Mann in rosa Tutu…

Image © Bob Carey – http://www.thetutuproject.com

Wer, wie ich, am vergangenen Wochenende Galileos “Big Pictures” gesehen hat,wird diesen Mann im rosa Tutu bereits kennen gelernt haben.

Allen anderen sei er hiermit offiziell vorgestellt: DAS ist Bob Carey *KLICK*

Bob ist – ganz entgegen des ersten Eindrucks – mental völlig gesund. Und die Geschichte mit dem rosa Tutu hat auch nichts mit verlorenen Wetten oder schrägen Vorlieben zu tun, nein, hier geht es um große Liebe und den Kampf gegen den Krebs.

Bobs Frau Linda erkrankte 2003 an Brustkrebs. Und weil Bob etwas tun wollte – irgendetwas, um zu helfen,  es mitzutragen, leichter für sie zu machen, tat er das, was er gemeinhin am besten kann: Fotografieren! Und so begann er, Bilder von sich im rosa Tutu zu schiessen.

Bob im Tutu am Strand von San Francisco, auf dem Times Square, in der U-Bahn, auf der Weide inmitten erstaunt glotzender Kühe – und an tausend anderen Orten mehr.

Das alles mit der Absicht, seine Frau zum Lachen zu bringen und auf diesem Weg ein wenig abzulenken von Krankheit, Chemotherapie und Bestrahlung

Aus Bobs Privatprojekt ist mittlerweile eine gemeinützige Sache geworden – unter The Tutu-Project *KLICK* wurde eine Stiftung für an Brustkrebs erkrankte Menschen gegründet, und hier hinein fliesst auch ein Großteil des Verkaufserlöses seines Buches “Ballerina”.

Ich mag ja solche Geschichten. Über Männer und Frauen und große Lieben und schöne Bilder. Darum der Artikel.

Und drücke den beiden feste die Daumen, dass sie noch ganz lange aneinander haben werden…

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52 thoughts on “Mann in rosa Tutu…

  1. die Idee an sich ist Klasse.
    Was daraus geworden ist? Wieder eine Stiftung. Die umpteenste Stiftung bla bla against cancer. Kein Mensch weiss, was mit dem Geld genau geschieht.
    Entschuldigung, wenn ich da etwas zynisch bin, aber in den USA wimmelt es mittlerweile von Cancer fighting, cancer awareness und massenhaft anderen Cancer – whatever – Stiftungen, wo sogar in den USA – wo das Stiftungsthema eine heilige Kuh ist -, langsam die öffentliche Diskussion beginnt, wo eigentlich das ganze Geld hingeht.

    Und dies letztlich nur, weil das US – System zu krank ist, seinen Bürgern eine angemessene Gesundheitsfürsorge zukommen zu lassen.

    Gruss Landkrauter

  2. Die Idee finde ich auch gut. Ich habe meine Brustkrebs (nebst Chemo und Bestrahlung) ohne so eine Ablenkung überstanden. Keine Ahnung, ob es mir geholfen hätte.

  3. War es Mut? War es Verzweiflung, die ihn getrieben haben? Es ist im wahrsten Sinne eine mehr als ausgefallene Idee, sich bei Eiseskälte im Schnee fast nackt im rosa Tüllröckchen zu fotografieren / fotografieren zu lassen. Aber er hat erreicht, was er wollte (sicherlich nicht allein dadurch) – aber seine Liebe lebt noch nach so langen Jahren des Krankheitsausbruchs. Ich wünsche ihr weiterhin das Fernbleiben von Cancer und anderem Ungetier.

  4. So sehr ich diesen Mann ob seines Projekts und seines Durchhaltevermögens bewundere, und so sehr ich sein Anliegen verstehe, das ganze Projekt gut finde, sein persönliches Leid (sicher nicht gut genug) nachvollziehen kann…
    …sieht genau dieses Foto für mich gnadenlos photogeshoped aus. (Wenn nicht zusammengebastelt, so doch weit über die Grenzen der “guten Fotografie” hinaus nachbearbeitet.) Wie komme ich darauf?

