Das „Dankeschön“ wird abgeschafft…

Wir hatten das Thema kürzlich schon beim Kinderdoc: Höflichkeitsfloskeln ja oder nein?

Ich persönlich bin von Haus aus so erzogen, dass gegrüsst wird. Jeder. Jederzeit. Bitte/Danke sowieso.

Und so sage ich auch heute noch „Guten Morgen“, gleich zu Beginn des Tages. Dem Kerl nämlich. Dann dem Hund, dem Kinde, der Nachbarin, dem Pferd, der Bäckersfrau.

Ich sage „Danke“, für´s gekochte Frühstücksei, die Butterdose, die Postzustellung (so ausserhalb eines Streikes befindlich und zeitgerecht zugestellt) und das Entleeren der Mülltonne.

Ihr habt verstanden, was ich sagen will? Ich BIN ein netter Mensch! Korrigiere – war ein netter Mensch. Bis vor ungefähr genau mehreren Jahre, als ich feststellte, dass man sich in Deutschland auf verdammt einsamen Posten befindet mit so viel einfältiger Freundlichkeit.

Zum Beispiel Tag Eins in meinem (damals) nagelneuen Leben als Assistenzärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe an einem mittelgroßen Krankenhaus irgendwo am Rande des Nirgendwo:
„Guten Morgen“ dem Pförtner, der mich nur müde hinter seiner BILD-Zeitung heraus anstiert und seinen Blick dann umgehend wieder der vollbusigen Schönheit auf Seite 4 widmet (Hat dieses Blatt überhaupt eine Seite 4…?).

„Guten Morgen“ zur Hebamme, die mich anschaut, als hätte ich zwei Köpfe, darin aber nur ein Auge und wäre auch sonst zu nichts zu gebrauchen, anschließend „Schon wieder so ´ne Neue!“ brummt und grusslos von dannen zieht.

„Danke“ zu OP-Schwester Sue-Ellen für den dargebotenen Tupfer, die mich nur verächtlich aus eisblauen Augen anblitzt, bevor sie ein einziges Wort erwiedert: „UNSTERIL“! Heisst: Raus aus meinem OP, du Nichts, Staub unter meinen Schuhen! Geh dich waschen, fünf Minuten lang und wenn du dich dann traust, komm zurück, aber sprich mich NIE.WIEDER.AN!

Doch ich bin erst einmal hartnäckig: Grüße brav weiter, sage bitte und danke, gern geschehen und schönen Tag auch noch. Zu Dr. Überzwerg zum Beispiel, dem hypertrophen Chirurgen und Oberarzt Napoli, seinem ewig mies gelaunten, gynäkologischen Pendant. Antwort gibt es hier keine – vom Zwang, auf alltägliches Geplänkel untergebener Fussabstreifer antworten zu müssen, entbindet einen die Ernennung zum Oberarzt mit Versand des ersten, aufgestockten Gehaltszettels. Oder die Mitgliedschaft in einer Ärztekammer eurer Wahl:

Ich (froh gelaunt): „Josephine Chaos hier – guten Morgen!“

Ärztekammer-Frau am anderen Ende der Leitung: „….“

Ich (nur noch mittelprächtig drauf): „Ich hätte eine Frage zu meiner Facharztweiterbildung…?“

Ä-Frau (übelstgelaunt): „Können sie im Internet nachlesen!“

Ich (bisschen angefressen): „Da hab ich es aber nicht…“

Ä-Frau (unwirsch dazwischen fahrend): „Dann suchen sie eben weiter – ich kann mich nicht UM ALLES kümmern!“

*LegtAuf*

Zurück bleibe ich mit dem tutenden Hörer in der Hand und der Frage, was genau gerade schief gelaufen ist.

Gern genommen ist auch immer die erste Vorstellung bei den Schwestern einer neuen Station – als Antwort auf „Guten Morgen – ich bin die Neue!“ erhält man hier gerne mal

– „Herzlich willkommen – bringen sie bloss keinen um!“

– „Einstand feiern und keinen Kuchen mitbringen? Das geht ja gut los.“

– „Räumen SIE gefälligst ihren Krempel selbst weg“ und

– „Ist mir doch egal!“ zu hören…

Die Antwort auf viele, teils quälende, an die jeweiligen Schwestern gestellte Fragen ist auch immer mal wieder „Das ist aber nicht unsere Aufgabe!“

Bitte, danke – gern geschehen! Und wenn ich mir die Antworten auf eingangs gestellte Frage – ebenfalls beim Kollegen Kinderdoc nachzulesen – so betrachte, so wird bald klar, wo des Pudels Kern begraben liegt: Das deutsche Erziehungskonzept legt offensichtlich keinerlei Wert mehr auf die schönen Floskeln des täglichen Umgangs.

„Mein Kind soll selbst entscheiden, wann es bitte und danke sagen möchte!“

„Immer dieses sinnentleerte Herumgephrase – das ist doch alles nur Show!“

„Was hab ich denn davon?“

„Keiner kann mich zwingen!“

„Will ich nicht – brauch ich nicht – ist unnötig!“

Bla-Laber-Grütz.

Wer irgendwann einmal in irgendeinem englischsprachigen Land unterwegs war, und nach Wochen voll aufgehaltener Türen, Herzlicher „Hallos“ und sonniger „Dankeschöns“ zurück ins Land der Miesepeter und Obermuffel gekommen ist, der wird es vielleicht verstehen. Das es eben DOCH einen Unterschied macht.

Und lasst es oberflächlich sein, gespielt, gekünstelt oder was auch immer: MIR persönlich ist ein oberflächliches „Hallo, guten Morgen, wie geht es dir? Gut? Toll! Bitteschön-Auf Wiedersehen!“ tatsächlich TAUSENDMAL lieber, als eine ernst gemeinte Unhöflichkeit. So ist das nämlich!

Und somit hier an dieser Stelle: DANKE für Ihre Aufmerksamkeit… :)

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83 Kommentare zu “Das „Dankeschön“ wird abgeschafft…

  1. Grüssen ist nicht mehr in bei den Jungen, die gucken dich nur blöd an oder garnicht.
    bei uns war es auch üblich zu grüssen, ich wohne in einem kleinen Ort, aber wenn Du mal nicht mehr zur Zielgruppe 19-49 glaub ich war es mal, gehörst, wirst Du sowieso nicht mehr gesehen,
    Du wirst übersehen ab einem gewissen Alter, und dann grüsse ich eben auch nicht mehr.
    Sowas muss ich mir nicht geben. Aber jetzt: Viele Grüsse von mir

  2. *mal wieder den „Unterschreiben-Button“ suchen geht*

    Zwischen meinem Göttergatten und mir ist es wie in der von dir beschriebenen Welt auch…
    Ich – gut und höflich erzogen – gegen ihn – genervt von allen „Floskeln“, die in seiner Familie absolut unüblich sind. Da entspinnt sich dann schonmal folgender Dialog:

    A: Bring mir doch bitte eine Flasche Wasser mit wenn du kommst.
    G: „Ok.“

    A: „Danke!“
    G: „…“
    A: „DANKE!!!“
    G: *hmpfff*
    A: *HMPFFF* „WAS ist daran so schwer „Bitte“ zu sagen!?!?!“
    G: „…“ oder wahlweise ein genervtes „Biiittteee…“

    Aber ich gebe nicht auf… Irgendwann habe ich ihn soweit… Bestimmt… *selber Hoffnung mach*

    • Na ja, DAS ist ja schon Stufe drei – und die ist nicht zwingend. Manche Leute würden sogar sagen, so wird aus einer Freundlichkeit eine Bettelei: „bitte, nimm mir das ab“.
      Ist ja auch unlogisch, warum jetzt auf einmal der Gebetene bitten soll.

