Tag-Archiv | Vaginale Hysterektomie

Meine ganz persönliche Arbeitsinsel…

Echt jetzt – ich habe es allein in diesem Blog bestimmt schon an die hundert Mal erwähnt: ICH LIEBE MEINEN JOB!! Und ich möchte nicht tauschen – mit gar niemandem! Obwohl – das weiße Haus hätte mich persönlich ja auch gereizt, allein das Oval Office… – TRAUMHAFT! Aber noch nicht einmal Mr. Yes-We-Can-Barack-Obama hat, was ich habe, wenn morgens um 3 der Tag noch nicht vorbei ist: Babys in rauhen Mengen!!! Ja, ich weiß, das fällt garantiert unter Vollmeise, und zumindest ein Großteil der männlichen Leser meines Blogs wird sich jetzt verstohlen ans Haupt fassen – aber ich finde das GROSSARTIG: sich nachts so ein schreiendes, quietschendes, grunzendes Bündel Mensch schnappen und damit kreuz und quer durchs Kinderzimmer schaukeln, bisschen summen, bisschen Babyluft atmen – da kann ich abschalten. Und runter kommen. So wie heute Nacht… – aber von vorne:

Donnerstag morgen, ein wirklich, wirklich schöner Tag: operieren mit dem Chef – macht einfach am meisten Spaß! Zuerst eine vaginale Hysterektomie mit Zusatzgedöns, beides in Rekordzeit, anschließend eine abdominale HE bei Uterus myomatosus und Adnexgedöns – auch sehr schön! Der Lieblingschef hat Musik auf dem iPhone mitgebracht, und so swingen wir uns zu Frank Sinatra und den Beetes einmal quer durch das heutige OP-Programm. Anschließend noch ein bisschen Stationsarbeit, bergeweise Papierkram erledigt, Briefe angelegt und Berichte diktiert, gerade mal die Füße zum Abendessen hoch gelegt, als das Telefon klingelt:

“Josephine – wer stört???” (ich hab es ja schon auf dem Display gesehen – der Kreißsaal ist´s)

“ICH”

*AAAARRGHHLL* (= NEIN, die Frau von Sinnen……..!!!)

“Okay – was gibt es?!”

“Schwangere mit Wehentätigkeit, 10 Tage über Termin…?!”

“Ist klar – ich komme….!”

Im Kreißsaal treffe ich auf eine Frau, 1,65 m groß, RIIIIIIIIIIEEEEEEESEN Bauch!!!! Zauberhaft. Eine richtige Frau-Von-Sinnen-Schwangere! Die Durchsicht des Mutterpasses ergiebt ein durch die Bank weg normal groß geschätztes Kind, die letzte Messung vor zwei Tagen bei meiner Kollegin Schnegge belief sich auf ungefähr 3600 g, reichlich Fruchtwasser! Ich staune. Der Bauch der Frau ist so monströs, daß ich mich frage, ob da nicht irgendwo noch ein zweites Kind versteckt sein könnte…?! Aber gut – Schnegge ist ja Fachärztin und nicht wirklich schlecht im Schallen, der niedergelassene Kollege hat seine Praxis auch nicht erst seit gestern – ich muß mich also irren. Trotzdem taste ich vorsichtig die straff gespannte Bauchdecke ab (ja, ich hab Leopold (=Handgriffe zur Abschätzung von Lage und Größe des Kindes – Anm. d. Red.)  noch gelernt, geübt und kann ihn einigermaßen gut anwenden!) – und bin ehrlich gesagt verwirrt. DAS DA DRIN tastet sich nicht wirklich nach kleinem Mensch…?! Frau von Sinnen – die schon das erste Kind der Patientin entbunden hat, schwört bei allen Heiligen, daß der Bauch der Frau W. in deren erster Schwangerschaft exakt dieselben Dimensionen gehabt hätte, und heraus gekommen sei schlußendlich ein Ozean voller Fruchtwasser – und ein 2800g Kind. Ich versuche vorsichtigen Optimismus zu zeigen…

Sei es wie es ist – Frau W. hat nun also ein normal groß geschätztes Kind, einen riesen Bauch, und beginnende Wehentätigkeit. Es ist 17.30 Uhr – der Countdown läuft.

Kaum hab ich es mir wieder mit meinem Belegten und Füße-hoch bequem gemacht, bimmelt der Kasten erneut – selber Kreißsaal, andere Hebamme: oSoleMia kräht unter Umgehung der üblichen Höflichkeitsfloskeln ein fröhliches “Ich habe hier eine Sectio!!!” in den Apparat, und ich bin kurzfristig irritiert. Wie – OP-Aufklärung um diese Uhrzeit? Wer hat sich denn den Mist ausgedacht???

“Soli – es ist 18 Uhr – wieso muß ich denn mitten in der Nacht OP-Vorbereitungen treffen?”