    – Die Farben der Häuser, Autos, Verkehrsschilder sind verwaschen, das ganze Bild wirkt „dunstig“. Er selber aber “strahlt” in Haut und rosa. Das könnte ein Effekt lokaler Kontrasterhöhung und Farbverstärkung sein, wirkt aber auf mich unglaubwürdig.
    – Er wirkt wesentlich schärfer als die Umgebung (für mich optisch geradezu surreal scharf in Bezug auf die Umgebung), so als ob er mit einer höheren Auflösung im Bild steht. Das könnte ein Effekt des selektiven Nachschärfens und lokaler Kontrasterhöhung sein, wirkt aber auf mich sehr unnatürlich vom gesamten Bildaufbau.
    – Bei den Häusern kommt das Licht von schräg oben hinten (die dem Betrachter zugewandten Hausseiten sind dunkel) – er selber ist aber sehr gut ausgeleuchtet, seine „Front“ steht nicht im Schatten, das Licht scheint von oben (leicht vorne) zu kommen. (Das könnte man mit einem Aufhellblitz mit Wabe sowie unterschiedlichen Reflektoren hinbekommen, aber für ein „schnelles Bild mitten auf der Straße“ kommt mir das unrealistisch vor.)
    – Über Schultern, Armen und Nacken ist ein „Halo“-Effekt zu sehen. Eine dünne weiße Trennkante zwischen Hintergrund (Häuser) und Hauptmotiv.

    Wie gesagt, alle meine Eindrücke lassen sich auch mit heftiger DBB (Digitaler Bildbearbeitung) erklären. Finde ich aber recht dramatisch. Der „Halo“-Effekt [ http://de.wikipedia.org/wiki/Halo_(Bildbearbeitung) ]ist sehr unschön und „disqualifiziert“ das Bild (fotografietechnisch) für mich. (Nichts gegen die anderen Bilder auf seiner Seite!)

    • Lieber Gedankenknick,

      ….und? Ich verstehe Deine Kritik nicht ganz. Nur ungephotoshopte Bilder sind gute Bilder? Nur mit unbearbeiteten Bildern darf man für gute Zwecke werben? Nur natürliche Bilder bringen die Frau zum Lachen????

      Ich arbeite oft und gerne mit Photoshop – und die “armen” Adobes wollen schließlich auch ein bisschen etwas verdienen.

      Insofern – von meiner Seite ein eindeutiges ProPhotoshop! LOVE Photoshop! Good things are happening…. ;)

      • Ich will nicht sagen, dass DBB prinzipiell schlecht ist. Wenn man mit RAW-Daten arbeitet, kommt man gar nicht um DBB drumrum. Kontrastanpassungen, nachschärfen, letzthin das, was nasschenmisch die “Entwicklung” ausmacht. (Ich selber nehm übrigens OpenSource GIMP, Adobe ist mir schlicht zu teuer, auch wenn Profies damit sicher bessere Ergebnisse erzielen.) Meine Kritik bezieht sich auch nicht auf den Zweck – jemanden zum Lachen zu bringen, für eine gute Sache zu werben, etwas Gutes zu unterstützen.

        Vielleicht ist meine Kritik auch tatsächlich “daneben”, Ich finde es nur ein wenig irritierend, wenn sich eine Kollage als “Foto” ausgibt. DBB ist so gut geworden, dass man heutzutage eine (gut gemachte) Kollage nicht mehr von einem richtigen Foto unterscheiden kann. Das finde ich als Hobby-Fotograf, der sich um authentische Bilder bemüht (an denen ich durchaus auch „rumwerkel“, sehr schade. Auf mich wirkt das Bild leider etwas unecht. Das ist vielleicht aber (m)ein ganz persönliches Problem.

        Ich wollte wirklich keinem den Spaß an der Sache verderben…

      • Hm – was meinst Du denn mit “Kollage”? Die Nachbearbeitung? Ich finde Photoshop ob seiner Möglichkeiten großartig – nicht nur, weil RAWs generell nachbearbeitet werden müssen, sondern weil ich so unendlich viele Möglichkeiten habe, kreativ zu sein, obwohl das Bild schon im Kasten ist.

        Von mir aus darf gerne jeder, wie er möchte – ich verteile meine Sympathien nicht nach der Art meiner (oder anderer Menschen) Fotografie, sondern danach ob mir ein Bild gefällt oder nicht. Und Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden…!

