf dran, gern noch PDA dazu etc)
    Und genau deswegen ist es gut, dass es in Deutschland (noch) die Wahlfreiheit des Geburtsortes gibt, wird ja immer schwieriger eine freiberufliche Hebamme zu finden…
    Ach, und zum obigen Kommentar muss ich auch noch meinen Senf dazu geben, es ist das 4. Kind, bei den dritten geb ich dir Recht, die sind gaaaanz anders, aber beim 4. is ja doch meist so, dass einfach nur noch schnell geht… Deswegen, wie Josephine dir schon geraten hat, liebe Cassa, unbedingt ne Hebamme suchen :-)

    • Hier werden aber leider Äpfel mit Birnen verglichen! Denn die meisten Schwangeren und auch deren Hebammen lassen sich auf eine Hausgeburt ohnehin nur ein, wenn zumindest erst einmal alles nach „unkompliziert“ aussieht, während in Krankenhäusern eben genau alle die Frauen entbinden, bei denen es schon im Vorhinein nach Komplikationen aussieht. Da nackte Zahlen miteinander zu vergleichen ist eben unredliche Statistik!
      Und bei manchen Horrorstorys aus Krankenhäusern muss ich mich auch manchmal wundern, ob die betroffenen Mütter das wirklich alles genau so in Erinnerung haben, wie es abgelaufen ist. Und ob ihnen wirklich so gar keine Wahlfreiheit blieb. Ob man ihnen wirklich die PDA zum Wehentropf (meines Wissens eher kontraproduktiv) sozusagen aufgedrängt hat oder ob sie die nicht vielleicht doch eher selbst verlangt hat… .
      Und woher kommt es denn, dass kaum noch eine Hebamme sich mit Begeisterung auf eine Hausgeburt einlässt? Wegen der hohen Versicherungskosten. Und die sind nicht wegen irgendwelcher bösen Krankenhäuser gestiegen, sondern weil genug Mütter nach schief gelaufenen Hausgeburten geklagt haben!

    • Hebamme hab ich ja, aber ich mach mir echt berechtigte Sorgen, ob die Hebamme auch schnell genug hier sein wird/ich schnell genug zur Hebamme komme… *seufz* Ich brächt fast eine Hebamme, die 2 Wochen vor bis 1 Woche nach ET bei mir einzieht ;o)

      • Ach, das hab ich auch gedacht, weil die ersten beiden sehr schnell waren. Aber die dritten machen ja alles anders und somit hatten wir doch genug Zeit, um die Hebamme vorzuwarnen und sie war genau richtig da.

    • Bei aller Toleranz für individuelle Entscheidungen: DAS ist kompletter Wahnsinn. Delfine sind nämlich keineswegs die süßen Knuddeltiere, die man aus dem Fernsehen kennt. Sie können extrem aggressiv werden und greifen regelmäßig andere Tiere und auch Artgenossen sowie deren Jungtiere ohne Provokation an. Teilweise zerfetzten sie ihre Gegner regelrecht. Eine Geburt im Delfinbecken ist daher nur minimal mehr vernünftig als eine im Löwenkäfig.

  33. Wahlfreiheit !!! Bitte!!
    Und wenig Panikmache!
    Es gibt in jeder Richtung glückliche und traurige Geschichten, Erfahrungen und leider auch Verstorbene.
    Was ich wirklich traurig finde, ist die Tatsache, dass Hausgeburts- u. Beleghebammen durch die Gesetzesänderungen bei der Haftpflichtversicherung systematisch aus der Geburtshilfe verdrängt werden und meine Töchter (die erste per Zangengeburt in der Klinik, die zweite entspannt zu Hause geboren) wahrscheinlich nicht mehr die Wahl haben werden, den Geburtsort frei zu entscheiden.
    Und bei aller Risikoabwägung ist eine gute Geburtserfahrung auch sehr wichtig.
    M.