“Josie, weil die Frau ein Kind in Querlage samt vorzeitigem Blasensprung hat!!!”

Adieu, ihr Gurken und Tomätchen, belegte Brote und gekochten Eier – das war es mit dem Abendessen…

Frau C. hat eigentlich für nächste Woche einen Termin zum geplanten Kaiserschnitt, da ihr Sohn bereits seit mehreren Wochen unverändert in Schräglage verharrt. Nun – der Kindergeburtstag wird auf heute vorgezogen, es wird also nichts aus dem 02.02. …

Frau C. ist eine kleine, zierliche Frau mit kaum wahrnehmbaren Schwangerschaftsbauch – die Sectio ist dann auch ein Traum: binnen kürzester Zeit habe ich mich durch nahezu fettfreie Gewebsschichten zu dem kleinen, zarten Uterus vorgearbeitet und entwickle dann, fast bilderbuchmäßig, einen wirklich mickriges Kind aus erster Schräglage. Allein der Teil mit dem “Finger in den Mund und über den Nacken entwickeln” finde ich immer noch ein bisschen gruselig. Was das Kindelein wohl denkt, wenn es – kurz bevor man es aus dem warmen Uterus ins kalte OP-Licht reißt – einen gummiüberzogenen Finger in den Mund gestopft bekommt? Aber gut, anders läßt sich die kleine Rübe nunmal nicht aus derstraff gespannten Muskelhöhle befreien, und nach fast keiner Zeit liegt das Kleine wie ein aus dem Nest gefallenes Vögelchen in Solis grünbetuchten Hebammenarmen. “Komisch” denke ich nur “das sah aber komisch aus…?!” Und komisch angefühlt hat es sich auch, ganz steif, den Kopf C-förmig nach hinten durchgebogen, ich hab ihn kaum anständig festhalten können…?! Aber gleich geschrien hat es schon, rosig war`s auch…?!

Nachdem die Frau lege artis vernäht, verpflastert und versorgt ist, geh ich mir das Kind nochmal bei Kreißsaallicht anschauen. Aber das macht es auch nicht wirklich schöner…

Was mir eben im OP noch gar nicht richtig aufgefallen ist – das kleine Ding hat quasi überhaupt kein Kinn!? Und keinen Hals?!?! Dafür den Kopf immer noch extrem überstreckt nach hinten gebeugt, und völlig deformiert… – okay, es lag jetzt aber auch ziemlich lange ziemlich blöd in diesem Uterus herum – da kann so ein kleines, weiches Skelett postpartal schonmal ein wenig zerknittert aussehen. Aber SO zerknittert???

Lange Überlegen ist nicht – Frau von Sinnen hat nur darauf gewartet, das ich wieder aus den Untiefen des OPs auftauche: Kaum im Kreißsaal angekommen werde ich auch schon zur Geburt zitiert – Frau W. bietet bei unglaublich schönen CTG-Werten (NICHT ironisch!!!!) ein Köpfchen auf Beckenausgang! Hurra – DAS ist ja einfach… :)

Ja, denkste! Der Kopf steigt, und steigt, und steigt, während die Schamlippen sich wie die Blüten einer frisch erwachenden Fleischpflanze langsam immer weiter entfalten, bis sie schließlich – wie ein paar zusätzlicher Ohren – seitlich des immer monströser werdenen Köpfchens kleben – und noch immer ist kein Ende dieses Schädels in Sicht!

Fast zeitgleich wandern meine Hand, und Frau von Sinnens Blick zum laufenden Oxithocin-Infusomaten, den ich augenblicklich abstelle, und noch bevor ich zu Ende überlegt habe, die Schere zur Epi anzusetzen, ploppt der dunkelbehaarte Mädchenkopf über den Damm der jungen Mutter. Eieieieiei – 3600 g…. NEVER EVER!!!

Diese Sekunden nach Erscheinen des Köfpchens und vor Entwicklung der Schultern sind der Grund für meine chronische Gastritis: soviel Adrenalinausstoss kann einfach nicht gesund sein!!!

Frau von Sinnen dippt zart an der Schläfe des kleinen Mopses, der sich noch nicht so wirklich entscheiden kann, wohin er will. Dann routiert sie vorsichtig ein bisschen nach links – die Schultern stehen offensichtlich quer im Beckenausgang und können sich ebenfalls noch nicht so recht entscheiden, wohin sie wollen…. Aber dann wird es der kleinen Frau doch zu blöd, weiterhin korkenmäßig auf Beckenausgang zu stehen – mit einem entschlossenen Ruck dreht sie sich einmal elegant von links nach rechts und nach zweimal kurz mitpressen flutscht sie in ihrer gesamten Schönheit und mit ordentlich Speck an Armen und Beinen auf einer Fruchtwasserwelle heraus!

To make a long story short: 4540 g Kampfgewicht, 39,5 cm Kopfumfang. Ich muß meinen Beruf doch nicht wechseln, auf Leopold ist manchmal eben mehr verlass, als auf alle Hochleistungstechnologie dieser Welt!