      • Mit “Kollage” meinte ich, dass ich das Foto für “zusammengesetzt” hielt. Aber das ganze ließ mir keine Ruhe, und seit 2 Stunden schaue ich mir jetzt einige seiner anderen Bilder an, und setze mich mit seinen Arbeiten auseinander. Zuerst einmal: Hut ab! Es sind tolle Bilder! Einige sind grandios in Szene gesetzt, und mit meinen bescheidenen fotografischen Fähigkeiten kann ich nur erahnen, welcher Aufwand in manchen steckt. (Das ich die auch beim kurzfristigen Überfliegen gut fand, versuchte ich mit dem letzten Satz in meinem ersten Kommentar anzumerken.)

        Ich muss meine Kritik jetzt insoweit korrigieren, dass ich zu der Überzeugung gekommen bin, dass alle von mir aufgezeigten “Unstimmigkeiten” wohl nicht durch “Copy & Paste”, sondern eben durch lokale DBB entstanden – und zum größten Teil wohl auch so gewollt – sind. Was mich an obigen Foto irritiert(e), ist der “Colorkey” – der nach meinem Empfinden genau bei diesem Bild ein wenig zu ausgereizt ist – und der der auf seinen “schnell zugänglichen” anderen Bildern nicht benutzt wurde/wird. Wäre die Nachbearbeitung ein klein wenig zurückhaltender durchgeführt, wäre es mir wahrscheinlich gar nicht bewusst aufgefallen. Ob dieses Stilmittel gefällt oder nicht, liegt, wie bei Kunst im allgemeinen, wohl im Auge des Betrachters. Nach längerem Suchen fand ich ein anderes Bild, bei dem er dieses Stilmittel auch eingesetzt hat, und meiner Meinung nach sehr gezielt und sehr gekonnt. Ich meine jenes: http://s1.ibtimes.com/sites/www.ibtimes.com/files/styles/article_slideshow_slide/public/2012/03/20/251243-blue-palms.jpg

        Dass ich immer das “Bauchgefühl” des “Da stimmt doch was nicht!” habe, wenn ich einen Halo-Effekt in einem Bild entdecke, bitte ich mir nachzusehen. Und genau der brachte mich erst dazu, das Foto so “analytisch” zu betrachten. (Das scheint bei mir eine Art pawlowscher Reflex geworden zu sein – ausgelöst durch die Boulevard-Medien, denen ich ein Foto nicht mal mehr dann glauben würde, wenn ich es selber vorher eingeschickt hätte.) Dass ich nun ausgerechnet an diesem “Aushängeschild”-Bild so etwas auszusetzen habe/hatte, ist wohl “dumm gelaufen”. Ich hatte die “Big Pictures”-Geschichte übrigens nicht gesehen.

      • Mein erster Gedanke beim Anblick dieses Fotos war auch: schwachsinniger Photoshop (= Mann mit tosa Tutu in verschneite Straße montiert).

        Da es immerhin dein Blog ist, habe ich weitergelesen. Die Geschichte zu den Bildern finde ich anrührend und die anderen Bilder gelungener…

    • Ganz kurz zusammengefasst: Wenn ein grandioses Bild durch (ungünstige) Nachbearbeitung zu einem “unglaubwürdigen” Bild wird, finde ich das schade.
      [Wenn die Nachbearbeitung so stark eingreift, dass man es auf den ersten Blick erkennt, habe ich kein Problem damit.]

  5. Mir kam das “Foto” auch spanisch vor. Ich konnte jetzt nicht genau sagen, warum (außer dem komischen grauen Untergrund bei den Füßen), aber gedankenknicks Anmerkungen stimmen. Und das macht mich immer sehr skeptisch – wenn schon das Bild kein Foto ist, sondern zusammengestückelt, dann habe ich beim Rest der Geschichte auch ein komisches Gefühl.
    Zusätzlich hat Landkrauter Recht, bestimmte Stiftungen sind quasi unkontrolliert, nur durch den Stiftungsvorstand (jedenfalls in D), der auch mal nur aus 1 Familienangehörigen bestehen kann. Wer weiß, wie das erst im liberalen Amiland aussieht. Es gibt nicht umsonst Bücher mit dem Titel “Stiften und verdienen”. Leider.

