Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna?!…

Hand aufs Herz, Freunde, wir alle konservieren, hegen und pflegen doch unsere kleinen, alltäglichen Macken, manche mehr, andere weniger, aber kaum einer hat sie nicht: Momente kompletten Wahnsinns.

Ich zum Beispiel, versetze jedes Jahr am letzten Montag im Februar, die Menschen um mich herum in fassungsloses Staunen, wenn ich – laut „LALALALALAAAAAAA“ brüllend-und-Ohren-zuhaltend an Radio- und Fernsehgeräten vorbei laufe, die Zeitung ungelesen zum Altpapier lege und ahnungslose Menschen mitten im Gespräch wortlos stehen lasse. Des Rätsels Lösung heißt: THE OSCARS!!!

Seit nunmehr 12 Jahren ist dieses Datum heilige Zeit für mich, früher noch live -geschaut und mit-gezittert, hat mein fortschreitendes Alter (und gewiß auch die Anzahl der stattgehabten Dienste) dafür gesorgt, daß ich freiwillig keine Nacht mehr meinem Bette fernbleibe. Somit nehme ich das Spektakel alle Jahre wieder auf (Philips DVD-R 610 Rekorder sei dank), und konserviere es bis zum nächsten Abend, um es dann in aller Ruhe mit einem Bier und jeder Menge Chips zu zelebrieren. Das ganze Theater macht aber natürlich nur dann Sinn, wenn ich vorher weder von Kate Winslets Oscar für die beste Hauptdarstellerin, noch von Ben Stillers höchst amüsanter Parodie auf Joaquin Phoenixs neues Vollbart-Rapper-Dasein weiß.

Mein Mann hingegen steht über all dem Zirkus, sorgt in der Früh dafür, daß das Radio ausgeschaltet und die Zeitung mit den verräterischen Seiten weggelegt ist – guter Kerl, dafür hab ich ihn (auch) geheiratet – und hilft mir dann des Abends, der Chipse Herr zu werden, während ich mich diebisch mit und über Kate und  Ben und Heath freue.

Schneller Zeitsprung in die Ist-Zeit: Montag und kein bisschen Feierabend, ich hab die übliche Wochenanfangsrunde übernommen, und während Freund und Feind sich bereits zahlreich aus dem Staub gemacht haben, wache ich hier über Patienten und Klimaanlage.

Wobei wir auch schon bei der nächsten Macke angekommen wären: Nennen wir es mal Lärmophobie – die Angst vor Krach. Man sollte meinen, nach drei Kindern ähnlichen Alters (= drei Kinder in drei Jahren) ist mein Nervenkostüm einigermaßen souverän in der Lage, ALLES zu verarbeiten, was an akustischem Restmüll aufs Innenohr prallt, doch: Weit gefehlt! Das erkältete Hüsteln einer Rotameise, die sich auf der gegenüberliegenden Flußseite befindet, bereitet meinem Nervus acusticus schon größtmögliches Ungemach. Diese verf****…*hüstel* – vermaledeite Kühlaggregatorhöllenmaschine bringt mich an den Abgrund des Wahnsinns. Eines Nachts werde ich ihn suchen, finden und ziehen – den Stecker, ich schwörs!!! Bis dahin – schreib ich weiterhin Blogs, und trinke Bluna. Oder so… :)

Schönen Abend, da draußen!

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