Nun noch kurz zurück zu meinem Blogintro und dem Kind ohne Kinn – eine geschlagene Stunde sind wir zu viert (ich, zwei Kinderschwestern, eine Hebamme) um den Kleinen herumgestanden, der wie ein nacktes Geierjunge (man möge mir den Vergleich verzeihen, aber so sah er heute nacht WIRKLICH aus) in seinem Wärmebettchen lag, und, sich weiterhin bogenförmig nach hinten reckend, friedlich schlief. Und während wir da so standen und sinnierten über normal oder nicht, hatte ich mir eines dieser kleinen, wohlig gut riechenden, knarzenden, schmatzenden Häschen geangelt und eine Runde durch das Zimmer geschaukelt, und während ich noch versonnen durch das wirre Zottelhaar des kleinen Mädchen streiche, verfalle ich plötzlich wieder automatisch in diesen Jungmutterwiegeschritt (Hüfte links kippen, Hüfte rechts kippen – der hat mir wahrscheinlich auch meinen dauerhaften Hüftschaden beschert… ;)) und ich bin plötzlich wieder Anfang Zwanzig, halte mein erstes Kind im Arm, und die Welt um uns herum ist völlig außen vor… Unglaublich, so ein kleines Wesen, gerade noch war es nichts anderes als geisterhaftes weißes Rauschen auf schwarzem Ultraschallmonitor, und jetzt hat es eine Gesicht, einen Persönlichkeit – und ein ganzes Leben vor sich!

Wie meinte der Anästhesist vorhin versonnen zur frisch-sectionierten Mutter: bei der heutigen Lebenserwartung könnte ihr Sohn fast das Jahr 2100 erreichen… WAAHNSINN!!!

Zurück im Irrenhaus…

Nee, so schlimm ist es ja gar nicht – nur unterbesetzt, wie eigentlich immer, aber die Stimmung ist prächtig, und das hat ja auch nicht jeder, oder? Bitte – danke!

Begonnen hat der Tag gleich mit den Dienstplänen der nächsten zwei Monate, welche (wir erinnern uns) durch genau 5,5 Männeken zu besetzen sind – und das, wo die Hälfte von uns (also – Quasi alle) in Monat 1 von 2 nochmal schön Urlaub eingereicht haben. Oder hatten. Schulferien eben… . Nach stundenlanger Hin- und Herdiskussion haben wir festgestellt, daß es eigentlich egal ist, WIE wir arbeiten – es wird so oder so ein englischer Monat dabei herauskommen, sprich: jeden 2. – 3. Tag Dienst. Wer wollte nochmal schnell Arzt werden? Ruhm, Ehre, Doktortitel? Gibt es bei uns gerade zu Hauf günstig abzugeben. Wir verzichten alle dankend…

Im Anschluß geht der Diensthabende nach Hause, Dr. Klitschko, Dienst des heutigen Tages, darf noch bis 14 Uhr Freiheit und Sonnenschein genießen, so daß ich mit meiner Famula, 6 Aufnahmen und 5 OPs allein, allein bleibe. Okay, ran an den Feind. Im Grunde genommen wäre alles gar nicht so übel (denn die Studentin ist fleißig, willig und obendrein echt fit), wenn meine Lieblingskatastrophenschwester Clementine nicht Frühdienst hätte, und die Leitung meines ohnehin schon schwer gestressten Handies im Minutentakt mit unsäglich lapidaren Anfragen blockieren würde. Beispiel erwünscht:

Clementine: “Frau Doktor, die Frau N. soll doch zum urologischen Dienst – zu Dr. H oder Dr. D.?”

Ich: “Clementine – ist mir so hoch wie breit. Bring sie dort unter, wo sie zuerst dran kommt, die Gute geht mir sonst vor Schmerzen gleich die glatte Wand hoch!”

Clementine: “Gut, dann zu Dr. H.”

Ich verschwinde zur Untersuchung, keine 5 Minuten später – Handyrasseln, Clementine-Terror:

Clementine: “Frau Doktor, der Dr. H. hat erst ab 10 Uhr Sprechstunde – soll ich dann jetzt bei Dr. D. anrufen?”

Kopf -> Tischkante

Ich (röchel): “Sicher, Clementine, rufen sie meinetwegen auch den Papst an, wenn der nur der Frau einen Termin besorgen kann!!!”

Fünf Minuten später – Telefonklingeln, Clementine-Terror die zweihundertdrölfzigste

Clementine: “Frau Doktor, bei Dr. D. hab ich jetzt einen Termin – wollen SIE den Transportschein unterschreiben, oder kann das auch die Oberärztin machen…?!”