  6. Jetzt greift es auch schon auf Blogs um sich, dass man sobald man ein Schaf sieht, immer erstmal den Wolf darin vermutet… *seufz*

    Schade.

  7. Pingback: Linktipps der Woche: Ranga Yogeshwar, rosa Tutu, Quantified Self und Arzt-Patienten-Kommunikation | Zukunft Gesundheitswesen

  8. @Heldin und Kathi: Ich glaub, die Idee von Gedankenknick, Hasi und me and myself war, dass es doch vielleicht ein wenig erfrischend sein könnte, dass auch mal Kommentare kommen, die nicht nur aus “oh wie schön, rührend etc.” bestehen. (-;
    Gruss landkrauter

  9. Genau, hoffen wir, dass die gemeinsame Freude an den Fotos und deren Zustandekommen, der Frau geholfen haben. Und sie beide noch lange glücklich miteinander leben können.
    Solche Initiativen sind echt super.

  10. @ heldin nein, nicht des contras um des contras willen
    ich hab mich auf der site ausführlich umgeschaut, bevor ich kommentiert habe. Weil ich nicht einfach in’s Blaue hinein kommentieren wollte.
    Und weil ich mit einer freundin (US Amerikanerin und von BK betroffen) erst kürzlich darüber geredet habe. Und die hat mir mal nen bisschen erzählt, wie das so ist, mit den BK- Stiftungen und dem lieben Geld in den USA. Ihr geht es unglaublich auf die Nerven. Das Geld geht dann u.a. in völlig sinnlose, schweineteure Busreklame. Und ich habe es selbst gesehen: Du entkommst dieser verdammten Krankheit nicht mal, wenn Du Bus fährst…, Du wirst an der Supermarktkasse ständig angesprochen, spende für BK Stiftung diese oder jene, und so fort.
    Gerade für die Betroffenen wirklich superschön.
    Wie gesagt, an sich eine wunderschöne und sehr liebevolle Idee, die dann mal SCHWUPPS nen pekuniären side effect bekommt.
    Tut mir leid, wenn ich hier in ein Wespennest gestochen habe.
    Ich tu es nicht wieder- versprochen.
    Gruss Landkrauter

    • Ja, aber was wäre denn die adäquate Lösung des Problems? Nicht mehr spenden? Keine Aktionen mehr? Ich entscheide ja selbst, was ich gebe und wem und wieviel. Und kann auch gut mal “nein danke” sagen.
      Aber – wie Hasi z.B. – gleich von der Qualität eines Bildes auf die kriminelle Energie dahinter zu schließen – das hat schon etwas von Paranoia…

      Aber ich gestehe – ich bin eben von Haus aus hoffnungsloser Optimist und glaube gerne erst einmal an das Gute in jedem! :)

      • Hallo, es ging mir nicht um die Qualität des Bildes, sondern um das, was so schön mit einem deutschen Sprichwort beschrieben ist: “Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht.”
        Weiterhin beschäftige ich mich von Berufs wegen mit Wirtschaft inkl. Steuervermeidung, und da sind Stiftungen gerade sehr modern. Das ist leider keine Paranoia, sondern durchgemachtes ungläubiges Kopfschütteln.

  11. @ Heldin Lösung? na ja in dem Fall einfach mal keine Stifung gründen? es einfach mal so stehen lassen?
    Und ich bin von Berufs wegen immer misstrauisch.
    Das unterscheidet die Anwälte von den Ärzten (-:
    ( ich mach jetzt mal Eigenwerbung auf meinen Blogbeitrag: warum Anwalt so ein schöner Beruf ist (-; )
    Gruss Landkrauter

    • Meine Antwort zu heldin eins weiter oben: Die Lüge ist für mich, daß er sagt, er FOTOGRAFIERT sich überall, man sieht das Bild und denkt “Wow, sogar in Eis und Schnee stellt der sich nackig, nur um seine Frau zum Lachen zu bringen. (bzw. mittlerweile Geld für die “Stiftung” zusammenzubekommen)” – Das soll doch suggeriert werden.
      Doch bei näherer Betrachtung sieht man eben, daß das Bild weder ein Foto noch eine “Nachbearbeitung” ist, sondern nur aus zweien zusammengeschnitten. Höchstwahrscheinlich hat er im gemütlichen Warmen gestanden. Dann soll er die Bildidee “Schnee” doch ganz lassen oder aber durchziehen.
      Und wer auf solche Effekthascherei, und die auch noch nur durch Schummeln kommt, dem vertraue ich persönlich kein bißchen mehr. Zusätzlich zu meiner Erfahrung zu Stiftungen.