  3. Gern geschehen ;) Und auch wir legen immernoch Wert auf Bitte und Danke bei unseren Kids.
    Ey gib mir mal die Butter Mama. ….. da passiert sicher nichts.
    Bis das Wörtchen mit „B“ erschallt ;)

  4. Ich arbeite im Verkauf und bin wohl leider eine der wenigen die „Danke, bitte, schönen tag noch“ in ihrem Wortschatz hat und stets ein lächeln auf den Lippen. Ich finde wirklich solch „Höflichkeitfloskeln“ sollten mehr Aufmerksamkeit bekommen…MEINEN Kindern wird das jedenfalls ordentlich beigebracht *aufstampf*

    liebe grüße

  5. Da bin ich ganz deiner Meinung! Bitte, Danke, Guten Morgen, N’abend, Moin….was auch immer – da bricht sich wirklich niemand einen ab, das zu sagen. Wenn es dann noch nett und fröhlich rüberkommt – umso besser ;).
    Wir legen da auch Wert drauf und geben das auch den Kindern weiter (was immer gut ankommt). Schade, dass auf diese Höflichkeiten immer weniger Wert gelegt wird.

    Liebe Grüße,
    Jessica

  6. seltsam, ich halte es genau so, wie Du’s hältst (gehalten hast?),
    1. aus meiner Kinderstube, in der es keinen D-Zug gab (auch keinen ICE, den gab es damals noch nicht),
    2. weil es meinem Naturell entspricht und
    3. weil ich (meist beruflich) oft im Ausland war (dort habe ich mir angewöhnt, zumindest die Grund-Höflichkeitsformeln zu beherrschen).
    Es ist einfach ein gutes Gefühl, positiv und freundlich zu sein, auch wenn es den einen oder anderen Miesepeter (oder -petra) gibt
    .. das geht einem dann – verzeih – „am Arsch vorbei“!
    So eine Ansammlung von Unfreundlichkeit habe ich glücklicherweise noch nicht erlebt (trotz biblischen Alters).

    • ach so: Danke, liebe Josephine für Deine Berichte und die Geduld, die Du mit uns Kommentatoren (m/w) hast :-D
      Herzlichst
      Hajo

  7. Liebe Josephine!
    Ich befürchte, Du hast Recht. Auch hier ist grüßen teilweise „unmodern“ geworden. Bei manchen lass ich es dann eben weg, obwohl mir das wirklich schwer fällt, das einen regelrechten Kampf mit mir erfordert. :-( Und die Sache mit dem DANKE… Ich bedanke mich sogar bei meinem Auto, wenn es mich sicher von A nach B gebracht hat. :-) Und sonst ist es die einfachste Art, meinem Gegenüber mal etwas Gutes zu tun. Kost nix extra. Macht Spaß. Verbreitet Freude.
    Viele Grüße.
    Anke
    PS: Ich lese gerne hier. :-) Dein Buch hatte ich leider zu schnell durchgelesen…

  8. Toller Aufruf :)

    Ich gehöre auch zu der aussterbenden Spezies – wenn ich auch merke dass die großstädtische Unhöflichkeit abfärbt.

    Auch weigere ich mich grundsätzlich am Telefon im Büro oder irgendwo sonst auch nur einen Handgriff zu tun bevor ich gegrüßt wurde – da bin ich stoisch.
    Morgens 08:45 – VOR dem ersten Tee – Cheffe ins Büro stürmend: Gut dass du da bist. Der Dings hat angerufen – weißt eh der mit dem du gestern telefoniert hast (ja ne klar ich telefonier ja nur mit EINEM menschen *g*) – der braucht diesdasjeneswelches.
    FrauEngerl: Guten Morgen *brummel*. Wie geht es dir?
    Chef: Ja also der Dings.. *gesamtegeschichtenochmal*
    FE: Guten Morgen. Wie geht es dir?
    Chef: Ja – genau. Der Dings!
    FE: Guten Morgen. Wie geht es dir?
    Chef: Ja gut. Der Dings.
    FE: Guten Morgen.
    Chef: was hast du nur mit deinem Guten Morgen?
    FE: noch keinen Tee UNd keine Begrüßung.
    Chef: *genervt aber einsichtig* Guten Morgen Frau Engerl. Wie geht es Dir heute?
    FE: DAnke gut – war im _Kino. Ja der Dings hat mir auch ne mail geschickt – ist schon eingetütet.
    Chef: Ah gut also . … ah was hast du dir angeschaut?

    Wahllos mit Kollegen Nachbarn und Nachbarskinder wiederholbar. MEistens alle 3 Monate einmal – es hat nur begrenzte Depotwirkung.

  9. Puhh, endlich mal eine, die DAS ausspricht, danke Dir dafür! Hätte ich mich nie getraut, noch dazu sooo öffentlich, denn ich denke eigentlich, mit dem Bedürfnis auch mal diese (jedenfalls zu meiner Kindheit noch so genannten) Zauberworte zu hören, bin ich ein hoffnungsloses Auslaufmodell und als ein solches outet sich ja niemand freiwillig und ohne Not ;-))
    Ich bekam kürzlich in der eigenen Familie auf eine entsprechende ganz diskrete Bemerkung die volle Breitseite mit den Worten: „Ich hab kaputte Knie, ich kann nicht wegen jedem Sch… einen Kniefall vor dir machen“. Himmel, wer will denn sowas? Ich wollte doch nur mal fühlen, wie diese Zauberwörtchen auf meine wunde Seele purzeln…
    Ja, liebe Josephine, aber steter Tropfen höhlt bekanntlich den Stein, lass nicht nach, vielleicht wird Dir ja wenigstens mal unvermutet ein Lächeln zuteil…
    Liebe Grüße
    Froggie

  10. Liebe Josephine, herzlich willkommen an meiner Front! Ich werde es auch niemals aufgeben und weiterhin höflich bleiben. Ganz erstaunt sind die Leute auch immer wieder, wenn man „grundlos“ fröhlich dazu ist. Das können viele gar nicht fassen. Aber manche steckt es an und dafür lohnt es sich!
    Ach ja: vielen Dank!

  11. Liebe Frau Dr. Chaos,

    Sie sprechen mir aus dem Herzen! Auch ich vermisse den zunehmenden Wegfall einer früher selbstverständlichen Höflichkeit. Dabei lebt es sich mit Höflich- und Freundlichkeit so viel schöner und angenehmer als ohne. Und es ist deutlich leichter, als unhöflich zu sein.

    Danke, dass Sie Ihre Erlebnisse und Gedanken mit uns teilen.

    Viele Grüße von einer stillen Leserin, die Sie regelmäßig zum Grinsen und Lachen bringen.