Ächt jetzt – NOCH FRAGEN??? Ich bin geneigt, das Telefon in hohem Bogen aus dem weit geöffneten Patientenzimmer zu schmeißen, sehe dann aber binnen kürzester Zeit ein, daß das Teilchen ja auch nichts dafür kann, und Clementine zum Schweigen brächte ich höchstens durch orales einführen des Mobilfunkes IN die Schwester. Was ich nicht darf. Wie schade…

Gegen 11 Uhr entläßt mich der Herrgott aus den Fängen der Terrorschwester in die heiligen OP-Hallen, doch irgendwie ist heute der Wurm drin: Auf dem Plan steht eine vaginale Hysterektomie – Operateur ist meine geliebte Anti-Magengeschwür-Oberärztin, die zwar sehr erfolgreich, dafür aber auch seeeeeehr langsam arbeitet. Will sagen: die hat auch noch den lausigsten Uterus vaginal ausgebaut bekommen – aber manchmal geht dann eben ein halber Tag dafür drauf. So auch heute. Die Gebärmutter der Mittfünzigerin ist gut kindskopf groß und bewegt sich genau keinen Millimeter mehr, als unbedingt nötig. Und während die warme OP-Luft sich unter meinem Überkittel langsam aber sicher auf klimakterische 45 bis 60°C staut, meine Rückenmuskulatur zu harter, steifer Masse erstarrt und meine Oberarme das Zittern anfangen, setzt Dr. Omeprazol millimeterweise Uterus ab. Kugelzange links, Seitenblatt rechts, hier ziehen, da betonen, noch höher, bisschen tupfen, Klemme drauf, Klemme ab – ich überlege ernsthaft, ob ich mich erstmalig in meinem weit gereisten Leben einer Ohnmacht hingeben soll, und verzichte nur ganz knapp. Das ist mir dann doch zu doof.

Nach zwei Stunden zähen Ringens gibt der Riesenuterus sich knapp geschlagen, und Ommi tritt schritt(chen)weise den Rückzug an. Um gefühlte 30 Jahre gealtert trete ich um 13 Uhr vom Tisch dieser fuck vag HE ab – und weiß gleich schon wieder, warum ich TROTZ ALLEM so gerne hier arbeite: mein wunderbarer Chef wartet – glänzend gelaunt wie immer – mit einer doppelten Portion Kuchen für jeden auf uns! Hurra! Kalorien satt für alle. Nachdem ich einmal Schokoladentorte und ein fettes Stück Obstkuchen (Vitamine und so…) vernichtet habe, verlasse ich die heiligen Hallen und freu mich schon auf morgen – da ist OP-Tag mit dem Chef, und wenn der Herr morgen nicht schon wieder gegen mich ist, werd ich wohl hoffentlich auch mal wieder ans Messer dürfen.

Bis dahin – Aloha!

von i-Föns und vag-HEs…

Welch wunderbarer Tag!

Dabei sieht es Anfangs noch nicht mal im entferntesten nach einem solchen aus. Denn: Irgendwer (KEINE AHNUNG, WER!!!) hat tatsächlich Dr. Malucci zum Oberarzt befördert! Ich glaub es nicht! Der Welt faulster Klugschei**er wird jetzt fürs ungefragte verbreiten drittklassiger Halbwahrheiten auch noch besser bezahlt – man möchte weinen ob solcher Ungerechtigkeit auf Erden. Doch immerhin – er hat sich jetzt erstmal für 2 Wochen in den Urlaub verabschiedet, direkt im Anschluß bin ich dann für weitere zwei Wochen out of service, d.h. bis wir uns wieder sehen, hab ich ausreichend Zeit, diesen Schock zu verdauen. Oder zu kündigen. Mal sehen… ;)

Die zweite dunkle Wolke an diesem April-Wetter-tropischer-Regenwald-Klima-Tag verwandelt sich im Laufe des Vormittags urplötzlich in ein wunderschönes, himmelblaues Sonnenscheinchen: eine waschechte vaginale Hysterektomie für Dr. Josephine – einziger Wermutstropfen: meine geliebte Oberärztin steht als erste Assistenz auf dem OP-Plan, und hier fängt mein Problem an:

Dr. O. ist kompliziert. Menschlich und beruflich gesehen. Wie das geht? Okay, Beispiel: Normalerweise schaff ich eine primäre Sectio bei einer erstgebärenden Patientin in ungefähr 30 Minuten. Bauch auf, rein, Kind raus, Bauch zu – Pflaster drauf. Das ist keine Hexerei, mit ein bisschen Übung bekommt das jeder so hin. Bei der OÄ läuft das ganze ein wenig anders: “Koagulieren sie hier!” “Schneiden sie da! -Nein, nicht so, lieber so. Oder doch so! Nein – ganz anders! Nee, so auch nicht!” “Die Naht hierhin. Fünf Millimeter weiter rechts! Noch einen Millimeter! Nein – einen halben zurück!”… *indietischkantebeiss*

Sie meint es nicht bös und will auch niemanden ärgern – sie hat es nur gerne GANZ GENAU! Und somit dauert eine Sectio bei ihr nicht selten 1 bis 1 1/2 Stunden. Macht nichts, daran hab ich mich mittlerweile gewöhnt, ich hab mich sogar schon auf 50 Minuten hochgearbeitet, weil ich langsam weiß, was sie wie von mir will – aber im vaginalen Hysterektomieren bin ich einfach noch unglaublich unsicher – und der Eingriff an sich dauert normalerweise schon was länger. ARRGHL – ich hab Angst!

