Junge oder Mädchen? Egal – Hauptsache Mädchen!…

Vorgeschichte: Hab ich kürzlich eine Schwangere in der Ambulanz sitzen, Anfang 20. Schwangerschaftswochen, wegen akutem Magen-Darm-Infekt drei Tage stationär, anstehend zur Entlassung, und soll jetzt noch einmal durchgeschallt werden. Eine wirklich sympathische Person, Mitte Zwanzig, Akademikerin, gut aussehend, netter Kerl Zuhause. Alles bestens. Wir quatschen ein bisschen hin und her, während ich Kopf, Bauch und Bein des Kindes vermesse, nach Fruchtwasser und Mutterkuchen schaue, und wie immer, wenn ich meinen Schallkopf Richtung kindlicher Blase bewege, frage ich kurz nach, ob das Geschlecht bekannt ist, und wenn nein, ob die Mütter (falls sichtbar) wissen wollen, was es wird.

„Ja, ich weiß es schon – es wird ein Mädchen!“ *glücksstrahl* „Aber mein Gynäkologe war sich nicht ganz sicher – vielleicht könnten sie ja nochmal…?!“

Klar kann ich – wenn das Baby brav mitspielt, schau ich gerne nach. Und es spielt mit. Besser gesagt ER spielt mit. Und was sich jetzt abspielt, macht mich wirklich fast sprachlos:

„Also, Frau G., ihr Frauenarzt hat sich ein wenig vertan – das hier ist eindeutig ein kleiner Junge!“

Ich lächel die Frau freundlich an, und starre dann fasziniert auf das, was mit ihr (bzw. ihren Gesichtszügen passiert): absolut schockiertes Entgleisen! Zurst denke ich, ihr sei wieder übel, denn ihr Gesicht wechselt die Farbe von rosig-gesund über krank-grün zu arztkittel-weiß, die Augen laufen voll Tränen – und unter wirklich erschütterndem Schluchzen bricht es lautstark aus ihr heraus:

„NEEEEEEEIIIIIIIIIIN, das kann doch gar nicht sein!!! Er hat doch gesagt, es wird ein Mädchen, ALLE haben gesagt, es wird ein Mädchen, ich wußte doch schon immer, es wird ein Mädchen, ich hab doch auch schon alles vorbereitet für ein Mädchen……..!!!!!!!“

Die Tür wird aufgerissen, und der Chef stürmt herein, das komplette Ambulanzteam im Schlepptau – kein Wunder, die müssen gedacht haben, ich hätte irgendetwas ganz furchtbares im Ultraschall gefunden. Nachdem ich lakonisch berichte, das Schlimmste, was ich gesehen hätte, sei ein männliches Geschlechtsorgan, ziehen alle wieder erleichtert ab..

Aber Frau G. greint weiter. Und ich bin dezent genervt. Denn das ist nicht das erste Mal, das eine Frau sich offensichtlich enttäuscht zeigt, Mutter eines Jungen zu werden. Tatsächlich gibt es wohl Studien, die belegen, das sich über 70% aller deutschen Frauen eine Tochter wünschen. Und zwar nicht nur einmal, sondern gerne öfter. Und genau so viele (Frauen) regen sich darüber auf, wenn der Mann einen „Stammhalter“ möchte. Frag ich mich doch, wo da der Unterschied ist?

Mal ganz abgesehen davon, das man sich VOR Einsetzen der Schwangerschaft darüber im Klaren sein sollte, daß dies ein Fifty-Fifty-Spiel ist, bei welchem es weder Auswahl- noch Umtauschrecht gibt, frage ich mich (selbst Mutter diversester Jungs) was so schlimm an einem Sohn sein soll??? Okay, da kommt das gern und häufig zitierte Totschlagargument „Ein Mädchen ist mir so viel ähnlicher…!“ Neeeeee, is´ klar. Ich kenne Dutzende Frauen, die ihren Müttern so ähnlich sind, wie der Fisch dem Lama, die weder dieselbe Lebenseinstellung teilen, noch großen Wert auf gemeinsame Freizeitgestaltung legen.