  12. Ein wunderbares Pladoyer für die Höflichkeit! Du hast mir sehr aus dem Herzen gesprochen, leider gilt immer häufiger „Höflichkeit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr…“
    Ich habe mir damals (bei den Sprech- und Höflichkeitsanfängen meiner Kids) anhören müssen, dass ich meine Kinder dressiere, wenn ich auf bitte/danke bestehe. Nun gut, dann hab ich halt gut dressierte Kinder. Aber höfliche. Und ja, es kommt dann doch immer wieder gut an. Und ich freu mich drüber.
    An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für Deine tollen Geschichten, Du bringst mich oft zum lachen und wenn das mal nicht gesund und unverzichtbar ist, gell!

  13. Hier in CH ist es auch üblich, jemand zu grüßen und zu fragen, wie es dem anderen geht. Ich habe das auch übernommen, aber ich mag diese „heuchlerischen“ Frage überhaupt nicht, denn der andere ist überhaupt an einer wahren Beantwortung nicht interessiert.

    Ich gebe dir aber Recht, Bitte und Danke sind vielen verloren gegangen. Und auch wenn viele nicht darauf reagieren, grüße ich, sage Danke und Bitte und lächele auch mal, wenn ich es für angebracht halte.

    • Hier in Frankreich auch: Bonjour, ça va ? Aber sag bloß nicht, wie’s dir geht, das interessiert niemand. Weshalb ich immer antworte: „et vous ?“, was eigentlich keine Antwort ist, sondern lediglich die Gegenfrage. Aber von Berufs wegen darf ich ja nun auch fragen, „und wie geht es Ihnen wirklich?“
      Die Höflichkeitsgrenze mitten im Rhein hab ich vor 18 Jahren schon festgestellt, als ich als junger Student nach Straßburg kam; da wurde gegrüßt, die Studenten grüßten sich sogar mit Handschlag!, da wurden Türen aufgehalten, nur die Professoren, die duzten die Studenten.
      Hat sich aber auch arg abgeschliffen, leider.
      Und die freundlichen Verkäuferinnen sind jedes Mal sehr positiv berührt, wenn ich sie grüße und ihnen zum Abschied noch einen schönen Tag wünsche.

  14. Oohhjaa, kenne ich. Aber glaub mir: Für die wirklich tollen Menschen bist du damit ein Licht in ihren Tagen! Immer schön weiter kämpfen, du Kriegerin des Lichts! ;-)

  15. Liebe Josephine,
    vielen DANK!!!
    Ich weiß auch nicht, was an MOIN, DANKE, BITTE und TSCHÜSS soooo schwer ist. Mein Sohn ist mit seinen 5 Jahren auch schwerst genervt, aber ich fordere es auch immer ein. Ohne BITTE keine Butter o.ä., ohne DANKE kein Geschenk und HALLO/MOIN bzw. TSCHÜSS ist schon mal selbstverständlich.
    Und man muss nicht mal unbedingt ins englischsprachige Ausland – Schweden, Norwegen o.ä. reicht schon. Sehr höflich und nicht aufgesetzt! Ich vermisse es!!!

  16. Danke, dass es mal jemand sagt!
    Ich kenne das auch zu gut. Ich aber bin noch immer hartnäckig und grüße und danke und bitte was das Zeug hält. Und ich erwarte das auch von meinem Umfeld. Wer mich schonmal mitbekommen hat, macht das mittlerweile automatisch. Bei Personen, die ich gelegentlich doch mal wiedersehe, setzt in mir der Pädagoge ein:
    Die Omma sagt beim Einsteigen in den Fahrstuhl nicht ebenfalls „Guten Tag“? Na bitte, dann wünsche ich den „Schönen Tag noch!“ eben ein bisschen lauter.
    Der Kommillitone sagt nicht „Danke“, wenn ich ihm was in die Hand gedrückt/beantwortet/zugeflüstert habe? Starren und lächeln… Das holt der nach!
    Schatzi fragt nicht, ob er die Butter haben kann, „bitte“? Dann lächle ich und gebe ihm die Butter eben, wenn es ihm eingefallen ist.

    Gut, ich gebe zu, ich werde nicht als verrückt abgestempelt, weil ich diesen „kleine niedliche Frau“- Bonus, die großen Rehaugen und das ohnehin offenherzige Lächeln habe. Und bereits verrückt bin…
    Aber: es wirkt!

    :D

  17. Danke. Danke für diesen Eintrag! Ich verzweifle langsam aber sicher an der Unfreundlichkeit der Mitmenschen… :-( Bin selber auch so ein seltenes Exemplar, dass sich oft bedankt, sogar im Auto, freundlich um etwas bittet und immer ein Lächeln über hat. Aber an so manchen Tagen, wie heute z.B. (fieser Vorfall auf der Strasse) werde ich wütend und traurig gegenüber meinen Mitmenschen.

  18. *seufz*

    Wahre Worte – herrlich niedergeschrieben.

    Ich erlebe es jeden Morgen, wenn ich unser Bürogebäude betrete. Da stehen unsere Krankenpflegeschüler vor der Tür – ich gehe durch sie hindurch und sage Guten Morgen. An dem Tag an dem da auch nur einer oder eine Antwort gibt, können sie bestimmt gleich mal zeigen, ob sie das mit der Wiederbelebung verstanden haben.

    Und das sind nun alles junge Menschen, die mit und an Menschen arbeiten sollen. *koppschüttel*

    Ich lasse mir aber von solchen Zeitgenossen nicht meine gute Erziehung abgewöhnen, in die meine Eltern Zeit und Mühe investiert haben.

    LG
    Mechthilda

  19. Herzlichen Dank für diesen Beitrag!
    Ja, die Muffeligkeit in diesem Lande fällt mir jedes Mal auf, wenn ich aus dem Ausland zurück komme und durch den Flughafenzoll muss. Keine Antwort auf meinen Gruß, kein Zurücklächeln, nix, gar nix.
    Und so ist das hier ja leider an ganz vielen Stellen. Was mich aber nicht davon abhält, weiterhin höflich zu bleiben. Lasse mir doch von den Miesepetern nicht vorschreiben, wie ich mich den Mitmenschen gegenüber verhalte ;-)

  20. Vielen Dank für den Artikel! Es ist so frustrierend, wenn man ständig gefragt wird, wie und warum man zu dem nett ist. Solange ich jemanden nicht hasse, ist es doch erlaubt einen schönen Feierabend zu wünschen? Es macht soviel aus, wie man miteinander umgeht und schon eine kleine Umformulierung ins Höfliche kann soviel ausmachen. Durch die Arbeit in der Bibliothek habe ich auch häufig mit Menschen zu tun und es sind immer Lichtblicke, wenn ein Gespräch problemlos und freundlich läuft. Das rettet mir häufig den Tag und ich bin der Überzeugung, dass man auch Mitarbeitern in einem Geschäft ein schönes Wochenende wünschen darf, ohne zu „heucheln“. Warum sollte man Ihnen das nicht wünschen? Mit Höflichkeit zeigt man meiner Ansicht nach auch die Wertschätzung des Gegenübers und Höflichkeit sollte daher auch gepflegt werden.
    Manche fangen aber auch wieder mit der Höflichkeit an, wenn man selbst als Vorbild voran geht.

  21. Ich stimme zu- ich finde es einfach angenehm, gegrüßt und verabschiedet zu werden. Bitte-danke sowieso.

    Ach so, danke für deinen Blog (keine Floskel!)