Und dann – ist plötzlich alles ganz anders: O hat einen guten Tag – und assistiert, daß es ein Traum ist! Erklärt mir jeden Schritt und jeden Schnitt, lobt und feuert an (fast hätte sie die Pompoms ausgepackt… ;)), und nach einer Stunde 25 hab ich einen 250 g schweren Uterus fachgerecht abgesetzt, morcelliert und ausgebaut, die Scheide fachmännisch wieder dort fixiert, wo sie eigentlich hin gehört – und möchte Dr. Omeprazol am liebsten nehmen, und knutschen. Mach ich nicht. Dafür bedank ich mich artig, und hüpf anschließend in Kindergartenkindmanier durch die Umkleide, pralle beim heraustänzeln gegen J.S. Bach, den immer gutmütig grinsenden Oberarzt der Aufschneider und grinse noch glücklich vor mich hin, als ich den 5. Entlassbrief diktiere. OP-Endorphine sind mit die Besten, ich schwöre!!!

Jetzt ist es 19.30 Uhr, im Kreißsaal wartet eine Zweitgebärende mit 6 cm Muttermund und eingeleiteter Wehentätigkeit aufs Entbunden werden, und ich frage mich zum wiederholten Male, WIE die Welt eigentlich all die Jahre ohne iPhone existieren konnte?! Ja, dem geneigten Leser mag wohl jetzt akut mein Macken-Blog-Eintrag einfallen: Okay, ich gestehe – ich hab ´nen Elektronik-Spleen. Und eben dieser – gepaart mit meiner großen Liebe für Schönes im allgemeinen und Apple im speziellen, hat mich pünktlich zu Beginn des deutschlandweiten 3GS-Verkaufs zum Erwerb eines ebensolchen genötigt (okay, ich hatte vorher auch schon eines – aber das war ein Erstgeneration-Gerät. Dat zählt nisch…!!!). Und dank dieses wunderschönen Spielzeuges kann ich jetzt IM DIENST Tetris spielen. Oder mit “WorldView” durch die WebCams meiner Lieblingsstädte tingeln. Ich kann jederzeit Bilder und Videos schauen, E-mails checken, noch kurz vorm Kreißsaal meine Lieblingshits grölen – und wenn ich den Weg ins Gebärzimmer mal nicht mehr finden sollte, lotst mich GPS-MotionX sicher und komfortabel bis vors Kreißbett! Noch Fragen? Immer her damit – mein iPhone kann auch Wikipedia…. *gggg*

Logbuch des Traumschiffs “Ganz-in-Weiß”, Captain J.T.Birth, Kreißsaalzeit…

21Punkt100

Während sich ringsherum die Welt im zarten Rosé der untergehenden Sonne färbt, bricht an Bord des Traumschiffes das Wochenendchaos los – Alarmstufe rot auf allen Decks – der Captain verspürt beginnend klopfenden Kopfschmerz im linken Schläfenlappen…

Auf Station 8a verlangt Frau C., 250 Kilo Lebendgewicht, Zustand nach laparoskopisch assistierter vaginaler Hysterektomie, zum wiederholten Male nach Schmerzmedikation. Die Patientin hat bereits den kompletten Medizinschrank einmal durch – Ibuprofen, Novalgin, Dipidolor, Voltaren – nichts aber auch gar nichts verschafft ihr Linderung. Ihre chronischen Bandscheibenbeschwerden therapiert sie Zuhause eigenmächtig mit Ibu800 3×2 Tabletten am Tag – kein Wunder, das die Gamma-GT sich auf zu neuen Ufern gemacht hat – der Wert ist fast den Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde wert! Erst als ich ihr relativ deutlich mitteile, daß ihre Leber sich binnen der nächsten Zeit rasch von all ihren Aufgaben verabschieden wird, wenn sie weiterhin derart schmerzfrei lebertoxisches Zeug einwirft, und ich nicht gewillt bin, an diesem Organmord teilzunehmen, sind die Schmerzen gar nicht mehr sooooo arg – ähm, ja…