      • Er hat die Bilder in Schnee und Eis geschossen. Konnte man bei Galileo sehen, kann man auch im Internet finden, falls man das möchte. Möchte man offensichtlich nicht. Ist mir aber auch egal – ICH würde das Buch kaufen!

      • P.S. Mögen würde frau schon. Ich habe nun wirklich lange gegooglet, mir Ausschnitte aus amerikanischen Morgenshows, weitere Videos und Pro 7 Homepage inkl. Galileo und Big Pictures angesehen. Nirgends konnte ich sehen, daß er in Eis und Schnee obiges Foto gemacht hatte. Es gab höchstens Kamerafahrten auf das Bild sowie ein Fotoshooting zwar in Schnee, aber mit komplett anderer Landschaft. Big Pictures/Galileo hat Unmengen Videos online, aber nichts über Tutu/Carey. Ich habe besagtes Wochenende nicht Galileo geschaut, daher kann ich darüber keine Aussage treffen.
        Wenn es so einfach sein sollte, das im Internet zu finden, dann bitte ich um einen Link. Es geht mir allerdings nicht um Sekundärquellen. Ein Video, in dem lediglich behauptet wird, er hätte obiges Foto exakt so gemacht, kann jeder produzieren.
        Ich bestreite nicht, daß es eine außergewöhnliche Idee ist, was er da macht. Abgesehen vom strittigen Foto sind viele andere ja echt. Es gibt halt einige Indizien, die darauf hinweisen, daß er selber dabei auch nicht unbedingt finanziell verliert, um es mal vorsichtig auszudrücken. “Der Gewinn kommt der Carey Stiftung zugute.” Der Gewinn. Da sind die Verwaltungs-und Geschäftsführerkosten (seine Frau) schon abgezogen. Weiterhin werden die Gelder einfach nur an andere krebsassoziierte Stiftungen weitergeleitet. Warum braucht er dann seine eigene, nach sec. 501(c) (3) steuerbefreite Stiftung? Seine eigener Webauftritt als Fotograf wird auch den einen oder anderen Klick mehr durch Erwähnung auf der tutu-Page bekommen. Der extreme Druck auf die Tränendrüse, indem man in Interviews Briefe von Spendern vorliest, deren Angehörigen an Brustkrebs gestorben sind. Das merkwürdige “Foto”.
        Sehe ich solche einzelnen Aspekte als Ganzes, bekomme ich schon ein ungutes Gefühl.
        Ich denke, er hatte vor 10 Jahren eine wirklich gute und ausgefallene Idee. Diese ist aber leider mittlerweile zu einem Geschäftsmodell mutiert, wie so viele amerikanische Stiftungen mittlerweile.

      • okay, nur noch einmal für mich zusammengefasst:
        1. das er schon im schnee stand, weisst du, aber du hast nicht gesehen, das er auf DIESEM bild im schnee stand, und das ist das problem.
        2. er hat mit einer schönen idee wahrscheinlich geld verdient. böse. das sollte er nicht tun.

        das mit den stiftungen habe ich leider nicht kapiert und es ist mir – sorry – auch völlig egal, weil immer noch zu paranoid. ich werde die diskussion an dieser stelle auch beenden, weil ich sie schlicht doof finde. und absolut unnötig.
        immerhin habe ich etwas daraus gelernt: DU, hasi, bist ein guter mensch, der genau weiss, was richtig und falsch ist, und der menschen wie mir, gutgläubig und unwissend, erklären kann, welcher mensch richtig oder falsch handelt. anhand eines fotos im schnee. oder auch nicht schnee. hurray!