    Liebe Grüße,
    Conny

    • Beziehungsweise: ich schätze es, wenn mein Gruß erwidert wird. Echos sind nicht nur in dem Bergen schön ;-)

  22. Ich kann zum Glück sagen, dass ich in einem Laden jobbe, wo die Eltern immer wieder drauf bestehen, dass ihre Kleinen Bitte und Danke sagen, wenn sie mit ihrem Taschengeld etwas bei uns einkaufen. :)
    Es besteht also noch Hoffnung!

  23. Amen to that! Genau so ist es. Und ich geniesse jeden Urlaub in den Staaten, wo ich mit „Hi honey, how are you“ begrüsst und mit einem „Thanks Sweetie“ verabschiedet werde…

  24. Wie schön!
    Ich freue mich auch über freundliche Begrüßungen und grüße natürlich selbst auch die Menschen, denen ich begegne (und oft auch die Vögel auf der Terrasse oder die Blumen im Gärtchen) und bedanke mich selbst bei dem Moderator im Fernsehen, der mir noch einen „guten Abend“ wünscht oder eine „gute Nacht“… und selbstredend erwider ich auch den Wunsch! :-)

  25. Ja! Ich will auch! Ok, ich gebe zu, morgens vor 8 fällt mir das schwer, aber ansonsten bin ich ein riesiger Freund dieser netten Worte. Gerne kann man das auch durch eine nette Freundlichkeit ergänzen… wenn ich mich beim Bäcker freue, dass es noch ein Stück von meinem Lieblingskuchen gibt, dann bringe ich das auch gerne zum Ausdruck (so nach dem Motto „Oh wie schön! Es ist noch ein Stück Zitronenrolle da. Damit machen Sie mir heute eine große Freude.“) oder aber zum Busfahrer „Es ist nett, dass sie für mich und meine Tasche extra den Bus abgesenkt haben.“ usw. Das macht das Leben doch viel lebenswerter… Ohne die ganzen Bittes, Dankes und vor allem auch Entschuldigungs (ja, die fehlen mir besonders!) ist es doch trostlos…
    Vielleicht beruhigt es die anderen aussterbenden Liebhaber dieser Floskeln: Ihr führe den Kampf täglich direkt an der Front und über mit Klassen voller Schülern. Gerne auch, indem ich mich zum Affen mache und das ganz übertrieben vormache. So kommen wir wenigstens alle zum Lachen ;) (Auch wenn ich die Achter voll gemein finde, wenn sie nach jedem meiner „Oh danke dir, das ist aber lieb von dir!“ bzw. „Entschuldige bitte, ich wollte dich nicht stören/anstoßen…“ Lachkrämpfe bekommen.
    Aber nungut, was erwartet man von Kindern, deren Eltern nicht wissen, dass man nur um Entschuldigung bitten kann und dann entschuldigt wird und nicht sie ihre Brut für alles Mögliche entschuldigen können…

  26. Ich bin gespalten. Ich selbst bestehe auf einer Eingangsbegrüßung vor einem Gespräch oder einem Arbeitstag etc., auf die Frage nach dem Befinden reagiere ich dagegen auch ein bisschen allergisch – einfach, weil ich „gut“ in der Regel nicht für passend halte, alles andere aber zu weit führt für einen kurzen Plausch. Insofern hat es mir schon ein bisschen aufgestoßen, wenn „meine“ Inderin bei den Übergabetelefonaten jedesmal mit „Hi Hesting, how are you?“ einstieg, auf mein „fine“ wartete und erst dann zur Sache kam – während mein Einstieg einfach aus „Hi Viji“ bestand.

    Thema Danke und Kinder. Die Nichte ist an Ostern zu Besuch und groß genug, um einzelne Teller in die Küche zu tragen. Ich bedanke mich jedes Mal deutlich. Irgendwann meint sie zu meinen Eltern: „Hihi, die hat ja danke gesagt.“ Spontan kam mir in den Sinn, dass ich nach Ansicht des Kindes nicht alle Tassen im Schrank haben könnte.

  27. Achso, und dann war da noch die andere Abteilung, die im vorletzten Job auf demselben Gang saß. Ich bin bei allen vorbeigegangen und habe ihnen ebenso einen guten Morgen gewünscht wie meinen Leuten. Damit war ich aber die Ausnahme. Und irgendwann fiel jemandem wieder ein, dass offene Türen der Sicherheitsrichtlinie widersprechen.

  28. Jaaaaaa! DANKE liebe Frau Doktor Josephine! Wir waren im November Flitterwochentechnisch in/auf Hawaii unterwegs. Auf die telefonische Frage meiner Mama, wie denn die Leute so seien, antwortete ich: „Och ziemlich oberflächlich, aber totaaaal nett“ darauf mein Mann:“ Tjaaaa zu Hause sind se oberflächlich UND unhöflich.“ Recht hat der Mann.

  29. Vorzüglich! Ein Mindestmaß an Knigge weist in die kulturelle Richtung zu der „Mensch“ sich entwickeln will, bzw. auch so gesehen und behandelt werden will.

    Abgeleitet von der goldenen Regel: „Behandle den anderen so, wie du selbst behandelt werden willst.“ kommt man mit der „universellen Sprache“ des Dankens in jeder Kultur durchs Leben. Den anderen mit etwas Würde, Respekt, Wertschätzung und Anstand behandeln – macht den Unterschied und bewahrt vor allem die eigene Mit-Menschlichkeit.

    Und mit ein bisschen Übung, fällt es auch selbst angesichts der wachsenden Zahl von Grußmuffeln nicht allzu schwer. Im Danken kommt Neues ins Leben hinein. – DANKESCHÖN für die Erinnerung!

  30. In dem Zusammenhang fällt mir grad ein, wie unmöglich ich manche Leute auch beim Einkaufen finde. „Ich bekomme drei Brötchen“… Ja, wird wohl so sein, leider auch ohne bitte zu sagen, der Bäcker ist ja auf das Geld angewiesen. Eigentlich warte ich ja mal auf den/die Verkäufer/in, der dann nach dem Zauberwort fragt :-)

  31. Guten Morgen :-)
    also ich zähle mich zu den jüngeren Leuten und ich finde dass das gar nicht out ist, in meinem Bekannten und Kollegenkreis zumindest ist das sehr IN! Da wird wird „ordentlich“ gegrüßt, bitte und danke gesagt, ein schönen Tag gewunschen usw. usw. …schade das sich das hier ein bischen so anhört als würde das nur die jüngere Generation betreffen, das sehe ich nämlich nicht so. Als tägliche S-Bahn Fahrerin erlebe ich sowohl Junge Leute die freundlich grinsend neben einem Platz nehmen als auch die ältere Generationen die nur stier kucken. Natürlich auch mal andersrum. So… bitteschön, wollte ich nur mal loswerden :-)
    Liebe Grüße
    Claudia
    PS: Wie heisst dein Buch? Würde es auch gerne lesen.