Auf dem Flur steht meine Lieblingsschwester T. – zärtlich Schwester Chaos genannt, denn wenn wir beide zusammen Dienst haben, bricht regelmäßig die Welt zusammen – und kämpft mit den Tränen. Während ein chirurgischer Schenkelhals dement und lautstark “Mutter, Mutter” aus Zimmer 54 brüllt, sitzt eine zarte Dame Ende der Achzig aufrecht in ihrem Bett in Nummer 55 und schlägt mit stoischem Gesichtsausdruck ihre chromblinkende Bettpfanne gegen die Seitengitter. Doch ich muß weiter und so bleibt Schwester Chaos, tränenverschleiert und mit hängenden Schultern, auf dem Flur von Station 8a zurück…

21Punkt10

Der Bordfunk – im Kreißsaal kreis(s)t Hebamme Frau von Sinnen um eine Erstgebärende. Arbeitsdiagnose: vorzeitiger Blasensprung ohne einsetzende Wehentätigkeit, 38+5 SSW, zur Einleitung. Die erste Gabe Prostaglandin, gegeben am frühen Vormittag, hatte genau gar  nichts gebracht, die zweite dagegen streckt Frau L. faustschlagmäßig nieder. Ein Wehensturm wie aus dem Bilderbuch, und bereits nach 10 Minuten verlangt ein sich krümmendes, windendes Häufchen Elend vehement nach einer Sectio. Die Aussicht auf rasche Schmerzstillung mittels PDA rückt die drohende Schnittentbindung erstmal in den Hintergrund – der Anästhesist kommt, sieht, siegt und Frau L. ist wieder glücklich. Der Bordfunk vermeldet Arbeit in der Ambulanz – junge Frau zur Pille danach. Na Prima.

Der jungen Frau ist der Besuch augenscheinlich extrem peinlich, und da ich ein weiches Mutterherz habe, schluck ich meine Strafpredigt herunter (vor zwei Tagen GV gehabt – da kann man auch zum Niedergelassenen gehen…) und stelle brav das Unofem-Rezept aus. Die Patientin hat kaum den Behandlungsraum verlassen, da……

21Punkt30

…Hypotone Krise der Mutter mit Herztonabfall des Kindes! Ich komme. Nach einer halben Ampulle Akrinor steigen kindliche Frequenz und mütterlicher Blutdruck parallel an – Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Der Bordfunk treibt mich zurück in die Ambulanz – wahrscheinliche Schwangerschaft mit Unterbauchschmerzen. Die fragliche Schwangerschaft sitzt sinnbefreit dreinschauend in meinem Untersuchungszimmer und gibt auf gezieltes Nachfragen bereitwillig zu, schon am vergangenen Wochenende einen ähnlich armen Kollegen belatschert zu haben (Zustand nach positiv ausgefallenem Schwangerschaftstest zuhause…), der im Sono aber nichts außer hoch aufgebauter Schleimhaut gesehen hatte. Klar – in Woche 3+6 *headshot*

Okay – ich hab immer noch ein butterweiches Herz und lass mich zum Vaginalschall breitschlagen. Es kommt zum Vorschein – TATAAAA – die Frau ist schwanger… *augenroll* *Fanfarenstöße* – Ob sie denn ein Bild haben könne? Ich gebe klar zu verstehen, daß ich das Bild nur unter DER Bedingung herausrücke, das sie verspricht, bis zum nächsten Termin beim niedergelassenen Kollegen (am kommenden Dienstag) keinem anderen Ambulanzarzt mehr auf die Nerven zu gehen. Sie schwört hoch und heilig – und bekommt ihr Bild. Ich denk ich kuck nicht richtig – hüpft die Frau vom Stuhl, wetzt zur Tür, reißt selbige Sperrangelweit auf (NEIN – sie hat sich zwischendurch nicht die Unterhose angezogen…) und brüllt: “Schaaaaaaaaaaaaaaaaaaatzi – kommo Bäbie gugge…!” – Schatzi kommt, debil grinsend, zur Tür herein, einen ca. 5 jährigen Bub an der Hand, der augenblicklich beginnt, das Ambulanzzimmer auseinander zu nehmen, während Mami und Papi laut lamentierend über dem Sono-Bild (4+5 SSW) hängen. Es braucht geschlagene 20 Minuten, ein zertrümmertes Prolift-Modell (der Chef wird mich lynchen) und enorme Willensstärke, Familie Schreckenstein aus meiner Ambulanz zu komplementieren. Ich verwette mein weiß verpacktes Hinterteil, daß die morgen beim nächsten armen Schwein auf der Matte stehen…