Eine Freundin meinte kurz nach der Geburt ihrer zweiten Tochter, sie sei „so froh, nicht ständig auf Fußballplätzen herum hängen zu müssen!“ – muß ich es sagen? Ihre Kleine spielt nun schon seit Jahren BEGEISTERT Fußball… *hust*

Als ich mit dem zweiten Jungen schwanger war, bekam ich ständig mitleidige Blicke und Phrasen wie „Na, jetzt müßt ihr aber noch eins bekommen, damit wenigstens EIN Mädchen dabei ist…!“ – Bittäää? Und wenn es dann wieder ein Junge ist, probier ich es so lange weiter, bis endlich mal zwei X-Chromosome zusammen gefunden haben? Oder soll ich ihn dann umtauschen? Zur Adoption freigeben? Und wenn Nummer drei dann tatsächlich das gesellschaftlich gewünschte Geschlecht (= weiblich) mitbekommen hat, dürfen wir (offiziell) „endlich aufhören mit dem Kinder kriegen“ Bitte-Danke! *indietischkantebeiss*

Auf der anderen Seite ist es mittlerweile gesellschaftlich völlig indiskutabel, wenn ein Mann sich offen dazu bekennt, einen „Stammhalter“ bekommen zu wollen . UND – wo ist da der Unterschied? Das Wort ist blöd, sicher – aber so ist es nunmal. Das männliche Kind hat halt einen Namen – das weibliche wird es vielleicht auch irgendwann bekommen? „Quotenprinzessin“? „Most Wanted Daughter“? „Erfüllerin meiner nie angegangenen Kindheitsträume“? Echt jetzt – ich versteh es einfach nicht! Was genau bringt es mir als Mutter, meine Tochter all das machen zu lassen, was ich selbst nie durfte, konnte, mußte…? ICH werde nie Konzertpianistin werden, am russischen Staatstheater tanzen, Germany´s Next Top Model oder Deutschlands gesuchter Superstar. Ich bin ich und sie ist sie. Versteht mich irgendeiner?

Mädchen sind toll. Keine Frage. Aber Jungs sind es AUCH! Meine zum Beispiel sind absolut hinreißend (klar, oder? ;)), höflich, aufgeschlossen, hilfsbereit, sensibel, intelligent, sie kochen und helfen im Haushalt, sie können (im Vergleich zu meiner Leichtgewicht-Tochter) auch schonmal mit dem verfressenen Übergewichts-Labrador spazieren gehen, und mein Großer hat mir kürzlich souverän und ohne ins Schwitzen zu kommen, den schweren Einkaufskorb ins Haus getragen. Sie sind der Traum jeder potentiellen Schwiegermutter, und wer die Zwei eines Tages zum Manne bekommt, und sich dann keine Söhne wünscht – der kriegt aber sowas von Ärger mit mir. Echt jetzt…!!!

Bald sind sie so groß wie ich, demnächst gar viel größer, und ich freu mich schon darauf, in 10, 15 Jahren mit zwei gut gebauten, gut aussehenden Kerlen durch die Stadt zu laufen (wenn sie sich denn mit mir alter Schachtel überhaupt noch vor die Tür trauen… *ggg*).

Nicht falsch verstehen – ich liebe meine Kinder! ALLE!  Aber es war mir auch von Anfang an egal, WIEVIELE ich von WELCHER Sorte bekommen. Hauptsache Kinder. Hauptsache glücklich.

Und sicher, ich weiss, daß schlußendlich fast jede Mutter ihr Kind irgendwann liebt und als das annimmt, was es ist – egal ob Männlein oder Weiblein. Aber es tut mir nun einmal in meinem Jungenmutterherz weh, wenn da eine Frau laut wehklagend ob des Geschlechts vor mir liegt, während eine andere genau so laut und herzzerreissend weint, weil ihr Kind nicht mehr lebt. Oder nicht gesund ist. Oder, oder, oder…

Gebt diesen Jungs doch eine Chance, die besten Kerle zu werden, die die Welt je gesehen hat!