    • Liebe Claudia,

      Nein, es ist mitnichten nur die jüngere Generation. Ganz im Gegenteil habe ich das Gefühl, dass es durch die Bank weg alle Altersstufen betrifft.
      Und was mein Buch betrifft: einfach mal bei Amazon „josephine chaos“ eingeben :)

      Lieber Gruss
      Die Josephine

  32. Höflichkeitsfloskeln :JA! Bitte, gerne!

    Die Nachbarn hatten neulich ein „Schwill aber deinen Ball haben!“-Kind im Nachbarsgarten- und der Ball- und das andere Spielzeug, das er haben wollte- war alles unseres. Also, das war auch in unserem Garten. Aber: So nicht…

  33. Die Diskussion um Grußformeln, Bitte / Danke gibt es hier auch familienintern. Während ich großen Wert darauf lege, dass sich meine Kinder höflich zeigen, möchte mein Bruder „ein Kind und keinen dressierten Affen“.
    Wobei bei mir auch rudimentäre Tischmanieren dazu gehören. Ich empfinde es als überaus unangenehm, wenn mit vollem Mund gesprochen oder getrunken wird. Halbzerkaute Pommes oder Nudeln auf der Tischdecke, dem Teller vom Gegenüber oder schwimmend im Wasserglas – danke, ich hab gegessen!

  34. EIn ganz klares DANKE von mir! :-)
    Leider hast du aber Recht, Höflichkeit wird heutzutage völlig überbewertet. Besonders dann, wenn es hektisch zugeht, sich jemand auf den Schlips getreten fühlt oder ganz allgemein scheiße drauf ist.
    Trotzdem ist es immer wieder überraschend, was man mit ein bisschen Freundlichkeit (oder auch nur Höflichkeit) so alles bewirken kann…

  35. Es gibt aber auch den umgekehrten Fall, wenn ein „Bitte“ oder eine Grußformel Unfreundlichkeit oder ein schlechtes Image kaschieren sollen. Wie z.B. bei der Deutschen Bahn. Bei JEDER Ansage mindestens eine 10-Sekunden-Höflichkeitsanrede mit diversen Freundlichkeitsbekundungen.

    Das führt dann mitunter zu Exzessen wie „Der Ausstieg befindet sich in Fahrtrichtung links, bitte.“ Wie kann man denn einen Ausstieg bitten? Oder ist das eine Bitte ans Stellwerk, gefälligst das richtige Gleis anzufahren, damit der Ausstieg BITTE auf der richtigen Seite ist?

  36. „Könnten Sie an meiner Uhr bitte das Armband wechseln.“
    Ein einfacher Satz. Der Uhrmacher bei uns war so perplex, dass er meine Frau auf der Hunderunde auf den höflichen jungen Mann angesprochen hat.
    Das spricht Bände und daher ein großes Dankeschön für den Beitrag.

    LG Kad
    Kad

  37. Danke! Danke für diesen tollen Artikel!

    Mir wurde als Kind auch beigebracht zu Grüßen und Bitte und Danke zu sagen. Meine Mama sagte immer:“Sag schön Hallo, auch wenn du die Leute nicht kennst, sie kennen sich!“ Das vergisst man nicht.

    In der Ausbildung, in einer mittelgroßen Firma, grüßte auch jeder als ich in einen großen Konzern wechselt guckten mich die Leute auch an als ob ich von einem anderen Stern kommen würde! Aber ich lasse mich nicht davon abbringen!

    Genauso werden auch unsere Jungs erzogen. Der kleine Prinz grüßt im Supermarkt auch schon fleißig jeden „Miteinkäufer“. Traurig aber das so selten etwas zurück kommt, da ist er immer ganz enttäuscht.

    Wir geben nicht auf, die Welt ist schon traurig genug! Ein bissl Höfflichkeit und Freundlichkeit ist nie verkehrt!!

  38. Ich grüsse sogar den Nachbarn freundlich, dem ich mitgeteilt habe, dass ich das nächste Mal die Polizei rufe, wenn er nach 22 Uhr noch einmal 15 Minuten wüste Beschimpfungen brüllt, nur weil mir ein Buch runtergefallen ist. :-) In den Südstaaten der USA habe ich einen wunderbaren Ausdruck dafür gelernt: „Killing them with kindness“. Funktioniert einwandfrei und macht grossen Spass.

  39. DANKE,DANKE, DANKE
    Meine Omili hat mich ganz gut erzogen finde ich, Guten Morgen, Guten Tag, Guten Abend, Bitte und Danke, älteren Menschen die Tür aufhalten und den Platz anbieten…“Kind“ sagte sie immer,“Kind, behandel jeden so wie Du selber behandelt werden möchtest“ sei freundlich, hab Respekt, ich füge für mich heute hinzu, nur alles gefallen lassen muss man sich auch nicht. Meine Jungs erzieh ich genau so und egal wo, ich bekomme immer das Feedback das meine Jungs sehr wohl erzogen sind, freundlich, höflich, hilfsbereit, hachz dat geht runter wie Öl.
    Und ja Unhöflichkeit ist ein Problem das in allen Altersschichten auftritt, ich hab nun 7 Jahre in einem Haus gewohn, da grüßte echt niemand, irgendwann grüßte man mich dann doch und irgend eine Nachbarin behielt meinen Namen, fing an mit mir zu reden, über den toll blühenden Balkon die doch sehr großen Jungs und das die erstaunlich freundlich und höflich sind…und hinter vorgehaltener Hand meinte sie dann ich hab das schon richtig gemacht gegen penetrante Freundlichkeit kann man sich nicht wärmen und es wäre schön das hier mal wer mit Anstand hin gezogen wären.
    Nun bin ich weg gezogen, viele der älteren waren traurig und manchmal treffe ich sie auf der Einkaufsstrasse, da ich nur ein paar Strassen weiter gezogen bin in ne größere Wohnung, ich werde freudig umarmt, man schwatzt und ich hab das Gefühl man saugt „FREUNDLICHKEIT“ auf.
    In der neuen Wohngegend nun grüße ich weiter wie bisher, doch bin ich mehrfach schon verduzt stehen geblieben, da kommt ein Echo zurück, huch das bin ich ja gar nimmer gewohnt, alle Nachbarn sind nett, freundlich und hilfsbereit und ich wohne nur ein paar Strassen weiter…ach es hat übrigens auch nix mit damit zu tun welcher Herkunft man ist, auch da betrifft es durch die Bank durch alle.
    Eine Sache noch, mein Ausbilder hat als ersten Akt der Ausbildung einen großen Spiegel in den Raum geschoben, stellte uns einen nach dem anderen davor und meine wir sollen lächeln üben.
    Eine kleine Geste, doch sehr wirkungsvoll und daran versuche ich mich jeden Tag zu erinnern, ich schau morgens in den Spiegel, sehe etwas verschlafenes zurückblicken und lächel es an.
    Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag :)
    So genug geschrieben, ich wünsche ihnen allen noch einen schönen Tag.
    LG
    Fio

  40. Ich glaube, es gibt überall sohne und solche.

    Ich bemühe mich, meinen Kindern auch Grüßen, Danken, Nichtschmatzen usw. beizubringen und hatte zwischendurch immer mal das mulmige Gefühl, dass es irgendwie nicht so recht klappte. Aber bei meinem Großen kam es auf einmal wie von selbst, als die Pubertätsphase vorbei war. Da hoffe ich beim zweiten Kind auch noch auf den Erfolg…

    • Oh, das Gefühl kenne ich. Aber aus Erfahrung kann ich sagen, dass dennoch etwas hängen bleibt. Daheim mag es nicht danach aussehen, aber wenn man nach Ausflügen/Klassenfahrten/whatever die Rückmeldung bekommt, dass die Kinder positiv auffallen, dann hat man doch was richtig gemacht.