  34. Ich habe in Frankreich entbunden, dort wohne ich. Hausgeburten? Noch nie gehört. Geburtshäuser? Gibt es einige wenige als Test. Und so sehr ich dafür bin, dass werdende Eltern die Wahl haben sollen – einen Vorteil hat es, praktisch in der Klinik entbinden zu müssen (wenn man es nicht gerade allein im Wald will): Es gibt meiner Erfahrung nach kaum Debatte darum, wie man denn „richtig“ zu entbinden hätte. Ich wurde noch nie schräg angeguckt, meine BEL per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht zu haben. Ich muss gar nicht erst anfangen, mich zu rechtfertigen, wie ich es in Deutschland spüre. DAS würde ich mir für alle Eltern wünschen, auch die BEL-Zwillinge zu Hause entbinden. Auch für die Mutter aus dem in den Kommentaren verlinkten Spiegelartikel. Vielleicht sogar für die Waldgeburt ;)
    Verteufelungen jeder Art, ob Hausgeburt oder Kaiserschnitt, finde ich schade. Ich habe meinen Kaiserschnitt als schöne Geburt erlebt (http://www.37quadrat.com/2012/05/26/la-naissance-de-samuel/), aber bestimmt hätte eine andere Frau in der gleichen Situation das alles ganz anders empfunden und ich wiederum wäre vor lauter Schiss in der Badewanne zu Hause mit BEL-Zwillingen wahrscheinlich ertrunken. Solange eine informierte Entscheidung getroffen wird, sollte man m.E. diese doch bitte respektieren. Unabhängig vom Ergebnis bitte, denn schiefgehen kann egal wo und egal wie leider eben immer etwas.

  35. Ich habe mir mal die Tage noch mal durchgelesen wie Josephine eine Notsectio beschrieben hat.
    https://josephinechaos.wordpress.com/2012/02/20/t-minus-8/
    Von der Entscheidung bis zum fertigen Kaiserschintt sind dort 8 Minuten vergangen.

    Die Hilfsfrist für Rettungswagen bei mir in der Gegend beträgt auch 8 Minuten. In den meisten anderen Gegenden Deutschlands ist sie sogar noch länger. Ich denke mal für den Transport in den RTW kann man auch mindestens 5 Minuten veranschlagen wenn alles gut zugänglich ist. Wenn man Pech hat wird dann nochmal Verstärkung angefordert weil man die Frau nicht sicher in den Rettungswagen transportieren kann. Also noch mal 8 Minuten bis die Tragehilfe da ist. Dann vielleicht noch 10 Minuten für den Weg ins Krankenhaus. 4 Minuten bis in den OP.

    Wenn ich das hochrechne komme ich auf ca. 39 Minuten. Über eine halbe Stunde mehr als bei einer Geburt im Krankenhaus.

    Da sollte die Entscheidung eigentlich pro Krankenhaus lauten, oder?

    • Ha! Du sprichst mir aus dem Herzen. Siehe unten, habe Deine Eintrag aber zu spät gelesen. Kinners echt. Holt von mir aus das Wohnzimmer ins Krankenhaus, das passt da wenigstens rein. Das Krankenhaus passt einfach nicht ins Wohnzimmer!

  36. @ Nele: Mag stimmen. Leihst du mir dann bitte deine Kristallkugel, die mir zuverlässig vorhersagt, ob ich eine „normale“ Geburt haben werde?

  37. Mal eine doofe Frage: Wenn BEL bei Einlingen mit erfahrenem Geburtshelfer ziemlich unproblematisch sind, und es beim zweiten Zwilling quasi egal ist, wie er liegt (schreibt Frau Dr. Chaos), wo ist dann das besondere Problem bei Zwillingen in BEL?

  38. Ähm, ja….super, dass es so toll gelaufen ist.Glückwunsch nachträglich den Eltern.
    Glücklicherweise muss ich so eine Entscheidung nicht mittragen.
    Ich wäre auch gerannt…ergo…ich bin auch ein Schisshase.
    Wahrscheinlich läge – schon im Vorfeld, vor meinem gesitigen Auge – mindestens einer der Zwillis auf der nächsten ITS auf der Kühlmatte.

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