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28 Kommentare zu “Junge oder Mädchen? Egal – Hauptsache Mädchen!…

  1. Du hast ja soooo Recht!
    „Ich bin ich und sie ist sie. Versteht mich irgendeiner?“
    Ich versteh dich – und ich bewundere dich für diese Einsicht. Anzuerkennen, dass ein anderer Mensch eine eigene Meinung hat und das Recht hat eigene Entscheidungen zu treffen – das ist selten. Die meisten Menschen denken doch, sie wüssten was „gut für uns“ ist…

    Bekannte meiner Familie haben übrigens 6 Mädchen. Sie wollten unbedingt einen Jungen… bei der 6. Schwangerschaft kam dann ein Meinungsumschwung: „wenn wir jetzt nen Jungen kriegen – 5 Mädchen und 1 Junge… auweia, ob das gut geht?“

  2. Danke, schön geschrieben! :)

    Ich verstehe das so gar nicht. Mir ist das Geschlecht so egal, Mädchen bekommen von mir kein Rosa Zimmer und Jungs keine Autobordüre, nicht zur Geburt. Irgendwann, wenn sie selber streichen können, dann sollen sie das machen wenn sie drauf bestehen.
    Ich hab mich sehr über meine „Jungendiagnose“ gefreut, einfach weil ich dann beides habe und weil ich neugierig bin auf die Unterschiede. Wer von den beiden nun Fußball spielen wird und wer reiten geht, das ist mir egal. In den ersten Jahren ist das Geschlecht sowas von Zweitrangig und nur eine Äußerlichkeit, das sind in erster Linie Kinder. (Meine Tochter spielt unheimlich gerne mit Autos, hat sie von der Mama :) )

  3. Also meine Eltern haben es geschafft Mädchen-Junge-Mädchen-Junge zu bekommen. In meiner Verwandschaft gibt es aber auch Familien mit 3 Jungs oder 4 Mädels…
    Mir ist das momentan egal, ob Mädchen oder Junge ich irgendwann mal bekomm, hauptsache gesund.
    Bei mir gibt es allerdings auch kein rosa oder blassblau…Gelb, rot, (kräftiges)Blau oder (shcönes) Grün für meine Kinder würd ich mir wünschen. Zur Freude meiner Mutter wollten wir Mädels nie ein rosa Zimmer. Meine Mutter: „ich richt kein Kinderzimmer ein, bevor das Kind da ist und ich mich selber vom Geschlecht überzeugen kann!“ Tja wenn man auf sich auf einen Jungen freut, aber ein Mädchen bekommt wie Bekannte ist das auch etwas doof….

  4. Ich hab meinen Sohn schon mit 19 bekommen (wollte damals auch ein Mädchen…hab’s aber nie geäußert…pardon, aber man hat ja so seine rosa Träume…)
    …aber es passierte was ganz Schönes: Der Junge wurde mir immer lieber und oft hatte ich dann gesagt: Ein Glück, dass es ein Junge geworden ist!

    War auch ganz nett später mit einem hübschen jungen Mann auf der Straße zu laufen…und noch netter, als ich sogar für seine Freundin gehalten wurde…
    *über beide Ohren grins*

  5. Och, ich gebe offen zu, ich wollte schon immer gerne beide Geschlechter. Hab ich so bestellt und auch bekommen. ;-) (ja, das ist ein sehr egoistischer Wunsch) Wäre es anders, wär’s auch ok. Wobei.. hätte ich jetzt 3 Kinder von einem Geschlecht.. könnte schon sein, dass man mich dann mit der Sehnsucht nach dem anderen begraben müsste. Nach 3 Kindern ist hier nämlich Schluß.
    Dass das „falsche“ Geschlecht einen jetzt ins Unglück wirft… hm, ja, befremdlich. Demnächst ist es dann die „falsche“ Augenfarbe..