  41. Auch ich als jüngerer Mensch finde es oft sehr traurig, wenn man sich nicht einmal Guten Morgen sagen kann oder eben Bitte/Danke.
    Leider ist unsere Gesellschaft so eingestellt, dass man am besten nur Dinge tut, die einen weiterbringen und dazu gehören anscheinend keine Höflichkeiten.
    ich habe ürbigens Studienkollegen, die können einen echt nicht einmal morgens grüßen. Wenn man sie dabei anlächelt und ganz freundlichen Guten Morgen sagt, dann schaffen sie es nicht zurückzugrüßen. Allerdings haben sie auch nicht den Mut mir dabei in die Augen zu schauen, sie müssen wegschauen und mich ignorieren, denn sonst ertragen sie die Höflichkeit nicht. Das ganze Spiel lief insgesamt über mehere Monate, jeden Tag, einfach nur traurig!
    Was ich aber auch schade finde, kein Mensch stellt sich mehr vor, wer er ist und was er will/macht/tut. Die Leute wollen anscheinend lieber anonym bleiben, selbst wenn man mit ihnen zusammenarbeiten soll.

  42. Liebe Frau Chaos,
    Ich lese immer wieder sehr gerne bei Ihnen und auch dieses Mal haben Sie den Nagel auf den Kopf getroffen. Für mich gehört in diese ganze Aufzählung auch das „wiebitte“, meist erntet man ja doch nur ein „hä?“,das ist mein personliches rotes Tuch.

  43. Ersteinmal herzliches Dankeschön hierfuer :) Auch ich komme grundsaetzlich gut gelaunt und höflich an und behalte es auch eisern bei, obwohl man sich manchmal fragt……. Mir ist es jedenfalls sehr viel lieber, höflich und freundlich zu sein als nicht. Und wenn sich die Leute nach dem Sinn des Ganzen fragen – es macht das Zusammenleben doch erheblich leichter. Ausserdem scheint es als wuerde doch tatsaechlich der stete Tropfen den Stein höhlen. Mit eisern beibehaltener Höflichkeit und Freundlichkeit erntet man meistens dasselbe. Meistens. Manchmal hilft auch nichts, wie ich vor kurzem schmerzlich erfahren durfte. Das wird trotzdem nichts daran aendern, wie ich mich verhalte. Und dass ich dasselbe höfliche Verhalten von meinen Kindern erwarte :)

    Lange Rede, kurzer Sinn. Danke nochmals!

  44. Wie leichter wäre das Leben im Land der Rüpel und Muffel, wenn die Freundlichkeit und Höflichkeit Pflicht wären.
    Sie öffnen Türen und Herzen.
    Und machen Freude.
    Danke für Ihr Blog, gnädige Frau.
    Es bringt mit viel Vergnügen.
    Gute Nacht, und schlafen Sie gut.

  45. Abgesehen von „Wie geht’s“ – die Antwort will oft niemand hören – finde ich es auch gut und wichtig, im Alltag höflich zu sein. Das funktioniert wie beim Karma: Es kommt irgendwann zurück. Oder quasi-physikalisch ausgedrückt, die Gesamtmenge an Höflichkeit im System nimmt zu :-)

    Auf „wie geht’s“ antworte (*hm*) ich meist ganz kurz, etwa „Danke“, oder „und selber“, und führe dann bald das Gespräch, das ich führen möchte. Wenn es mir gerade sehr gut geht (Grossen Erfolg gehabt, von Krankheit erholt, gerade aus dem Wellness-Tempel geschlurft), sage ich auch mal so etwas, schon ein „solala“ ist mir aber zu negativ, auch wenn es meist zutrifft. Zur Begrüssung finde ich es dann, wenn ich so eine Floskel benutzen will, für mich selbst angenehmer, irgend etwas sinnvolles zu sagen – „schickes Hemd“, „warst Du beim Frisör?“, etc.

    Ein in einem anderen Kulturkreis aufgewachsener Mensch, mit dem ich geschäftlich zu tun hatte, verlangte von mir, vor jedem Gespräch (wenn es das erste am Tag war) mindestens fünf Minuten über Familie (so wichtig!!!) und Gesundheit (gibt nichts Wichtigeres!!!) zu reden. Das war mir drastisch zu nervig, wenn ich nur eine einzige Information brauchte, um weiterarbeiten zu können – etwa, ob der Kunde das Projekt bewilligt hat oder ob die Entwürfe endlich gekommen sind und ich Material abholen kann – gerade wenn es eine Viertelstunde vor Geschäftsschluss ist oder sich die Arbeit auf meinem Schreibtisch türmt, habe ich wenig Drang für private Unterhaltung. So ein Mittelding wäre da gut gewesen. Dafür war er in der Höflichkeit vorbildlich. (So vorbildlich, dass er Kunden nicht verständlich machen konnte, dass Geld noch zu zahlen ist – die werden das schon merken, dass die Rechnung noch offen ist. Bloss nicht Leute unnütz belästigen)

  46. Hi, ich kann da nur zustimmen, ich werden auch oft komisch beguckt, wenn ich freundlich grüße.
    Interessanter- und erfreulicherweise grüßen hier seit einiger Zeit aber die Busfahrer wieder freundlich zurück – und das in Berlin ;)

  47. So wahr, josephine! Heute morgen gehe ich aus dem Haus, wo gerade ein ca. 4-Jähriger Junge vorbeiläuft. Er hört dass die Tür aufgemacht wurde und dreht sich um, lächelt sonnig und sagt „Bonjour madame!“. Zu süß :)
    Wenn ich bei meinen Eltern in Deutschland bin und auf der Straße nicht zurückgegrüßt werde macht es schon miese Laune. Auch wenn es nur eine Formalität ist, der wahre Charakter zeigt sich darin wie man Leute behandelt die für dich nicht „nützlich“ oder verwandt/befreundet sind.

  48. Durch Krebserkrankung des Kindes waren wir die letzten Jahre SEHR oft im Krankenhaus, und was soll ich sagen: Mein „Bitte/Danke/Hallo“ hat mir bei den meisten Schwestern und vielen Ärzten echt einen „Like“-Bonus eingebracht… wir wurden (fast) nie genervt/gestresst behandelt sondern (fast) immer und von allen freundlich behandelt… So manche Schwester hat auch ein bisschen freudig überrascht auf meine Höflichkeiten reagiert, und der ein oder andere „Hausdrachen“ ist sogar ganz zahm geworden… Eigentlich traurig, wenn man drüber nachdenkt: Ich hab nämlich schnell geschnallt, warum die sich so freuen – ein großer Teil der anderen Eltern/Patienten behandelte das Personal nämlich eher wie Diener denn wie Mitmenschen… Ja, soziales Schmieröl braucht der Mensch, denn er ist ein soziales Wesen dass in einem sozialen Gefüge lebt!!!