      • Das mit dem Schnee, was ich gesehen habe, ist eine komplett andere Landschaft gewesen, die nichts mit obigem Foto zu tun hatte.
        Zum Thema Stiftungen habe ich vermutlich tatsächlich mehr Ahnung als Du, von Berufs wegen. Ich war anfangs auch sehr überrascht, was man damit alles anstellen kann. In Deutschland herrscht verbreitet immer noch die Meinung: Stiftung = ehrenamtlich, und grundsätzlich gut.
        Leider ist dem nicht so, und ich dachte, daß das den einen oder anderen interessieren könnte. Tut mir leid, wenn ich da falsch lag.
        Statt sich angegriffen zu fühlen, könnte man doch auch mal recherchieren, so wie es mir hier auch zum Thema Foto vorgeschlagen wurde ;)
        Zum Thema guter Mensch: Ich denke, da hast Du Dich selbst beschrieben ;) Aber bevor das Ganze nun auf die persönliche Ebene abgleitet, verabschiede ich ich ebenfalls.
        Alles Gute!

  12. Ich finds schön, also die Idee die dahinter steckt, egal ob Kollage oder Bild.. ob wirklich so geschossen oder nicht. Und wie Josephine schon sagte, ich entscheide wem oder was ich etwas spende. Natürlich soll man nicht alles glauben, was man vorgesetzt bekommt, aber überall das Böse zu vermuten..naja ich weiss nicht.

  13. Mir ist es egal, wie viel oder wie wenig Photoshopbearbeitung in diees Bild eingeflossen ist. Ich finde es klasse und würde es mir sogar als Druck an die Wand hängen (auch in meine nichtexistierende Praxis)!

    • Außerdem denke ich, daß die Erstellung der Bilder in erster Linie Sache der beiden Betroffenen ist. Er ist Fotograf, so wie ich das verstanden habe, und so dienten diese Bilder anfänglich gewiß auch als Copingmethode für Ihn. Seine Frau fand/findet es bestimmt toll, und das ist das Einzige, was zählt. Niemand sonst muß die Bilder mögen, und niemand muß spenden. Wir spenden auch “nur” einer Organisation pro Jahr, und das ist bislang immer die lokale Kältehilfe gewesen. Daß es jetzt ein Buch gibt und ein Projekt ist per se nichts Schlechtes. Wer nicht will, muß ja nicht darauf reagieren.

  14. Pingback: Bemerkenswert

  15. Hallo,

    da muss ich doch direk einen Link zu einem (IMO) genialen Video zu ‘Breast Cancer Awareness’ posten

    Gruss, Michael

    ——————————

    Sorry, Michael – ich finde das Video zwar auch super, aber wenn ich das hier online stelle ist binnen Null Zeit der Teufel los… – wenn schon anhand eines Mannes im rosa Tutu über die Ernsthaftigkeit seiner Beweggründe diskutiert wird?! Die Deutschen sind nicht gemacht für diese Art Humor…

  16. Hallo!
    Wir verlosen derzeit den Bildband “Ballerina” von Bob Carey. Einfach folgende Frage beantworten: „Für was oder für wen würden SIE ein Tutu anziehen?“ Wir freuen uns über jeden Zusendung: http://www.marketingfish.de/all/marketingfish-gewinnspiel-fuer-was-oder-fuer-wen-wuerden-sie-ein-tutu-anziehen-1000221/

    Bob & Linda Carey haben uns auch für ein Interview zur Verfügung gestanden, das Du hier lesen kannst: http://www.marketingfish.de/all/der-mann-im-rosa-tutu-interview-mit-linda-bob-carey-1000215/

    Viele Grüße

  17. Ich kann es nicht glauben!!!! Es ging um einen Mann, der aus Liebe zu seiner schwerstkranken Frau Fotos im rosa Tutu von sich macht. Die Fotos zaubern ein Lächeln in ihr Gesicht, der Mann glaubt, ihr damit die ganze Therapie vielleicht ein wenig leichter zu machen. Er ist hilflos, kann nix tun, nur diese Fotos machen. Jetzt werden hier die Fotos kritisiert, die Stiftung wird kritisiert. Ist doch alles sch……….egal. Ermacht Fotos, weil er sie liebt, sie wird sterben, und niemand wird das ändern könnenPUNKT
    Ach ja, nun hat sich noch die Deutsche Telekom reingehängt, um auch noch Kohle rauszuholen. Mit ‘nem schicken neuen Werbespot mit dem Mann im rosa Tutu. Zum K……

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