  6. Endlich mal eine Frau, die für uns Männer eine Lanze bricht!
    Irgendwie ist mir auch schon aufgefallen, dass im Zeitalter des Postfeminsmus in vielen Bereichen unserer Gesellschaft eine schleichende Männerdiskriminierung eingesetzt hat.

    p.s.: abgesehen davon finde ich natürlich schon, dass Mädchen süsser sind als Jungs, was ich allerdings ausschliesslich auf die über 18 jährigen beziehen möchte, aber das ist ja wieder ein ganz anderes Thema…. (*einen Euro in die Chauvikasse schmeiss*)

  7. Ich hab selber einen 2,5Jährigen zuckersüßen Jungen hier sitzen, nun wurde ich wieder schwanger und erwarte in 3 Wochen meinen 2.Sohn. Sicher, als die Frauenärztin mir sagte, das es wieder ein Junge wird war ich auch erst mal enttäuscht – sicher hätte ich auch gerne ein Mädchen gehabt aber das ist ja nun mal kein Wunschkonzert :-) und so freue ich mich ebenso über den 2. Jungen. Meine Freundin ist allerdings auch gerade schwanger, hat bereits eine 3 Jährige Tochter und erzählt mir, das sie auf gar keinen Fall einen Jungen haben will, das ginge gar nicht, wäre eine Bestrafung Gottes – ich fragte mich und sie in dem Moment ob ich hier die Ausgeburt des Teufels sitzen habe, denn so hörte es sich an. Im Endeffekt ist es doch Peng egal, hauptsache die Zwerge sind gesund und können glücklich durchs Leben ziehen

  8. Nachdem ich 15 Schwangerschaftswochen mit der Diagnose ‚Mädchen‘ gelebt und mich drauf gefreut habe (ein Junge wär aber zu dem Zeitpunkt auch ok gewesen außer dass wir mit dem Jungennamen nur 80% zufrieden waren), kam ich dann in der 40. Schwangerschaftswoche tatsächlich ins Grübeln ob ich nicht doch enttäuscht wäre wenn bei der Geburt doch ein Junge bei raus kommt.
    Auf Ideen kommt man als Schwangere…

  9. Als ich das erste Mal schwanger war, habe ich mir auch sehnsüchtig ein Mädchen gewünscht. Mädchenname, Zimmer – alles war vorbereitet. Die künftigen Großeltern brachten aus dem Urlaub sogar ein süßes Dirndl für die Kleine mit.
    Damals stak der US noch in den Kinderschuhen udn eine Geschlechtsbestimmung war noch nicht möglich – das Ergebnis sah man erst bei Geburt. Und als dann die Hebamme sagte: „Ein gesunder Junge!“, da war ich der felsenfesten Überzeugung NIE was anderes gewollt zu haben! Bei den nächsten 2 Schwangerschaften wollte ich sogar Jungs – und bekam sie. Erst beim vierten Mal kam sehnsüchtig der stille Wunsch nach einem Mädchen hoch, obwohl ich mich auf einen Jungen eingestellt habe. Da war es schon möglich, das Geschlecht zu sehen – ich wollte es aber nicht. Und hatte dann wochenlang ein festgetackertes Lächlen in meinem Gesicht vor Glück! Und auch öfters gewickelt als nötig: nicht da noch etwas nachwächst, was nicht hingehört… :mrgreen:

  10. So ein Fass hätte ich bestimmt nicht aufgemacht. Ein Mädchen habe ich mir dennoch gewünscht.

    Meine Wünsche:
    1. Kind Junge–>bekommen
    2. Kind Mädchen–>bekommen
    3. Kind Mädchen–>Im Anmarsch

    Ist doch ne gute Quote. ;o)

  11. hmm.. :(
    also erstmal: man wird leider auch in viele klischees gesteckt. wir sollten lange zeit einen 2. sohn bekommen. tja, der sohn heißt nun isabel. und ich gebe zu, ich habe damit meine probleme. dieses ganze rosa-gequatsche und prinzessinkram macht mich zornig.und in klischees will ich nicht reingeredet werden. es wird bei uns auch kein drittes kind geben, es könnte ja wieder ein mädchen sein.

    die bescheuertste begründung warum man sich ein mädchen wünscht ist ja: „die kann man so schön anziehen“ booooooooooooooooooooar KOTZ!