  49. Die Frau von der Ärztekammer erinnert mich an mein Telefonat mit dem BfArM. (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte – für alle nicht medizinisch/pharmazeutisch Geschädigten)

    Die zuständige Sachbearbeiterin hatte mir geschrieben, dass ich Formular A verwenden sollte, aber Formular B ergab mehr Sinn (und war auch das richtige). Ich wollte sie fragen, welches das Richtige sei. Sie hatte mir sogar vorher gesagt, dass ich bei Unklarheiten anrufen sollte, da eine falsche Einreichung für alle Beteiligten mehr Arbeit ist und den Prozess unnötig verlängert. Was ich nicht wusste war, dass sie im Urlaub war.
    Ich rufe also im BfArM an. Jemand nimmt ab. Männerstimme: „Jetzt nicht!“ und legt wieder auf. Ich habe eine Frau erwaret und so meldet man sich doch nicht am Telefon. Ich war überzeugt, dass ich mich verwählt habe und rufe noch einmal an: „Ich rufe zurück“
    Ich bin immer noch irritiert und weiß nicht ob ich in der richtigen Abteilung (oder überhaupt beim BfArM) angerufen habe, beschließe aber den Rückruf abzuwarten.
    10 Minuten später werde ich zurückgerufen und darf mir erstmal einen Monolog anhören: Thema: Warum erwarten alle, dass Behören immer erreichbar sind, auch wir haben Besprechungen. (Dass erwarte ich nicht. Ich habe kein Problem mit einem „Herr XX ist in einer Besprechung soll er Sie zurückrufen“/ Können Sie es in 20 min noch einmal versuchen oder ähnlichem (zu Not auch nur ein Anläuten, wobei ich finde, dass im geschäftlichem Bereich immer weitergeleitet odeer AB geschaltet werden sollte) und ich erwarte, dass man sich richtig am Telefon meldet: Name/Firma/Guten Tag)
    Dann folgte der zweite Monolog: Sie rufen von einer Uniklinik an. Die sind sowieso immer und überhaut unfähig, unselbstständig und stellen Fragen.
    Dann kam Monolg 3 (den habe ich nicht richtig behalten, da ich während Monolog 2 angefangen hatte meine Emails zu lesen): Es steht doch alles in den Gesetzen, Verordnungen etc. warum versteht das keiner. Warum machen sind die meisten Formulare immer fehlerhaft ausgefüllt und vor allem warum rufen ALLE IMMER MICH an! Ich habe besseres zu tun als den ganzen Tag Fragen zu beantworten.
    Dann holte er endlich Luft und ich konnte meine Frage stellen:
    „Welches Formular ist richig?“ – „Formular B“ – „Danke und Tschüß“

  50. Der Landkrauter benutzt des öfteren mal den öffentlichen Nahverkehr in Form eines Busses.
    Mir ist aufgefallen, dass die meisten Menschen dort sehr höflich miteinander umgehen.
    Entschuldigung, Danke Bitte kein Thema. Und erstaulicherweise eher ein MultiKultiBus. Und
    der Rest auch nicht gerade Hochadel.
    Es besteht also noch Hoffnung (-;
    Gruss Landkrauter

  51. Hmm, ich muss sagen, dass das in meinem Umfeld, sowohl privat als auch beruflich überhaupt kein Thema ist. Da wird freundlich gegrüßt und auch für ein „Bitte“, „Danke“, „Habe ich gerne gemacht“, „War doch selbstverständlich“ und „Da nicht für“ ist mensch sich nicht zu schade.
    Was mir aber im Bezug auf den medizinischen Bereich schon immer aufgefallen ist, sind die sehr ausgeprägten Hierarchien und die daraus entstehenden Abneigungen. Die gemeine Schwester hat dem Arzt schonmal gar nix zu sagen und der Arzt an sich respektiert das Pflegepersonal häufig überhaupt nicht. Lediglich mit der Oberschwester (achnee, das heisst ja jetzt Stationsleitung, oder so), wird notgedrungen kommuniziert. Was Assistenzarzt, Oberarzt (Funktions- oder echt) und Chefarzt bettriff ist es ähnlich. Umgekehrt ist es ebenfalls angespannt, Schwester und Pfleger fühlen sich nicht ernstgenommen, ihre Arbeit wird nicht gewürdig und sie „rächen“ sich mit ähnlich ignorantem Verhalten.
    Der Umgang mit Patienten ist zweigeteilt, dem Ahnungslosen wird oftmals freundlicher (gerne jedoch leicht herablassend) begegnet als dem Googler. Allerdings ist die jüngere Generation von Ärzten noch nicht so desillusioniert wie die ältere. Sie können dem Recherchierenden oft mit Humor begegnen.
    Im „normalen“ Leben jedoch habe ich die Erfahrung gemacht, dass auf ein ehrlich freundliches Verhalten auch in den allermeisten Fällen freundlich reagiert wird. Und ich merke auch, um wieviel zuvorkommender man freundlichen Menschen gegenüber ist, als dem notorischen Grummler. Also: nicht entmutigen lassen, ich bin der Meinung, es macht sich bezahlt, freundlich zu sein. Und wer dennoch mürrisch oder gar nicht reagiert, der kann gerne in seinem miesepetrigen Leben versauern. Ich grüße weiterhin. Freundlich.

    • Hallo Citysheep,

      ich weiss ja nicht, welcher Generation Du angehörst, aber seitdem ich im Klinikalltag unterwegs bin (und das ist schon verdammt lange der Fall) ist es tatsächlich eher so, dass das Pflegepersonal (spezialisiertes Personal wie Intensiv-/OP- und Anästhesie-Pflege sowie Hebammen im speziellen) soviel Respekt vor dem Arzt an sich haben, wie die Katze vor der Maus.
      Das Problem des „sich nicht angenommen fühlenden“ Pflegepersonals ist in der Tat ein hausgemachtes, deutsches Problem: Unsere Standard-Pflegeausbildung ist nicht wirklich ganz schlecht, im Vergleich, gerade zu den britischen und/oder amerikanischen „Nurses“, jedoch eher rudimentär angelegt. Viele SchülerInnen lernen noch gerade so Blut abnehmen und Drainagen ziehen, verlernen das im Berufsalltag jedoch spätestens an Tag zwei („Ist Doktor-Arbeit!“), von Braunülen-legen ganz zu schweigen, dass macht wenn überhaupt nur die Hebamme…
      Insofern hat sich das Hierarchie-Gefälle in den letzten 20 Jahren doch deutlich verschoben. Und die Freundlichkeit im Umgang wurde abgeschafft. Von beiden Seiten. Aber ganz sicher ist DAS nicht allein Schuld der „hierarchisch handelnden“ Ärzte…