22Punkt15

An Bord des Traumschiffs “Ganz-In-Weiss” kehrt wohl Nacht, aber keine Ruhe ein. Kaum bin ich zwei Minuten im Dienstzimmer verschwunden, als der Kreißsaalfunk erneut SOS meldet: Frau L.´s Blutdruck hat sich jetzt auf 180 zu 110 eingependelt, was der Kopf nun übel nimmt – herrjeh, kann man denn nicht mal in Ruhe entbinden??? Einzig die Herztöne des Kindes bewegen sich vorbildlich über grünkarierte Papierberge – man kann es aber auch nicht jedem Recht machen… Nun gut, das Akrinor hat eine relativ kurze Wirkungszeit, und mit dem sich sichtbar normalisierenden Blutdruck verschwinden auch die Kopfschmerzen. Ich begebe mich zurück auf Station 8a, um zu schauen, ob Schwester Chaos bereits sich (oder einen der Patienten) aus dem Fenster geworfen hat – was Gott-sei-dank nicht der Fall ist - und begegne unglücklicherweise einer weiblichen, privat versicherten Carcinophobie, die mich nun für eine geschlagene halbe Stunde in ein total abgedrehtes Gespräch über ihr malignes Geschehen mit tödlichem Ausgang verwickelt (die Frau hat GAR NICHTS  - außer einem Corpus-Polyp, der mittels HSK-fraktionierter Abrasio entfernt wurde… – Anm. d. Red.). Über ihre Über- (37.2 °C) und Untertemperatur (36.5°C), ob es denn normal ist, das man nach einer Abrasio Fieber entwickelt (“Sie haben KEIN Fieber!!!”), ob das Fieber nach Abrasio dann NOCH schneller zu Tod führt (“Sie HABEN KEIN Fieber!!!!) und wie lange sie in etwa noch zu leben hätte….?! (“SIE_HABEN_KEIN_FIEBER!!!!). Chef hatte mich gewarnt und gesagt: “Wenn sie Frau L. sehen – dann drehen sie sich um und RENNEN SO SCHNELL SIE KÖNNEN!!!”). Hätte ich mal besser gemacht. Zum Glück löst der Kreißsaalfunk mich um …

22Punkt50

…aus, Frau von Sinnen erwartet mich stat im Kreißsaal – Muttermund vollständig, Köpfchen Beckenboden, nichts geht mehr. Der Patientin geht es erschreckend gut – die PDA sitzt wie eine eins, sie spürt den Druck, aber nicht den Schmerz, kann die Beine bewegen und ist somit glücklich und willig. Ich MAG eigentlich keine PDA, aber in diesem Fall hat sie uns tatsächlich vor der Sectio gerettet. Jetzt müssen wir nur schauen, das wir das Ding auch sauber nach Hause fahren. Ich lasse Frau L. bei der nächsten Wehe vorsichtig mitschieben – und bekomme ein wenig Magendruck: das kleine Becken ist im dorsalen Anteil komplett frei – da könnte man glatt einen zweiten Kopf reinstopfen – das Hinterhaupt dagegen hängt wie festzementiert hinter der Symphyse. Na Bravo – mal schauen, wo uns das hinbringt…

Der Druck aufs Köpfchen schlägt sich cardiotokographisch in unschönen Dezelerationen nieder – wir versuchen also den Vierfüßlerstand, vielleicht kriegt das Kleine so leichter die Kurve. Parallel ruf ich meine diensthabende Oberärztin zu Hilfe – das kann und möchte ich nicht wirklich allein zu Ende bringen, und siehe an –  Frau O. ist erstaunlich aufgeräumt und bester Laune, verspricht – ganz ohne langes gefeilsche – sofort zu kommen, und legt auf. Kaum geschehen, jodelt der Funk schon wieder – die Aufschneider (=chirurgischer Dienst) am anderen Ende der Leitung, sie möchten jetzt bitte-danke einen Schenkelhals operieren.

Ähm – ist nicht wegen geht nicht! – “Wie jetzt???…” – ich erkläre ruhig und freundlich, das ich derzeit eine Schwangere unter Entbindung habe, die neben zeitweise schlechter Herztönen alle Zeitbomben bietet, die einen Nachts um halb zwölf gerne mal notsectionierend in den OP rennen lassen. Und da unser Haus lediglich EINEN EINZIGEN Anästhesisten im Dienst hat, können eben keine OPs gefahren werden, solange es im Kreißsaal brennt. Eigentlich ist das klar. Und eigentlich weiß das jeder – auch die Chirurgen. Aber uneigentlich muß man – je nach Diensthabendem – immer wieder das Wieso und Warum erklären. Und das geht mir gerade ganz gehörig auf die Kranzgefäße. Ich erkläre den Kollegen ja schließlich auch nicht, wie sie ihre Knochen zu richten und Bäuche zu laparoskopieren haben. Und schon gar nicht wann. Aber die junge Kollegin am anderen Ende der Leitung meint doch allen Ernstes zu mir, ich solle die Frau dann doch gefälligst gleich sectionieren… – die nächste Dezeleration entbindet mich von der Pflicht, weiterhin geduldig und zurückhaltend zu sein, und ich drücke nach einem freundlichen “Danke für ihr Verständnis” den roten WEG-MIT-DIR-Knopf. Zeitgleich mit der Erholung der kindlichen Herztöne betritt Dr. O den Kreißsaal, und meine Magenschmerzen werden augenblicklich um Welten besser. Dr. Omeprazol auf zwei Beinen sozusagen… *ggg* – Es ist bereits…

23Punkt40

…als Klein-N doch noch das Licht des Kreißsaales erblickt – nach unendlichen Lagerungen hin und her, bisschen kristellern, bisschen Epi. Alles gut. Der Chirurg darf seinen Schenkelhals doch noch richten und ist auch glücklich – Hurra! Nach Epi-nähen und Geburt eingeben ist es schließlich …

01Punkt100

…als Captain J.T.Birth die Brücke verläßt – to boldly go where no one has gone before… Und so fliegt das Traumschiff “Ganz-In-Weiß” ruhig und leise durch die Nacht.