  12. also, wir haben drei „Patchwork-Söhne“, das hat einen entscheidenden Vorteil: man muss sich nicht umstellen auf „Zicken-Terror“ u.ä. – dafür gibt’s anderes ;-)
    Aber in „nachfolgender Generation“ ist auch ein Mädchen drunter. Alles war begeistert, nur der künftige Opa wagte sich zu sagen: „armes Mädchen“ (wegen soooo schöne Kleidchen, Baby-Born, Barbie etc.)

    Dabei fällt mir eine Episode ein, die sich vor einigen Jahren zugetragen hatte:
    wir waren bei einem befreundeten Paar, die gerade ein Töchterchen bekommen hatten. Meinem – üblicherweise respektlosen – Einwurf: „armes Kind .. schliesslich fehlt da was ..“ begegnete die Freundin (wir sind übrigens immer noch befreundet): „nein! da ist nur nichts unnötiges dran .“

  13. Als ich jünger war (also ungefähr Pubertät) fand ich ein Mädchen auch viel erstrebenswerter.
    Mittlerweile würde ich Söhne vorziehen, die wollen wenigstens keine Barbies oder sowas (*örks*). Und die sind nich so zickig. Meistens. *g*

    Letztlich ist es völlig egal, Hauptsache gesund. Noch ist auch noch ein bisschen Zeit bis zum ersten Kind.

    Ich lese deinen Blog übrigens äußerst gerne, ich finde es sehr spannend, diese ganze Schwangerschafts-Geburts-Geschichte mal von einer anderen Perspektive zu sehen.

  14. *schmunzel* hajo, das nenn ich dann aber mal schlagfertig. :-)
    Mädchen haben aber durchaus Vorteile – die ‚dürfen‘ jungenhaft sein.
    Wenn andersrum ein Junge Puppen spielt und sich ‚weibisch‘ benimmt wird ein Fass aufgemacht.

  15. Mich fasziniert was anderes: 23. Woche und schon alles vorbereitet für ein Mädchen?
    Weia.

    Ich hatte schon ein schlechtes Gewissen, als ich mich in der 30. Woche nach einem Wickeltisch umgesehen habe und dachte, es wär ein wenig früh…

  16. ks, ich war diesmal (beim 2. Kind) noch früher dran. Nach der 12. Woche setzte der Nestbautrieb ein und ich hatte dann schonmal alle Wäsche gewaschen und beim Outing in der 18. Woche auch gleich das Rosa meiner Tochter aussortiert. Danach war aber zum Glück Stillstand beim Nestbautrieb.

    féizào: wer sagt denn das Jungs nicht mit (Barbie)Puppen spielen dürfen?
    Bis auf das, dass mir Barbie selbst generell nicht ins Haus kommt, darf mein Sohn gerne auch mit Puppen spielen und auch reiten lernen etc, was auch immer ihm Spaß macht.

  17. Ach du meine Güte. Wenn man keine Probleme hat, dann macht man sich eben selbst welche.

    Ich erwarte jetzt mein zweites Kind (erstes Kind ist eine süsse kleine Tochter, was es jetzt wird weiss ich noch nicht.) und was mir schon bei der ersten Schwangerschaft aufgefallen ist… Wenn die Leute fragen, was man sich denn wünscht, dann sind sie wirklich ENTTÄUSCHT, wenn man antwortet, das es einem wirklich *egal* ist.

    Also werd ich es dieses mal auch so machen.. ich werde einfach das erste Geschlecht sagen, das mir einfällt. Dann sind die Leute auch schon zufrieden. Weil „gute“ Argumente gibts ja immer für jedes Geschlecht.

    Wir Menschen sind schon komische Wesen.