      • Ojeoje, das ist wohl etwas völlig falsch rübergekommen. Zuerst einmal, ich bin nicht im medizinischen Bereich tätig und kenne den medizinischen Alltag lediglich aus der Sicht des Patienten, einem zweimonatigem Krankenhauspflegepraktikum sowie aus Erzählungen von Ärzten in meinem Freundeskreis. Das Problem scheint auch stark klinik- bzw. stationsabhängig zu sein.
        Im Pflegepraktikum erlebt man sehr schön beide Seiten. Die Seite der Ärzte, die einen mit den Worten „Sie sind ja bald eine von uns“ in viele Ärztetätigkeiten einbinden möchten, damit man aus dem Praktikum möglichst viel mitnmmt und die Seite des Pflegepersonals, das Sorge hat, man würde deshalb seine pflegerischen Aufgaben vernachlässigen,weil man sich „zu schade“ sei, schließlich handelt es sich ja um ein Pflegepraktikum. So wurden meine Fragen nach der Erlaubnis bei Untersuchungen, Eingriffen und Besprechungen teilzunehmen gerne mit den Worten „wenn du danach deine Pflegeaufgaben nachholst“, kommentiert. So zogen also beide Parteien, um mich auf die „gute Seite“ zu holen. Und ich erlebte, was es bedeutet, arbeitsmäßig stark ausgelastet zu sein und zwei Monate lang fast ohne freien Tag zu arbeiten.
        Meine Erfahrungen als Patient sind, dass beide Seiten über die andere lästern und motzen, und das auch gerne mal vor den Patienten. Bislang wurde mir das Blut fast ausschließlich vom Pflegepersonal abgenommen, bei sehr schwierigen Fällen wurde ein Arzt zu Rate gezogen. Braunülen und ZVKs haben bei mir jedoch immer die Ärzte gelegt. (Bei meiner ersten selbstgelegten Braunüle habe ich übrigens ein „Blutbad“ angerichtet und es hatten alle, einschließlich Patient, sehr viel Verständnis. Die Menge des Blutes nahm jedoch bei jeder Weitererzählung deutlich zu!)
        Es war nie meine Absicht irgendwem die Schuld zu zu geben, denn meine Erfahrung ist, dass die Strukturen nicht von den Ärzten oder Schwestern gemacht wurden, sondern einfach so stark etabliert sind, dass sie meistens schlicht und ergreifend nicht in Frage gestellt werden. Einen Grund, den ich jedoch für das teilweise schlechte Verhältnis zwischen Ärzteschaft und Pflegepersonal sehe, ist die chronische Unterbesetzung und die damit einhergehende Arbeitsbelastung auf den Stationen auf beiden Seiten. Es braucht nur einer im Team krank zu werden und das ganze System fällt wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Da ist es nur natürlich, dass versucht wird manche Aufgaben jemand anderem „aufzuhalsen“.
        Es tut mir leid, wenn ich mit meinem Kommentar jemandem zu nahe getreten bin, das wollte ich wirklich nicht. :( Was ich schrieb waren lediglich meine Beobachtungen und ist meine rein subjektive Sichtweise.
        Achja, was meine Generation betrifft, ich bin Anfang der 70er geboren. :)

  52. Guten Tag liebe Heldinimchaos,

    nach ewigem stummen Mitlesen kommt heute tatsächlich mein erster Kommentar:
    HERZLICHEN DANK ! Du sprichst mir aus der Seele.
    Aber wir arbeiten weiter dran, oder ?

    Auch wenn mich letztens ein Kunde auf meine (bestimmt nicht übertrieben) freundliche Begrüßung hin fragte, warum ich so grinse. Meine Antwort:“Na, gute Laune schadet nicht, oder?“ hat ihm dann auch ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert.
    Na also, geht doch !

    Herzlichen Dank für diesen wunderbaren Blog,
    weiter so !

  53. Morgens um 7.40 Uhr an einem deutschen Gymnasium. Fröhliche Lehrkraft begibt sich gut gelaunt ins Schulgebäude und schmettert den an ihr vorbeikommenden (nicht persönlich bekannten) Pubertierenden ein gut gelauntes „Guten Morgen“ entgegen.
    Schweigen.
    Dann einer leise: „Öhm…Morgen.“
    Im Vorbeigehen höre ich den anderen tuscheln: „Hä? Hast du die im Unterricht?“
    :-)

  54. Mich regt das immer auf, wenn ich sehe, wie meine Kinder sich damit abmühen, irgendwelche Türen aufzustemmen, fremde Erwachsene sich von der anderen Seite davorstellen und warten, bis sie es endlich geschafft haben und dann wortlos, grußlos, blicklos durchrennen. Ich „bedanke“ mich dann immer laut und wortreich bei meinen Kindern für ihre Freundlichkeit, fremden, unhöflichen Menschen die Tür aufzuhalten.

    Genauso erst am Samstag geschehen. Da wollten wir aus dem Parkhaus, dessen Tür schon ziemlich schwergängig ist. Meine Tochter achselt sich einen ab, lässt uns alle durch, wir Familie sagen jeder artig danke zu ihr und hinter uns schlüpft noch eine Mutter mit einer Teenie-Tochter durch. Die Mutter wortlos, grußlos, blicklos. Die Tochter – oh Wunder! – bedankt sich tatsächlich. Ich meinte dann zu meiner Tochter: „Na siehste, schlechte Vorbilder müssen nichts heißen“ ;)
    Und da heißt es immer, die Jugend von heute wäre so schlimm…

    • DAS kenn ich auch. GENAU_SO! Gerade kürzlich in der Stadt – Kind klein hält allen die Tür auf und wartet extra noch ein paar Sekunden länger, um der Frau mit ihren drei (halbwüchsigen) Kindern hintendran die Tür AUCH NOCH aufzuhalten – und was ist? NIX! Noch nicht mal geschaut haben sie. Weder doof noch sonst wie.
      „BITTE!“ rufe ich dann gerne hinterher! „Keine Ursache – immer wieder GEEERNE!!!!!!“

      Ist den (= meinen) Kindern aber oft zu peinlich… *ggg*

  55. Finde ich auch schade, dass die Wörter „Hallo“ und „Tschüs“ sowie die Verbalschwestern „Bitte“ und „Danke“ scheinbar einen kleinen Seltenheitswert bekommen haben.

    Betrete ich ein Geschäft, bin ich mit dem Abkassiertwerden an der Supermarktkasse an der Reihe, sage ich fast immer ‚Hallo‘ oder manchmal auch ‚Guten Tag‘, es sei denn ich bin so in Gedanken, dass ich es verschludere :-) Aber das nur am Rande. Jedenfalls erhalte ich in vielen Geschäften kein Feedback, erfreue mich daher an den wenigen Feedbacks, die ich dann erhalte.

    An Wartezimmern kann man das aber auch an den älteren Semestern erkennen. Ich als junge Frau (27) betrete das Wartezimmer meines Hausarztes und sage ganz selbstverständlich ‚Guten Morgen‘ – von den alten Leuten kommt nur ein brummiger, muffiger Blick, sonst nichts. Betritt hingegen Jemand aus derselben Altersgruppe den Raum, wird der Gruß erwidert.

    Man kann die fehlende Höflichkeit aber auch auf so vieles ausweiten lassen – Personen aus den öffentlichen Nahverkehrsmitteln zuerst aussteigen lassen, damit man einsteigen kann. Meistens steigen die Leute schon ein, noch bevor irgendwer den Fuß rausgesetzt hat. Oder wenn man aus Gebäuden herausgeht, wird in wenigen Fällen gewartet, oftmals verstopft sich der Ein- und Ausgang, weil die Person(en) auch ins Gebäude wollen – GLEICHZEITIG! Müttern, die sich mit ihren Kinderwagen die Treppe herabmühen.. Alte Frauen, die sich mit ihren schwer beladenen Hackeporschen die Stufen heraufmühen… Ach, die Liste ist lang.

  56. Pingback: Stolperblog

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