Sonnenschein und vag HE…. :)

Erwähnte ich es schon – ich MAG meinen Chef. Wirklich. Sehr gerne. Auch wenn er seine Ärzte nicht unter Kontrolle hat *hust* – operieren mit ihm ist immer ausgesprochen unterhaltsam und außerdem auch sehr lehrreich. Denn er hat das, was einen guten Chef ausmacht: Geduld und Ausdauer. Von vorne:

Vier von fünf Wochentagen sind lange OP-Tage, und da ich momentan quasi die einzig verfügbare erste Assistenz bin (U. ist krank, Malucci im Dienstfrei, Blondie hat Urlaub, Tzatziki spricht zu wenig deutsch für manche Dinge und Herr Multisozialversagen hat gekündigt) komme ich in regelmäßigen Abständen in den Genuß, des Cheffes erste Assistenz zu sein. So wie heute! Der Tag beginnt lässig zum warm laufen: laparoskopische Ovarial-PE mit Schnellschnitt. Während der Schnittpause kommen wir in den großartigen Genus scheidender Studenten: der Aufenthaltsraum des OPs sieht aus wie die örtliche Bäckerei – Kuchen und Teilchen so weit das Auge blickt. Das fängt ja gut an *ggg*

Die Glücksträhne hält an – der Pathologe meldet sich zwischen zwei Teilchen und einem Kaffee kurz zurück: alles i.O., das Ei ist gesund. Während die Patientin ausgeleitet wird erscheint der nächste Famulant mit einem Korb belegter Brötchen in der Tür – wir schlagen zu, bevor die verfressenen Chirurgen von der Mahlzeit Wind bekommen – und treten kurze Zeit später wohl genährt und bestens gelaunt die Rückkehr in Saal 5 an.

Die Stimmung bitzelt ein bißchen – die nächste Frau soll nämlich mittels LaVH (laparoskopisch assistierter vagialer Hysterektomie) ihres Uterus beraubt werden – und was aus den letzten Eingriffen dieser Art geworden ist, läßt sich wunderbar in meinen alten Blogeinträgen nachlesen: eine abdominelle HE nach der anderen. Aber heute scheint es das Chakra gut mit uns zu meinen – der laparoskopische Teil geht wunderbar von der Hand, und nachdem Chef die linke Seite abgesetzt hat, darf ich mich an der rechten versuchen – schließlich haben wir durch die eingesparte post-Schnellschnitt-OP massenhaft Boden gut gemacht! Das Ovar zeigt sich ausgesprochen kooperativ und läßt sich ohne großes Rumgezicke vom Uterus trennen. Hurra, operieren ist großartig :)

Doch das Spiel ist noch längst nicht zu Ende – nachdem die Trokare gezogen und die Beine angewinkelt sind, das Vaginal-Sieb in Stellung gebracht und alles nochmal hübsch desinfiziert ist, – tritt der Meister lässig einen Schritt beseite, verbeugt sich höflich und meint mit einladendem Augenzwinkern: “Na – wollen sie?!……” Hallo??? Und ob ich will! Also bauen wir in gemütlicher Atmosphäre (“und bitte chillige Musik auflegen…!!!” – ja, Chef, alles was sie wollen) Schritt für Schritt den Uterus der guten Frau endgültig aus. Meine zweite vaginale HE und es ist immer noch großartig! Und wie schön, wenn einem beim operieren nicht die Angst im Nacken sitzt, sondern Motivation oberstes Gebot ist. So trägt er mich ganz locker und easy durch obere und untere Fjorde, vorbei an der Blase, dem Darm und diversesten Blutgefäßen und schafft es immer noch, gräßlich falsch und unsäglich laut jedes zweite Lied mitzusingen. Ich mag den Kerl – hab ich es schon erwähnt??

Der Rest des Tages verläuft ruhig und besinnlich – bisschen Ambulanz, bisschen Station – und am Schluß darf unsere Studentin noch eine schwangere Internistin schallen. Eine geschlagene Stunde lang haben wir Spaß auf der Suche nach Femuren und dem richtigen Biparietal-Durchmesser, “verknipsen” eine halbe Rolle Ultraschallpapier, bevor ich gegen 17 Uhr die Klinik in Richtung Sonnenschein verlasse… :)