  18. ach, ich glaub das hat was mit dem wunsch nach verstärkung zu tun. ich mag ein mädel haben, mein schatz einen jungen. und ich find das nicht schlimm:o)
    wenngleich ich keinesfalls irgendetwas geschlechtsspezifisch vorbereite… was kommt, das kommt eben.

  19. Ich LIEBE dein Blog!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  20. Mein erster Gedanke dazu war: sei doch froh, dass du überhaupt Kinder bekommen kannst. Wir versuchen seit Jahren (auch mit medizinischer Hilfe) ein Kind zu bekommen, leider erfolglos.

    Es wäre mir sowas von egal, was es wäre – einziger Wunsch wäre: gesund.

  21. *g*- mir hat man ( angefangen vom netten Gyn über meine Schwiegermama und so ziemlich alle weiblichen Wesen in meiner Umgebung) auch erzählt, ich würde ein Mädchen bekommen, bis so ca 3 Wochen vor ET der nette Oberarzt dann doch feststellte, daß es ein Junge ist- ich hingegen war die ganze Zeit davon überzeugt, mit einem Jungen unterwegs zu sein.
    Mittlerweile habe ich noch eine Stieftochter dazu bekommen- und ganz ehrlich, ich möchte meinen Sohn um nichts in der Welt eintauschen *g*

    Mir tut nur der arme kleine Junge leid, wenn seine Mutter jetzt schon so einen Zinnober macht, weil es nicht nach ihrem Kopf geht. Hat nicht jede/r Wünsche oder Träume für sein Knd? Was macht die Dame, wenn der potentielle Nobelpreisträger zB eine Lernschwäche hat?
    Viel Spaß dann mit ihr ;-)

  22. hallo – auch wir haben junge und mädchen, hängen noch nicht auf dem fussballplatz rum und müssen auch nicht ständig rosa einkaufen gehen – achja. wer sich vorher schon geistig auf ein geschlecht einstellt, hat doch schon verloren. auch wir haben es bei beiden gewußt und trotzdem zwei namen ausgesucht und die kinderzimmer neutral gehalten.

    btw: hab grad erst dein blog entdeckt und möchte dich gerne verlinken – du hast eine ganz tolle schreibe und man liest viel erfahrung heraus – und außerdem haben wir mit den kindern doch eine gewisse schnittmenge ;-P

  23. Ich gehe da ganz konform mit ks. Wie bitte kann/sollte man in der 23. SSW überhaupt schon irgendetwas vorbereiten??? Hätte ich jetzt ’ne Tischkante, würd‘ ich vermutlich auch reinbeißen. Aber man muss ja tolerrant sein – ergo jedem so wie er/sie/es braucht, auch wenn es mir selbst grad zu hoch ist (nicht nur die tatsache des verfrühten Nestbautriebs – versteht sich!)

    Mir wurde monatelang suggeriert, dass ich einen Sohn bekommen würde – vorallem in dem KH, in dem ich damals arbeitete. Vonwegen „so wie dein Bauch aussieht“ und „… auf dieser Station bekommen ALLE Söhne“ Anm.: Ein Kollege war damals ’schwanger‘ mit dem 3. Sohn und der Stationsarzt war kurz zuvor auch Sohn_Vater geworden. Irgendwann war ich fast selbst davon überzeugt einen Sohn zu bekommen und war im ersten Moment, als mir beim Erwachen die frohe Kunde eine Tochter bekommen zu haben übermittelt wurde, erst einmal überrascht und ungläubig. Gefreut habe ich mich trotzdem sehr über meine Süße und hätte während der Schwangerschaft auch gar nicht wissen wollen, was letztendlich rauskommt.

    Eine enge Freundin wiederum war monatelang auf eine Tochter eingestellt, weil ein -vielleicht – etwas übereifriger Gynäkologe schon frühzeitig lt. Ultraschall ein Mädchen prognostiziert hatte, und bekam natürlich prompt ’nen Sohn. Trotzdem glücklich :-)

    (Sorry … schon wieder so viel Text ;-))

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